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Geschichte des Raimundus-Lullus-Instituts

 

1721–1742 Editio moguntina. Erster Versuch einer Gesamtedition der lateinischen Werke des Raimundus Lullus. Unter der Leitung Ivo Salzingers (1669–1728) erscheinen in Mainz acht Foliobände der Beati Raimundi Lulli Opera omnia, I-VI, IX-X.

1906 Mateu Obrador i Bennàssar (1853–1909) beginnt die kritische Edition der katalanischen Werke Ramon Llulls.

1913 Fortsetzung der Edition durch Salvador Galmés i Sancho (1876–1951): Obres de Ramon Llull. Edició original, (unvollst.), 21 Bde., Palma de Mallorca 1906–1950.

1935 Gründung der Escola Lliure de Lul·lisme unter der Leitung von Francesc Sureda i Blanes (1888–1955). Eines der Gründungsmitglieder ist Dr. Ludwig Klaiber (1896–1952), Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Freiburg.

1949 Umbenennung derselben in Maioricensis Schola Lullistica.

1951 Die Maioricensis Schola Lullistica beauftragt Friedrich Stegmüller (1902–1981), Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, einen Projektplan zur Edition eines Corpus lullianum latinum zu erstellen.

1955 F. Stegmüller wird von F. Sureda, Rektor der Maioricensis Schola Lullistica, zum wissenschaftlichen Leiter der ROL (= Raimundi Lulli Opera latina) ernannt.

1956 18. Oktober. Vertrag zwischen der Schola Lullistica und F. Stegmüller. Die Schola übernimmt die Druck- und Vertriebskosten, F. Stegmüller obliegt die Vorbereitung der Editionstexte.

10. November. Die Theologische Fakultät der Universität beantragt beim Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg die Gründung eines Instituts zum Zweck der Edition der lateinischen Werke des Raimundus Lullus.

5. Dezember. Der Senat der Universität leitet einstimmig den Antrag an das Kultusministerium.

1957 23. Januar. Das Kultusministerium in Stuttgart bewilligt die Gründung des „Raimundus-Lullus-Instituts“ an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg. Das Institut bezieht seine Räume in der Günterstalstraße.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt für acht Jahre die Stelle eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters am Institut. Die Wissenschaftliche Gesellschaft Freiburgs bewilligt eine großzügige Spende zur Materialanschaffung.

Erscheinen der erste Band der Raimundi Lulli Opera latina und das erste Heft der Zeitschrift Estudios Lulianos (seit 1991: Studia Lulliana) in Palma de Mallorca.

1963 Umzug in die Räume der Theologischen Fakultät im Kollegiengebäude I. Durch ministerialen Beschluss bekommt das Institut zusätzlich die Bezeichnung „Institut für Quellenkunde der Theologie des Mittelalters“.

1967 30. Dezember. Schwerer Schlaganfall F. Stegmüllers.

1968 Prof. Dr. Helmut Riedlinger (1923–2007), langjähriger Mitarbeiter des Instituts, übernimmt die Leitung.

1969 Dr. Alois Madre (1915–2003), ebenfalls langjähriger Mitarbeiter F. Stegmüllers, wird geschäftsführender Direktor.

1972 Im Einverständnis mit der Maioricensis Schola Lullistica überträgt die Leitung des Instituts den Druck und den Vertrieb der Edition an den Verlag Brepols in Turnhout, Belgien. Die ROL erscheinen ab Band 6 in der Continuatio mediaevalis der Reihe Corpus Christianorum.

1974 Dr. Charles H. Lohr SJ (1925–2015) wird geschäftsführender Direktor.

1977 4.–5. April. Aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens des Instituts und des 75. Geburtstages von F. Stegmüller findet ein fünftägiges Lullus-Symposium mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland statt. Prof. Dr. Miquel Batllori SJ, Rom, hält die Festansprache.

1984 Bei der Neustrukturierung der theologischen Seminare und Institute der Theologischen Fakultät wird das Institut zum “Arbeitsbereich Quellenkunde der Theologie des Mittelaltersˮ.

