Béla von Brandenstein – zur Person und zu seinem Denken

____Biografie

Kindheit und Ausbildung

Geboren wurde Freiherr Béla von Brandenstein am 17. März 1901 in Budapest im damaligen Königreich Ungarn als erster von zwei Söhnen der Eltern Freiherr Albert von Brandenstein (geboren in Sachsen), Offizier in der österreichisch-ungarischen Armee, und Antonie de Csonky. Als das Regiment seines Vaters für einige Jahre von Budapest nach Wien verlegt wurde, zog er mit seiner Familie von 1906 bis 1911 dorthin um. Daraufhin besuchte v. Brandenstein drei Klassen einer Wiener Grundschule und absolvierte parallel dazu Privatschulprüfungen. Ab 1911 wieder in Budapest, erwarb er dort 1919 das Abitur und wurde nach acht Semestern mit 23 Jahren an der philosophischen Fakultät der Universität Budapest zum Dr. phil. promoviert.

Wissenschaftliche Tätigkeit

Im Wintersemester 1924/25 und im Sommersemester 1925 war er dann Stipendiat des im ungarischen Staatsbesitz befindlichen Collegium Hungaricum in Berlin, wo er, an der dortigen Universität immatrikuliert, mit den Philosophen Eduard Spranger und Romano Guardini in persönliche Beziehung trat und durch die fördernde Vermittlung Sprangers zunächst den ersten, dann den dritten Band seiner Grundlegung der Philosophie (1926 und 1927) im Verlag Max Niemeyer in Halle veröffentlichte. In Köln suchte er außerdem die Philosophen Peter Wust, Max Scheler und Nicolai Hartmann auf.
 
Am 1. September 1925 wurde er zum Büroleiter des Generalsekretariats und später zum Vorsitzenden der philosophischen Kommission an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ernannt, habilitierte 1927 in Philosophie und begann im Wintersemester 1927/28 als Privatdozent philosophische Vorlesungen an der philosophischen Fakultät der Königlich-Ungarischen Pázmány-Péter-Universität in Budapest zu halten. 1929 wurde er in derselben Fakultät zum außerordentlichen und 1934 schließlich als Nachfolger des verstorbenen Akos von Pauler zum ordentlichen Professor für Philosophie ernannt. Von 1938 bis 1944 war er Präsident der Ungarischen Philosophischen Gesellschaft, parallel dazu Mitglied der Sankt-Stefans-Akademie in Budapest.

Flucht nach Österreich

Auf einer abenteuerlichen Flucht im März 1945, die v. Brandenstein später selbst dokumentierte, rettete er seine Familie (Frau und fünf Kinder) vor der russischen Armee und durchquerte mit ihr in einer Pferdekutsche ganz Österreich, bis er in der Nähe von Feldkirch für alle eine vorläufige Bleibe fand. Dort veröffentlichte er einen Teil seiner Arbeiten und hielt über 100 Vorträge im Vorarlberger Raum, in Innsbruck und in der Schweiz.

Wissenschaftliche Laufbahn in Deutschland

1948 erhielt er einen Ruf nach Saarbrücken an die neu gegründete Universität des Saarlandes, wo er bis zu seiner Emeritierung seine philosophische Arbeit fortsetzte und regelmäßig publizierte und lehrte. Nach 41 Semestern in Saarbrücken und dem Erreichen des 68. Geburtstages wurde er am 1. April 1969 emeritiert. Von Brandenstein hielt seitdem Gastvorlesungen und -vorträge, gab sowohl an der Universität als auch bei sich zuhause private Vorlesungen und Seminare und setzte seine philosophisch schriftstellerische Arbeit intensiv bis ins hohe Alter fort.
SKM_C25819101711270_0003.jpgIn Deutschland gehörte er als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats zu den Initiatoren und Mitbegründern des Ungarischen Instituts München und setzte sich für den Erhalt der ungarischen Kultur, konkret vor allem für ungarische Intellektuelle ein, die im stalinistischen Ungarn verfemt waren.

