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Spezial-/Arbeitsgebiete

  • Alttestamentliche Sprach- und Literaturwissenschaft
  • insbesondere Exegese von Psalmen und Propheten
  • Biblische Hermeneutik.

 

Methodische Besonderheiten:

Für das Alte Testament und die Texte im Umkreis des alten Israel stellen sich besondere methodische Anforderungen an die Interpretation. Die historischen Zeugnisse sind in einer nur literarisch überlieferten Sprache zugänglich. Die primäre Redesituation von Texten kann nur indirekt erschlossen werden. Außerdem haben alttestamentliche Texte häufig eine lange Geschichte der Entstehung, Komposition und Bearbeitung durchlaufen: sie verdichten den Aussagewillen u.U. mehrerer Epochen und vieler Generationen. Daher sind ständig verfeinerte sprach- und literaturwissenschaftliche Analysen, ergänzt durch zeit-, religions- und sozialgeschichtliche Untersuchungen, erforderlich. Sie sollen dazu dienen, die historisch gewordenen Sinnebenen und Verstehensmöglichkeiten von Texten zu erkennen und sie theologisch zur Daseinsdeutung und Handlungsorientierung fruchtbar zu machen. In der konkreten Textarbeit gewinnen neben der fremdsprachlichen Darstellung der hebräischen, aramäischen und griechischen Texte des Alten Testaments morphologische und syntaktische Transkriptionen als nachprüfbare Textgrundlage an Bedeutung.

 

1. Prophetie im AT

Literaturwissenschaftliche und hermeneutisch-theologische Untersuchungen zu Prophetentexten, besonders zum Jesaja-Buch und zu Büchern der Kleinen Propheten.

 

2. Psalmen und Weisheitsliteratur im AT

Literaturwissenschaftliche und hermeneutisch-theologische Untersuchungen zu althebräischen poetischen Texten, besonders Psalmen und Psalter, Ijob und Kohelet.

 

3. Sprechaktanalyse in der alttestamentlichen Exegese

Untersuchungen zur Anwendung der sprachphilosophisch und linguistisch begründeten "Sprechakttheorie" in der alttestamentlichen Exegese, besonders von poetischen Texten, von Psalmen und Prophetentexten: syntaktische, semantische und redesituative Analysen von Sprechaktfunktionen in Texten mit dem Ziel, Texte als Sprecherhandlungsprozesse verstehbar zu machen, textindividuelle und regelhafte Zusammenhänge zwischen Sprechakten und Wirkintentionen aufzudecken und Typen von Sprechaktprozessen in Texten als Beitrag zur exegetischen Gattungsforschung zu erarbeiten.

 

4. Althebräische Sprachwissenschaft

Untersuchungen zur grammatischen Struktur des Althebräischen, zur Differenzierung zwischen narrativen und poetisch-kolometrisch gebundenen Texten, besonders zu Satzstrukturen und Satzverbindungsarten ("Großsatzformen") und zu textsyntaktischen Merkmalen. Textgrundlage sprachwissenschaftlicher Untersuchungen bilden einerseits bibelhebräische (und ferner bibelaramäische) Texte, aber auch Texte der althebräischen (und benachbarten) Epigraphik. Die Studien zielen u.a. auf eine Überarbeitung und vor allem textsyntaktische Ergänzung meiner bisher in zwei Bänden vorliegenden "Einführung in das Biblische Hebräisch".


Schlagworte mit Bezug auf die genannten Arbeitsgebiete

Althebräische Sprachwissenschaft, Syntax und Textgrammatik; Sprechakttheorie und Sprechaktexegese von Psalmen und Prophetentexten; exegetische Methodenlehre und Hermeneutik; Psalmeninterpretation; Struktur und Geschichte altisraelitischer Prophetie; literaturwissenschaftliche Exegese und theologische Interpretation des Alten Testaments.

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