1985 1. März. Pensionierung von Prof. Alois Madre.

Gründung des Patronat Ramon Llull in Palma de Mallorca. Die autonomen Regierungen Kataloniens, Valencias und der Balearen verpflichten sich zur Finanzierung einer neuen Edition der katalanischen Werke des Raimundus Lullus. Der Direktor des Raimundus-Lullus-Instituts ist Mitglied dieses Patronats.

1987 15.–17. Februar. Kongress und akademische Feier zum 30-jährigen Bestehen des Instituts. 15 Bände der ROL sind bereits erschienen.

1988 Emeritierung von Prof. Helmut Riedlinger.

1989 4. Juli. Während einer offiziellen Reise durch das Land Baden-Württemberg besucht der Präsident der autonomen Regierung Kataloniens, Jordi Pujol, das Institut.

1990 1. März. Prof. Dr. Peter Walter (*1950) wird Nachfolger auf dem Lehrstuhl Prof. Riedlingers und neuer Direktor des Instituts.

1. Juli. Pensionierung von Prof. Charles Lohr. Dr. Fernando Domínguez, langjähriger Mitarbeiter des Instituts, übernimmt die redaktionelle Leitung der ROL.

1991 Erscheint in Palma de Mallorca der erste Band der neuen Edition der katalanischen Werke des Raimundus Lullus (NEORL).

1996 28. Juni. Das Raimundus-Lullus-Institut wird mit dem Creu de Sant Jordi, dem höchsten zivilen Orden der autonomen Regierung Kataloniens ausgezeichnet.

1997 29. September – 2. Oktober. Internationaler Kongress aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Raimundus-Lullus-Instituts: „Arbor scientiae. Der Baum des Wissens von Ramon Llull“. 20 Bände der ROL sind bereits erschienen.

1998 Umzug in größere Räumlichkeiten im 1. Stock des Kollegiengebäudes I.

2000 Beginn eines von der DFG geförderten Projekts zur Digitalisierung und Web-Präsentation des Mikrofilmbestandes des Raimundus-Lullus-Instituts, durchgeführt von V. Tenge-Wolf (bis 2005).

2002 Erscheint bei Brepols der erste Band der vom Institut herausgegebenen Reihe Subsidia Lulliana, in der in lockerer Folge Studien zu Person und Werk des Raimundus Lullus veröffentlicht werden.

2007 25.–28. November. Internationaler Kongress aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Raimundus-Lullus-Instituts: „Gottes Schau und Weltbetrachtung. Interpretationen zum Liber contemplationis des Raimundus Lullus“. 32 Bände der ROL sind bereits erschienen.

2008 Dr. Fernando Domínguez tritt in den Ruhestand; Dr. Viola Tenge-Wolf, langjährige Mitarbeiterin des Instituts, übernimmt die redaktionelle Leitung der ROL.

In Zusammenarbeit mit dem Centre de Documentació Ramon Llull (Universitat de Barcelona) und mitfinanziert durch das Patronat Ramon Llull werden nun auch Handschriften der volkssprachlichen Werke Llulls in die Handschriftendatenbank des Instituts eingebunden.

2015 1. Oktober. Pensionierung von Prof. Peter Walter.

24. November. P. Walter spricht in Palma de Mallorca auf dem Eröffnungskongress des Gedenkjahres zum 700. Todestag von Ramon Llull.

2016 17. November. V. Tenge-Wolf spricht auf dem Abschlusskongress des Llull-Gedenkjahres in Barcelona.

2017 1. April. Prof. Dr. Karlheinz Ruhstorfer übernimmt die Leitung des neu konstituierten Arbeitsbereichs „Dogmatik mit Quellenkunde der Theologie des Mittelalters“.

Das Raimundus-Lullus-Institut feiert sein 60-jähriges Jubiläum.

2019 Die ROL-Edition ist inzwischen auf 38 Bände und drei Supplementbände angewachsen; neun weitere Bände befinden sich in Vorbereitung. Die Reihe Subsidia Lulliana umfasst nun sechs Bände.
 

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