Privatleben 

Seit 1929 war er mit Magdalena Dessewffy de Csernek et Tarkeö verheiratet und hat mit ihr fünf erwachsene Kinder. Seit 1954 verbrachte v. Brandenstein den Sommer vorwiegend im Tessin (Lago di Lugano, Brusino-Arsizio) und seit Ende 1969 die Wintermonate in München. Nach kurzer Krankheit starb er mit 88 Jahren am 4. August 1989 in Saarbrücken.

____Philosophisches Denken

Von Brandenstein als Philosoph des 20. Jahrhunderts

Angesichts der Postmoderne und nihilistischer, skeptizistischer, relativistischer und antimetaphysischer Tendenzen erstaunt es, dass es im 20. Jahrhundert noch Philosophen gab, die es wagten, auf wissenschaftliche Weise eine umfassende Grundlegung der gesamten philosophischen Wissenschaften zu liefern und Letztbegründungen mit einer differenzierten Methodik in systematischer und selbstkritischer Weise vorzulegen. Zu diesen Philosophen zählt der deutsch-ungarische Philosoph Béla von Brandenstein.

Von Brandensteins philosophische Methode

Von Brandensteins Denken ist geprägt von einem rational nachprüfbaren, diskursiv-wissenschaftlichen „Zug zum Grund“, der nicht nur eine klare Unterscheidung zwischen Philosophie und Religion, Philosophie und Spezialwissenschaft, Philosophie und Weltanschauung verlangt, sondern auch alle instrumentalisierende, nur auf Nutzung und Wohlgefühl abzielende Denkweise abweist. Immer steht die „Sache“ bzw. die Seinsstruktur eines Phänomens und deren adäquate gedankliche Fassung im Vordergrund, oder anders ausgedrückt: Die „Sach- bzw. Seinswahrheit“ eines Phänomens wird um ihrer selbst willen gesucht und, wo möglich, durch die rechte denkerische Verarbeitung in eine „Erkenntniswahrheit“ und damit in eine menschlich angeeignete, folglich auch existenziell relevante Sachwahrheit überführt.
Von Brandensteins metaphysische Methode ist im Kern nicht neu, sondern wurde in Ansätzen nachweislich schon von Platon und Aristoteles angewandt und von v. Brandenstein und seinem Lehrer Akos von Pauler (1876–1933) allerdings explizit gemacht und präziser gefasst. Sein Denken steht einerseits in der Tradition der abendländischen Ontologie und Metaphysik, umfasst andererseits aber auch die Errungenschaften der neuzeitlichen Wissenschaften, einschließlich der modernen Mathematik und Physik, die v. Brandenstein in seine Philosophie, so z. B. in seine Philosophische Anthropologie von 1947, einarbeitet. Dabei kommt es an entscheidenden Stellen neben einer Erweiterung, Vertiefung und korrektiven Umbildung alter metaphysischer Denkfiguren (resp. ihrer Erkenntnismethoden) zu neuen und vertieft begründeten Einsichten in den Bau der gesamten Wirklichkeit, deren Grundstruktur v. Brandenstein in seiner sechsbändigen Grundlegung der Philosophie zur Darstellung bringt. 
Mit dieser Zielsetzung stieß er auf die von Kant gesetzten erkenntnistheoretischen Grenzen, die eine theoretisch-wissenschaftliche Metaphysik ausschließen. Von Brandenstein zeigt dagegen einen Weg auf, methodisch diese kritizistische Schranke zu überwinden. Dabei kommt vor allem die sogenannte reduktiv-regressive Erkenntnismethode zur Anwendung, die die notwendigen Seinsvoraussetzungen von solchen Urtatsachen bzw. Urgegebenheiten wie z. B. dem Selbsterleben und der Veränderlichkeit erschließt, die ohne Selbstwiderspruch nicht geleugnet werden können. Damit erhebt er den Anspruch, transempirische Wirklichkeiten (Gott, Seele etc.) wissenschaftlich in ihrem Da- und Sosein zu beweisen. So steht er einerseits in der klassischen abendländischen Denktradition, bietet aber andererseits eine eigenständige Ontologie, Metaphysik und Erkenntnismethodik, mit denen er die klassische Metaphysik überstiegt und auf eine neue argumentative Basis stellt.
Außerdem bezog er die Arbeiten seiner zeitgenössischen Kollegen umfassend mit ein und berücksichtigte auf allen Gebieten die aktuellen Ergebnisse der Natur- und Geisteswissenschaften. Dabei erwies er sich auch als ein hervorragender Kenner der modernen Mathematik, zu der er eine tiefgründige Philosophie der Mathematik (als zweiten Band seiner Grundlegung der Philosophie) verfasste. Er hinterfragte darüber hinaus die Grundlagen der modernen Physik (Relativitäts- und Quantentheorie), Biologie (Evolutionstheorie) und Gesellschaftstheorie (dialektischer Materialismus), die er in besonderem Maße würdigte und die für ihn seine philosophischen Erkenntnissen zur Grundstruktur des Seins bestätigten.

