Uni-Logo

Arbeitsbereich Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Arbeitsbereiches Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Hier finden Sie Informationen zum Lehrstuhl, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zu den Lehrveranstaltungen.
  

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre MitarbeiterInnen des AB Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte

 

 

Nachrichten

Hier können Sie die neuesten Nachrichten des Arbeitsbereichs einsehen »

 

"Der 'Synodale Weg' – Signal zum Aufbruch oder Gesprächstherapie fürs Kirchenvolk?" Vortrag von Prof. Bier im Oktober

Am Montagabend, 19. Oktober 2020, wird Prof. Georg Bier im Rahmen der Urbangespräche der Kirchengemeinde Freiburg-Nord einen Vortrag mit anschließender Diskussion halten.

Nicht wenige deutsche Katholikinnen und Katholiken haben ein Problem mit ihrer Kirche. Sie kritisieren innerkirchlichen Machtmissbrauch und die klerikal geprägte Kirchenstruktur, die ihn begünstigt. Sie fordern grundlegende Änderungen, Zugang zum Weihesakrament für Frauen, mehr Mitbestimmung für Laien. Viele hoffen auf den „Synodalen Weg“. Sind die Hoffnungen begründet? Oder werden die Gespräche am Ende wieder einmal folgenlos bleiben? Welche Reformen sind kirchenrechtlich überhaupt möglich – und wo stößt der Reformwille an unüberwindliche Grenzen?

Alles Weitere zur Veranstaltung können Sie dem Flyer entnehmen.

Flyer Urbangespräche 2020 (Titelblatt).jpg

  

Kirchenrechtliche Literatur ist ab jetzt im IxTheo statt in der DaKaR zu finden

Der Freiburger Arbeitsbereich Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte beteiligt sich an der Erfassung kirchenrechtlicher Literatur, um die Angaben anschließend in IxTheo (Internationale Bibliographie für Theologie und Religionswissenschaft) einfließen zu lassen. Die Eingliederung der Datenbank Kanonisches Recht (DaKaR) und der Kanonistischen Literaturdokumentation Innsbruck (KALDI) in den IxTheo erfolgt nach und nach. Die Daten der DaKaR und der KALDI werden nicht mehr aktualisiert, die Seiten bleiben aber zur Literaturrecherche noch erhalten.

Es werden kirchenrechtliche und theologische Monographien, Zeitschriftenartikel, Aufsätze aus Sammelbänden, Rechtsquellen, kirchliche und staatliche Rechtssprechung sowie die Kirchlichen Amtsblätter der deutschen Diözesen und der österreichischen Bischofskonferenz erschlossen. Die Aufnahme erfolgt durch mehrere Kooperationspartner (kirchenrechtliche Lehrstühle der (Katholischen) Universitäten Eichstätt, Freiburg, Mainz, Münster, Regensburg, Tübingen; Generalvikariate Hamburg, Limburg, Osnabrück) und wird laufend aktualisiert. So enthält die Datenbank mittlerweile eine komplette Leitsatzsammlung der Entscheidungen in Kirchensachen (KirchE) seit 1990.

Eine speziell kirchenrechtliche Recherche innerhalb der Datenbank ist möglich, indem nach der Eingabe des Suchwortes rechts neben der Trefferliste oder bei der erweiterten Suche eine entsprechende IxTheo-Klassifikation (z. B. „SB Katholisches Kirchenrecht“, „SA Kirchenrecht; Staatskirchenrecht“) ausgewählt wird. Zudem kann über churchlaw.ixtheo.de, wo bald alle Literatur mit Bezug zum Kirchenrecht zu finden ist, eine kirchenrechtliche Suche durchgeführt werden.

 

Georg Bier bezieht bei Domradio Köln Stellung zur Sonntagspflicht

Die Pflicht zum Messbesuch am Sonntag ist trotz andauernder Corona-Pandemie wieder eingesetzt. Was Prof. Bier dazu und zur Sonntagspflicht im Allgemeinen sagt, können Sie auf den Seiten des Domradios nachhören.

