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Arbeitsbereich Moraltheologie

 

 

 

Herzlich Willkommen beim Arbeitsbereich Moraltheologie der
Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.Br.!

 

 

"Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit." (Ps 23)


Wir trauern um unseren gütigen Chef und Freund.
Die familiäre Atmosphäre am Lehrstuhl war einzigartig.

Eberhard Schockenhoff, ruhe in Frieden!
Dein gesamtes Lehrstuhl-Team

 

 Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff.JPG Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff.JPG

 

 

Adressen für postalische Kondolenzschreiben


Dr. Martin Schockenhoff, Lechstraße 30, D-71642 Ludwigsburg

Johannes Schockenhoff, Fribolinstraße 66, D-74321 Bietigheim

 

 

Digitales Kondolenzbesuch der Fakultät


Auf der Homepage der Theologischen Fakultät ist im Anschluss an den Nachruf für Eberhard Schockenhoff
nun eine Email-Adresse verzeichnet, die Ihnen die Möglichkeit gibt,
auf elektronischem Weg der Familie zu kondolieren. 

kondolenz.schockenhoff@theol.uni-freiburg.de

 

  

 

Nachruf der Fakultät

 

Mit großer Bestürzung muss die Fakultät hinnehmen, dass eines ihrer renommiertesten Mitglieder Eberhard Schockenhoff am 18. Juli 2020 völlig unerwartet in den Tod gerissen wurde. Seit 1994 vertrat er die Professur für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, nachdem er zuvor über vier Jahre eine Professur in Regensburg bekleidet hatte. Seine Studien hatte er in Tübingen und Rom absolviert. In Rom wurde er zum Priester geweiht.

Eberhard Schockenhoff war ungeheuer produktiv. Sein Œuvre umfasst beinahe zwanzig Monographien, die zu Standardwerken des Fachs wurden und durch Übersetzungen internationale Beachtung fanden, sowie unzählige Aufsätze. Mit seinen Forschungen griff er nicht nur in Grundlagenfragen seines Fachs, sondern immer wieder auch in hochaktuelle ethische Debatten ein. Er war einer der Theologen, dessen Stimme in bioethischen Problemzusammenhängen oder aber auch in Fragen des selbstbestimmten Sterbens weit über die Fachgrenzen hinaus gehört wurden. So war er von 2001–2008 zunächst Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Nationalen und bis 2016 dann des Deutschen Ethikrates. Schockenhoff war Ethiker, aber er war immer auch sichtbar an genuin theologischen Fragen interessiert. Theologische Entwicklungen in den Fächern jenseits der Moraltheologie beobachtete er genau und durchdachte sie für sein Fach. Immer entschiedener arbeitete in den letzten Jahren heraus, dass eine Theologie im 21. Jahrhundert nur eine Theologie der Freiheit – und das bedeutete für ihn auch: eine menschennahe Theologie – sein kann. So verwundert es nicht, dass er sich in politische Debatten um die Kirche der Zukunft energisch einmischte.

Neben seiner Forschungs- und intensiven Lehrtätigkeit – unzählige Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Qualifikationsschriften sind unter seiner Betreuung verfasst worden – ist Eberhard Schockenhoff immer auch Priester geblieben. Es war ihm sehr wichtig, neben seiner universitären Tätigkeit als Professor seines Faches und als öffentlicher Intellektueller immer auch ein Seelsorger zu sein, der Menschen begleitet. In einem Interview mit der „Zeit“ hat Eberhard Schockenhoff vor wenigen Jahren einmal seine tiefe Überzeugung bekundet, dass das Leben in Gott seine Vollendung finde, ohne sich näher ausmalen zu wollen, was das konkret bedeute. An dieser Hoffnung hat er unzählige Menschen teilhaben lassen.

Die Fakultät wird Eberhard Schockenhoff schmerzlich vermissen. Sie ist ihm zu tiefem Dank verpflichtet. Nachhaltig hat er sie in den letzten Jahrzehnten nach innen geprägt und nach außen sichtbar gemacht. Wir werden seiner im Gebet gedenken.


Prof. Dr. Ferdinand R. Prostmeier, Dekan

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