Von Brandenstein als Phänomenologe und Metaphysiker

Obwohl v. Brandenstein stringent systematisch vorgeht, verfällt er keinem Systemzwang, der den Phänomenen ein System von außen aufoktroyiert; vielmehr entwickelt er die übergreifenden und somit systematischen Zusammenhänge aus den Phänomenen und ihren in Frage stehenden Verhältnissen selbst heraus. Nur so kann er die sowohl zeitliche als auch überzeitliche „Seinsgrundstruktur“ in allem Seienden und deren transphänomenale Seinsvoraussetzungen aufdecken, was ihn sowohl zu einem „Seinsphänomenologen“ als auch zu einem Metaphysiker macht, aber nicht zu einem solchen Metaphysiker, der fern von aller Erfahrung aus bloßen Begriffen, aus Glaubenssätzen oder Ideologemen angeblich allgemeine Wahrheiten herausdeduziert, sondern aus den Frage- und Problemstellungen selbst die fundamentalen und damit universalen Seinszusammenhänge oder Sachwahrheiten erschließt.
Philosophie als Prinzipienwissenschaft unterscheidet sich daher von allen anderen Betätigungen des Menschen in charakteristischer Weise – sie kann nicht auf Glauben und Offenbarung der Religionen, nicht auf Nützlichkeitserwägungen der angewandten Wissenschaften, erst recht nicht auf gesellschaftspolitischen Herausforderungen, Zwecksetzungen und Machtorientierungen basieren. Ihr Selbstzweck ist die Aufdeckung der tiefsten und letzten Grundbestimmungen des Seins, der Welt, des Lebens, des Menschen und seines Denkvermögens; ihr Selbstzweck ist Erkennen und Verstehen, um erst so die Möglichkeit einer sinnvollen und zielbestimmten Veränderung (und oft auch nur Bewahrung!) der Welt und des Lebens zu eröffnen. In vielen entscheidenden Grundfragen überwindet v. Brandenstein auf diesem Wege die „alte Metaphysik“, auch die von Aristoteles, Thomas von Aquin, Kant und Hegel, und gibt im Rahmen einer neu fundierten Ontologie und Metaphysik oft frappierende Lösungen.

Von Brandensteins systematisches Hauptwerk Grundlegung der Philosophie

Die Relevanz von v. Brandensteins Werk kann nicht nur anhand seiner zahlreichen monographischen Einzelschriften ermessen werden, sondern vor allem anhand seines Hauptwerks Grundlegung der Philosophie (1924–1926), einer Systematik der philosophischen Grundwissenschaften (vgl. Abb.), die von 1965 bis 1970 in sechs Bänden auf Deutsch erschienen ist.

