Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V.

Bibliographie
- Postanschrift:
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Theologische Fakultät
Institut für Systematische Theologie
Arbeitsbereich Christliche Religionsphilosophie
D - 79085 Freiburg i.Br.
- Besucheradresse:
Platz der Universität 3
Kollegiengebäude I, Raum 1320b
D - 79098 Freiburg i.Br
- Telefon:
+49 (0) 761 / 203 - 2081
- Telefax:
+49 (0) 761 / 203 - 2057
- E-Mail:
Die Gesellschaft möchte zu der Kenntnis des Werkes des Freiburger Religionsphilosophen und Theologen Bernhard Welte (1906-1983) beitragen und Forschungen zu seiner Bedeutung fördern. Dazu veranstaltet sie jährlich eine Tagung zum Werk Weltes und zu Fragen, die sich heute daraus ergeben. Sie ist Inhaberin der literarischen Rechte an dem Nachlass Weltes, der sich im Archiv der Universität Freiburg befindet und betreut eine Bibliographie zum Leben und Werk Weltes. Die Mitglieder der Gesellschaft erhalten im Rahmen des der Gesellschaft Möglichen eine Jahresgabe mit Texten aus dem Werk Weltes oder Forschungsbeiträgen.
Entsprechende Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Markus.Enders@theol.uni-freiburg.de
2. Vorsitzender:
2. Vorsitzender:
Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski
Mitglied der Bernhard-Welte-Gesellschaft kann jede natürliche oder juristische Person werden.
Der Jahresbeitrag beträgt 25,00€, für Rentner und für Studierende 10,00€ und ist steuerlich abzugsfähig. Die Zusendung der Bescheinigung über die steuerliche Abzugsfähigkeit erfolgt zu Beginn jeden Jahres für das vorangegangene Jahr.
Der Beitrag kann durch einen "Beitrag auf Lebenszeit" abgelöst werden.
Konto der Bernhard-Welte-Gesellschaft:
Volksbank Freiburg
Konto-Nr: 12257600
BLZ: 680 900 00
Die Satzung kann auf Wunsch über die Postanschrift der Bernhard Welte Gesellschaft bezogen werden.
Kurzbiographie
31.03.1906 | geboren in Meßkirch |
1912-18 | Volksschule und Realschule, Meßkirch |
1918 | Gymnasium, Konstanz |
1924 | Studium der Kath. Theologie in Freiburg und München |
1929 | Priesterweihe |
1929 | Kooperator am Freiburger Münster |
1934-1948 | Sekretär von Erzbischof Dr. Conrad Gröber |
1938 | Dr. theol., Freiburg i.Br. bei Engelbert Krebs (Die postbaptismale Salbung) |
1946 | Habilitation, Freiburg i.Br. (Der philosophische Glaube bei Karl Jaspers...) |
1952 | Professor für Grenzfragen, Freiburg i.Br. |
1954 | Umwandlung der Professor zum Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie |
1955/56 | Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Br. |
1966 | Päpstlicher Hausprälat |
1973 | Dr. h.c. der Universität Cordoba (Argentinien) |
1973 | Emeritierung |
1976 | Ehrenbürger der Stadt Meßkirch |
1978 | Großes Bundesverdienstkreuz |
1983 | gestorben in Freiburg i.Br. |
Ausgangspunkt von Bernhard Weltes Religionsphilosophie ist die in der Moderne aufgebrochene Spannung zwischen den Bedingungen und Strukturen einer säkularisierten Welt und den Inhalten religiöser Erfahrung. Ziel ist die Aufdeckung der Ursprünglichkeit der Phänomene menschlichen Daseins. Dieses entwirft sich als endliches Dasein auf unendlichen Sinn. Welte entdeckt in der endlich-unendlichen Verfaßtheit des Menschen ein ursprüngliches Vorverständnis christlichen Heils. Mit den Mitteln der Phänomenologie versucht er, moderne Lebenssituation und christlichen Glauben zu vermitteln. Daraus ergibt sich zugleich die Notwendigkeit der Öffnung der Theologie für die moderne Philosophie. Bernhard Welte führt, angeregt vor allem durch Martin Heidegger, die traditionelle, von neuscholastischem Denken geprägte Theologie in den Raum des nachmetaphysischen Denkens. Weltes Grunderfahrung ist die Geschichtlichkeit menschlichen Daseins und die Einsicht in die Wandelbarkeit von Denken und Sprache. Es geht ihm um die übersetzende Bewahrung überlieferter, epochal geprägter Theologie und Glaubensverkündigung in der Freilegung der Phänomene, deren Sprache sie sind. Vor allem am Beispiel und im Zusammenhang christologischer Fragestellungen hat er das Wesen von Überlieferung als epochales Gespräch und die Methoden einer geschichtlichen Hermeneutik für die Theologie herausgearbeitet. Zu den Denkern, die neben Heidegger für das Verständnis seines Werks besonders wichtig sind, gehören Augustinus, Thomas von Aquin, Meister Eckhart, Hegel, Kierkegaard und Nietzsche. Als Präfekt (1957 - 1973) der Universitätskirche suchte Bernhard Welte durch seine Predigten und Gottesdienste Dozenten und Studierenden neue Zugänge zu christlichem Glauben zu vermitteln. Im Anschluss an mehrere Gastvortragsreisen gründete er das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland zur Beförderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen lateinamerikanischen und deutschen Universitäten in der philosophischen und theologischen Forschung.
ISSN 1436-5863
Heft 1, Freiburg i.Br. 1998
- Die Bedeutung des Philosophischen Denkens Bernhard Weltes für den modernen Menschen, Marian Jaworski.
- "Das Herz ist die Ursprünglichkeit unseres geistigen Selbstseins." Bernhard Weltes Hinweise auf anthropologische Grundstrukturen, Elke Kirsten.
- Heideggers Überwindung/Verwindung der Onto-theologie und die religiöse Erfahrung, Pietro de Vitiis.
Heft 2, Gedichte, Freiburg i.Br. 2001.
Heft 3, Akademische Gottesdienste im WS 1952/53, Freiburg i.Br. 2002.
Heft 4, Freiheit des Geistes und christlicher Glaube, Bernhard Welte, Freiburg i.Br. 2004.
Heft 5, Freiburg i.Br. 2012
- Das Licht des Nichts, Sandro Gorgone.
- Bernhard Welte als Fundamentaltheologe - Die Bedeutung des philosophischen Werkes von Bernhard Welte für die Theologie, Peter Hünermann.
