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Was ist ERASMUS+?

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In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet und umfasst den Zeitraum 2014–2020. Das Dachprogramm enthält die Teilprogramme COMENIUS (Schulbildung), ERASMUS (Hochschulbildung), internationale Hochschulbildung (Erasmus Mundus), LEONARDO (Berufsbildung), GRUNDTVIG (Erwachsenenbildung), JUGEND IN AKTION (Jugend) und Sport (insbesondere Breitensport).

Die Verhandlungen über die Assoziierung der Schweiz zu ERASMUS+ werden von der EU aufgrund der unklaren Situation nach der Volksabstimmung „Gegen Masseneinwanderung“ vom 09.02.2014 vorläufig nicht fortgeführt. Die Schweiz wird daher in den derzeit laufenden Ausschreibungen für 2014 den Status eines Drittstaats haben. Dies bedeutet, dass Schweizer Einrichtungen zwar als Partner teilnehmen können, jedoch keine EU-Förderung erhalten. Auch am Studierendenaustausch über ERASMUS kann die Schweiz, zumindest vorerst, nicht teilnehmen.

Rund 700 Freiburger Studierende haben in jedem Akademischen Jahr durch das Programm Erasmus die Möglichkeit, bis zu zwölf Monate im europäischen Ausland zu verbringen - ohne finan­zielle Verpflichtungen an der Partneruniversität. Die Gasthoch­schule darf keine Gebühren erheben, weder für die Kurse noch für Immatrikulation, Prüfungen, Labor- und Bibliotheksbenutzung. Sprachprüfungen werden ebenfalls nicht verlangt, doch ist es rat­sam, sich gut in der jeweiligen Landessprache ausdrücken zu kön­nen, um den Anforderungen eines Studiums gerecht werden zu können.

Die Auswahl der ins Ausland gehenden Freiburger Studierenden wird von den jeweiligen Fächern vorgenommen. Da von den Fä­chern nicht in allen Fällen die Austauschplätze besetzt werden kön­nen, wurde in der Erasmus-Koordinationsstelle beim Rektorat eine Austausch- und Besetzungsbörse eingerichtet. Hierhin können sich alle Interessenten wenden, welche einen Platz an einer Univer­sität ihrer Wahl suchen. In vielen Fällen sind Partneruniversitäten auch damit einverstanden, unsere Studierenden aufzunehmen, auch wenn die Vereinbarung über den Austausch in einem anderen Fach getroffen wurde. So kann beispielsweise ein Austauschplatz mit Sevilla, welcher von der Germanistik vereinbart, aber nicht besetzt wurde, von Jurastudenten in Anspruch genommen werden - voraus­gesetzt allerdings, dass die Juristische Fakultät der Universität Se­villa bereit ist, die Freiburger Studierenden zu betreuen.

Eine Garantie auf Betreuung und spätere Anerkennung der im Aus­land erbrachten Leistungen besteht bei solchen Umwidmungen allerdings nicht, denn Erasmus-Plätze sind an Vereinbarungen der Freiburger Fächer mit ihren jeweiligen Partnerdisziplinen im europäschen Ausland gekoppelt: In einem so genannten „Agree­ment“ wird vereinbart, wie viele Studierende wann für welchen Zeitraum in einem bestimmten Fach ausgetauscht werden, wer sie betreut und wer für die volle Anerkennung der zu erbringenden Studienleistungen zuständig ist.

Erleichtert wird das Auslandsstudium durch ECTS, welches die Studierenden bereits noch an der Heimathochschule gemeinsam mit ihren Betreuern/innen ein „Learning Agreement“ erstellen lässt. Es wird anhand des Programms der Partnerhochschule abgestimmt, welche Veranstaltungen im Ausland besucht werden. Daraufhin erhalten die Fachkoordinatoren/innen der Partnerhochschule diese Angaben, bestätigen diese und garantieren somit einen verlässlichen und klaren Studienverlauf. Die Anerkennung an der Heimathoch­schule ist bei Erreichen der benötigten Punkte (30 pro Semester) gewährleistet. ECTS-Punkte sind notenunabhängig und richten sich nach Dauer und Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Veranstaltung.

Studierende oder Fachschaften sollten sich bereits rechtzeitig, d.h. etwa mindestens eineinhalb Jahre vor Beginn eines geplanten Aus­landsaufenthalts, über Möglichkeiten und Kapazitäten ihres Fachs erkundigen und sich bei großer oder stets wiederkehrender Nach­frage nach bestimmten Zielländern oder Wunschhochschulen bei den zuständigen Verantwortlichen ihres Fachs um eine Erhöhung bzw. Änderung der bestehenden Quoten bemühen.

Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester ist immer der 31. Januar und für das kommende Sommersemester immer der 31. Juli des Jahres.

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