Nach v. Brandenstein ist die erste Grundwissenschaft der Philosophie die allgemeine Ontologie („Seins- oder Dinglehre“) im engeren Sinne, welche neben der Klärung der Frage nach dem ontologischen Status des Nichts die drei folgenden „Urgründe“ bzw. Strukturgrundmomente alles Seienden thematisiert:
  1. Das einfache Da-Sein bzw. das Dass-Sein, d. h. die reale Existenz, des singulären, mit einer konkreten Qualität gefüllten Gehalts; dies ist der Gegenstand der sog. Totik als der Gehalts- oder Qualitätslehre jedes Seienden.
  2. Das So-Sein, d. h. das Wassein bzw. das innere, sachlogische Formwesen, als immanente Zusammenhangsstruktur eines Sachverhaltes; diesen Gegenstandsbereich behandelt die Formen- oder Zusammenhangslehre (Logik im Sinne einer Seinslogik).
  3. Das In-Sein, d. h. das Einheits- und Größensein der quantitativen Gestaltung eines jeglichen Seienden; diese Gestaltung eines jeden Seienden behandelt die Gestaltungs- oder Quantitätslehre (philosophische Mathematik).
Die drei ontologischen Disziplinen der Totik, der (Seins-)Logik und der (philosophischen) Mathematik stellen nach v. Brandenstein zunächst nur „vorwirkliche“ bzw. „wirklichkeits-komponierende“ Wissenschaften dar, weil die von ihnen thematisierten Gegenstandsbereiche, d. h. der von der Totik behandelte qualitative Gehalt, die von der (Seins-)Logik behandelte Seinsform und die von der philosophischen Mathematik behandelte quantitative Gestaltung eines Seienden, für sich genommen noch nicht wirklich sind und sein können, sondern nur strukturelle Konstitutionsprinzipien jedes wirklich Seienden darstellen, das diese drei Grundstrukturmomente des Gehalts, der Form und der Gestaltung in einer individuellen, einzigartigen Ausprägung besitzt.
Deshalb werden diese drei spezifischen ontologischen Disziplinen von der fünften philosophischen Grundwissenschaft der Metaphysik als der Wissenschaft des wirklich Seienden zusammengefasst und insofern weitergeführt, als dass die „Wirklichkeitswissenschaft“ der Metaphysik die der menschlichen Erfahrung und Erkenntnis gegebene Wirklichkeit der sinnlich vermittelten Welt und der reflexiv erfahrbaren psychischen und geistigen Eigenwelt durch Rückschluss auf deren notwendige Wirklichkeitsvoraussetzungen zurückführt.
Auf einer geistigen, bewussten Verwirklichungsstufe nehmen die drei „Urgründe“ bzw. Strukturgrundmomente jedes Seienden die folgenden Erscheinungsformen an:
  • Der Gehalt erscheint als Wille,
  • die Form als Vernunft und
  • die Gestaltung als Gefühl.
Diese drei Gegenstandsbereiche werden von den ihnen jeweils zugeordneten philosophischen Grundwissenschaften behandelt:
  • Die Pragmatik (Tatlehre) betrachtet den Willen eines geistbegabten Subjekts,
  • die Theoretik (Wissenschaftslehre) behandelt die verschiedenen Formen des Vernunftgebrauchs und
  • die Poietik (Kunstlehre) thematisiert die künstlerischen Ausdrucksformen des menschlichen Gefühls.
Schließlich werden diese drei personal-geistigen Grundwissenschaften in v. Brandensteins Systematik zusammengefasst in eine umfassende Lebenslehre (Ethik), deren höchste Verwirklichungsform die Religionsphilosophie darstellt, die den Kanon der philosophischen Disziplinen abschließt.

 

____Bibliografie

Für eine Zusammenstellung der Schriften v. Brandensteins vgl. Annemarie Pieper, „Bibliographie der Schriften von Béla Freiherr von Brandenstein“, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 35 (1981), Heft Nr. 1, S. 140–142.

  • Grundlegung der Philosophie. 2 Bde. Halle/Saale 1926/27
  • Korunk lelki válsága es a metafizika problemájá (Die seelische Krise in unserer Zeit und das Problem der Metaphysik). Saarbrücken 1926
  • Die Schwierigkeiten der Metaphysik und die Richtlinien zu einem Versuch ihrer Lösung. In: Aus den Forschungsarbeiten der Mitglieder des Ungarischen Instituts und des Collegium Hungaricum in Berlin. Berlin/Leipzig 1927, 3–12
  • A tragikum elmélete (Die Theorie des Tragischen). In: Athenaeum (1928), H. 5/6
  • Tőrténetfilozófiai reflexiók (Geschichtsphilosophische Reflexionen). In: Budapesti Szemle (1928), April/Mai-Heft
  • A cselekvés elméletéről (Über die Tatlehre). In: Abhandlungen aus dem Gebiet der philosophischen und Gesellschaftswissenschaften. Hrsg. von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1929), Bd. III, H. 8
  • A szerves élet metafizikája (Metaphysik des organischen Lebens). In: Budapesti Szemle (1929), H. 620/621
  • A teljes tudat, tudatvilágunk lelki alapja (Das Vollbewusstsein, die seelische Grundlage unserer Bewusstseinswelt). Budapest 1930
  • Metaphysik des organischen Lebens. Habelschwerdt 1930
  • Művészetfilozófia (Philosophie der Kunst), Budapest 1930, ²1939
  • A modern német dráma (Das moderne deutsche Drama). In: Budapesti Szemle (1931), Februar/März-Heft
  • Nietzsche kultúrakritikája és kultúrank jővő alakulása (Die Kulturkritik Nietzsches und die künftige Entwicklung unserer Kultur). Budapest 1933
  • Kierkegaard, Budapest 1934
  • Pauler Ákos emlékezete (Das geistige Antlitz Akos von Paulers). In: Athenaeum (1933), H. 6; Sonderdruck 1934
  • A karakterológia alapkérdései (Grundfragen der Charakterologie). In: Budapesti Szemle (1935), H. 692–695
  • A valóságrangok kérdéseről (Über die Frage der Seinsränge). In: Athenaeum (1935), H. 5/6
  • Bőlcseleti alapvetés (Der Aufbau des Seins). Budapest 1935; ²1944
  • Metafizikai vitaproblémák. Levél a szerkesztőhőz (Diskussionen über metaphysische Probleme. Brief an die Redaktion). In: Athenaeum (1935), H.1–4
  • A bőlcselet életjelentősége és a modern bőlcselet alakulása (Die Bedeutung der Philosophie für das Leben und ihre moderne Gestaltung). Budapest 1936
  • A végtelen halmazok elméletéhez (Zur Theorie der unendlichen Mengen). In: Athenaeum (1936)
  • A végtelen halmazok problémájáról (Über das Problem der unendlichen Mengen). In: Filozófiai értekezések (1936), H. 6
  • Az ember a mindenségben. Magyar Tudományos Akadémia. Budapest 1936–37
  • Monizmus, dualizmus, pluralizmus (Monismus, Dualismus, Pluralismus). In: Budapesti Szemle (1936), November-Heft
  • A főiskola és az ifjusági egyesűiletek (Die Hochschule und die Jugendverbände). Budapest 1937
  • A kőzépiskola lélektani felvértezéseről (Die psychologische Aufrüstung der höheren Schule). Budapest 1937
  • Az ember a mindenségben (Der Mensch im All). Bd. 1. Budapest 1936; Bd. 2 und 3. Budapest 1937
  • Das Verhältnis von Seele und Leib und die allgemeine Kausalität. In: Travaux du IX. Kongress International de Philosophie 9 (1937), 93–100
  • Die Seele im Gebiete des Geistes. In: Blätter für Deutsche Philosophie 11 (1937), 8–23
  • Természettudomány és világnézet (Naturwissenschaft und Weltanschauung). In: Természettudományi Kőzlőny (1937), H. 11
  • A filozófia korszerű feladatáról (Zeitgemäße Aufgaben der Philosophie). In: Athenaeum (1938)
  • A megismerés őskérdései (Die Grundfragen der Erkenntnis). Budapest 1938
  • Az elmélyűlő természetszemlélet a modern tájélettanban (Die sich vertiefende Naturbetrachtung in der modernen Regionalbiologie). In: Természettudományi Kőzlőny (1938), H. 6
  • Az okság elvéről (Über das Kausalprinzip). In: Theologia (1938), H. 2/3
  • Etika (Ethik). Budapest 1938
  • A modern filozófia kőrképe (Ein Überblick über die moderne Philosophie). In: Budapesti Szemle (1939), Januar-Heft
  • A modern természettudomány világképe (Das Weltbild der modernen Naturwissenschaft). In: Filozófiai értekezések (1939), H. 10
  • Die Gestalt des persönlichen Geistes. In: Forschungen und Fortschritte 15 (1939), 131–134
  • Korunk eszméi (Ideen unserer Zeit). In: Katholikus Szemle (1939), August-Heft
  • Technika és erkőlcs (Technik und Moral). In: Athenaeum (1939)
  • A lét forrásai (Quellen des Seins). Budapest 1940
  • Tárgyilagosság (Objektivität). In: Uj élet (1940), Mai-Heft
  • Platon. Budapest 1941
  • A filozófia mai hivatásáról (Die Bedeutung der Philosophie in unserer Zeit). In: Athenaeum (1942), H. 2
  • Nietzsche, Budapest 1943
  • A transzcendens okság elmélete (Theorie der transzendentalen Kausalität). In: Athenaeum (1944), H. 1/2
  • Der Mensch und seine Stellung im All. Einsiedeln/Köln 1947
  • Ist der Humanismus noch zeitgemäß? (= Ewiger Humanismus. Schriftenreihe der österreichischen humanistischen Gesellschaft in Innsbruck, H. 18). Innsbruck 1947
  • Das Bild des Menschen und die Idee des Humanismus. Bregenz 1948
  • Das noch nicht festgestellte Tier. In: Wort und Wahrheit 3 (1948)
  • Leben und Tod. Grundfragen der Existenz. Bonn 1948
  • Gott in der Geschichte. In: Schweizer Rundschau 48 (1949)
  • Der Aufbau des Seins. System der Philosophie. Saarbücken/Tübingen 1950
  • Platon. Eine Einführung in sein Werk und in sein Denken. Saarbrücken 1951
  • A művelődes válsága (Bildung in der Krise). KöIn 1952
  • Uj szellemkor felé (Einem neuen Zeitalter des Geistes entgegen). München 1952
  • A magyar emigráció kulturalis főfeladatáról (Die kulturelle Hauptaufgabe der ungarischen Emigration). In: Magyar Szemle (1954), H. 1
  • Kausalität oder Akausalität im naturwissenschaftlichen Weltbild. In: Actes du deuxiéme Congrés International de l`Union Internationale de Philosophie des Sciences 3 (1954)
  • Vom Werdegang des Geistes in der Seele. Saarbrücken 1954
  • Die Quellen des Seins. Einführung in die Metaphysik. Bonn 1955
  • Vom Wesen des Menschen. In: Studium generale 9 (1956)
  • Vom Sinn der Philosophie und ihrer Geschichte. Bonn 1957
  • Moderne Probleme systematischer Philosophie, besonders im Hinblick auf ihre Geschichte. In: Zeitschrift für philosophische Forschung 12 (1958), H. 1, 102–116
  • Vom Sinn der Freiheit. In: Wissenschaft und Weisheit 28 (1965); Atti del XII. Congresso Internationale di Filosofia 3 (1958)
  • Wissenschaft und Leben. In: Gerhard Funke (Hrsg.): Konkrete Vernunft. Festschrift für Erich Rothacker. Bonn 1958, 1–4
  • A lelkiség metafizikai jelentősége (Die metaphysische Bedeutung des Seelischen). In: Katolikus Szemle (1960), H. 2
  • Telelogisches Denken, Betrachtungen zum gleichnamigen Buch von Nikolai Hartmann. Bonn 1960
  • Über den Grund der Zufallswahrscheinlichkeit. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophische Grundbegriffe (1961/62)
  • Von der Methode der Metaphysik. In: International Philosophical Quarterly 1 (1961)
  • Metaphysische Beweise unter besonderer Berücksichtigung der Transzendentalen Dialektik Kants. In: Kantstudien 53 (1962), 129–191
  • Über die Transzendierbarkeit des Bewusstseins. In: Zeitschrift für philosophische Forschung 16 (1962), H. 2, 244–250
  • Das Problem der Transzendentalien und die Seinsstruktur. In: Wissenschaft und Weltbild (1963)
  • Die Verantwortung der Philosophie in der Gegenwart. In: Wissenschaft und Weltbild (1963)
  • Menschliches Grundverlangen als Offenbarung menschlichen Wesens. Mainz 1963
  • Realismus, Idealismus, Idealrealismus. In: Wissenschaft und Weltbild (1963)
  • Wahrheiten und Wahrheit. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie 7 (1963)
  • Grundlegung der Philosophie, Band 1–6. München 1965–1970: Band 1: Dinglehre/Ontologie, Gehaltlehre/Totik, Formenlehre/Logik; Band 2: Gestaltungslehre/Mathematik; Band 3: Wirklichkeitslehre/Metaphysik; Band 4: Tatlehre/Pragmatik, Wissenschaftslehre/Theoretik; Band 5: Kunstlehre/Poietik; Band 6: Lebenslehre/Ethik, religionsphilosophischer Anhang
  • Wahrheit und Wirklichkeit. Meisenheim am Glan 1965
  • Wege der Gotteserkenntnis. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie 9 (1965), 65–124
  • Schlechthinsein Notwendigsein? In: Wissenschaft und Weltbild 29 (1966)
  • Sprache, Denken, Philosophie. In: Wissenschaft und Weltbild (1966)
  • Kunst und Philosophie (Geschichte der Zukunft). Festschrift für Anton Hain. Meisenheim am Glan 1967
  • Über die Wahrheit. In: Philosophisches Jahrbuch 75 (1967)
  • Seinsstruktur und Modalität. In: Actes des XIV. Internationalen Kongress für Philosophie 3 (1968), 633–644
  • Über die Zielhaftigkeit. In: Wissenschaft und Weisheit 31 (1968)
  • Vom Wesen und Wert der Analogie des Seins. In: Wissenschaft und Weisheit 31 (1968)
  • Művészet és élet (Kunst und Leben). Köln/Detroit/Wien 1969
  • Keresztény humanizmus (Christlicher Humanismus). In: Katolikus Szemle (1970), H. 4
  • Megujuló Egyház őrőkérvényű hit (Zeitliches und Ewiges in der Kirche). In: Katolikus Szemle (1970), H. 1
  • Philosophie und Technik. In: Wissenschaft und Weltbild 23 (1970)
  • Az emberlét alapja (Die Grundlage des Menschseins). In: Katolikus Szemle (1971), H. 3
  • Schöpfung und Erlösung aus philosophischer Sicht. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie 15/16 (1971–72)
  • Philosophische Grundlagen der Menschenrechte. In: Wissenschaft und Weltbild 25 (1972)
  • Handlung. In: Hans Michael Baumgartner u. a. (Hrsg.): Handbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Bd. 2. München 1973
  • Kausalität. In: Hans Michael Baumgartner u. a. (Hrsg.): Handbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Bd. 2. München 1973
  • Bewußtsein und Vergänglichkeit. München 1975
  • Logik und Ontologie. Heidelberg 1976
  • Das Problem einer philosophischen Ethik. München 1979
  • Grundfragen der Philosophie. München 1979
  • Wesen und Weltstellung des Menschen. Saarbrücken 1979
  • Was ist Philosophie? Saarbrücken 1981
  • Sein Welt Mensch. München 1983
  • Der Mensch vor Gott. München 1984
     

 

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