 

Aufsatz von Georg Bier: "Der willensbestimmende Irrtum in einer 'Kultur des Provisorischen'"

Bezüglich der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe mangelt es von Seiten der Gläubigen an Verständnis und Einsicht. Ausgehend davon thematisiert Bier den willensbestimmenden Irrtum als Ehenichtigkeitsgrund. Der Aufsatz ist in der Zeitschrift "De processibus matrimonialibus" (2018/19) erschienen und kann hier gelesen und heruntergeladen werden.

   

Lehrveranstaltungen für das Wintersemester sind online

Hier finden Sie die Ankündigungen zu den Lehrveranstaltungen des AB Kirchenrecht.
Nähere Informationen auf der ILIAS-Plattform bei den einzelnen Lehrveranstaltungen.

 

Interview mit Prof. Bier zur Angemessenheit kirchlicher Corona-Verordnungen

Das Interview von Domradio Köln kann hier angehört werden.

 

 

Freiburger Münster

 

Video zum Nachschauen: "Mehr schlecht als Recht?" – Christoph Koller sprach bei der Langen Nacht der Universität

"Mehr schlecht als Recht? Warum die katholische Kirche ihr eigenes Recht hat" – Zu diesem Thema hat Christoph Koller als Vertreter der Theologischen Fakultät im Rahmen der LNU am Donnerstag, 14.11.2019, einen Vortrag gehalten.

Die Relevanz des Themas zeige sich vor allem auf Grund der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und ihrer Stellung als gesellschaftlicher Player. Ausgehend von der Frage, ob das kirchliche Recht eine Paralleljustiz sei, erklärte Koller die grundsätzliche Funktion des Kirchenrechts.
Als problematisch innerhalb der kirchlichen Gesetzgebung erweise sich zum einen das Fehlen einer Gewaltenteilung: "In der Kirche ist es so, dass der Papst und in ihrem Bereich die Bischöfe die volle, gesetzgebende, ausführende und richterliche Gewalt haben. Wenn Sie so wollen, haben Sie in Rom den letzten absoluten Monarchen Europas sitzen", so Koller. Zum anderen bewirke die "begriffliche Schwammigkeit" des kirchlichen Rechts in manchen Teilen eine Dysfunktionalität. Dies zeigte Koller exemplarisch an den rechtlichen Regelungen zum Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche. Im Vergleich mit entsprechenden Normen des weltlichen Rechts präsentierte Koller zwei Prinzipien der Rechtsgestaltung, die im kirchlichen Recht fehlen, nämlich Präzision und Transparenz.
Trotz der vorhandenen Schwierigkeiten im kirchlichen Recht resümiert Koller, "dass Recht und die Existenz von Recht immer besser ist als kein Recht, denn das Gegenteil von Recht ist nicht Freiheit, das Gegenteil von Recht ist Unrecht." Zu welcher Antwort Koller auf die titelgebende Frage "Mehr schlecht als Recht?" kommt, sehen Sie hier in der Aufzeichnung.
 

Hier geht's direkt zum Video.

 

Freiburger Delegation beim ersten LERU Theology and Religious Studies Early Career Seminar

Vom 11.-14.09.2019 nahm eine Gruppe von Post-Docs und Promovierenden der Freiburger Theologischen Fakultät zusammen mit drei Professoren am LERU Theology and Religious Studies (THRS) thematic group early career seminar an der University of Cambridge teil. LERU (League of European Research Universities) ist ein internationales Netzwerk von Universitäten, die sich durch intensive Forschung und Lehre auszeichnen.

Im Vordergrund standen die Forschungsprojekte der Nachwuchsforscher*innen, die bei seminar paper sessions vor- und zur Diskussion gestellt wurden. Die Kommunikation in englischer Sprache ließ (Landes-)grenzen verschwimmen; das Treffen war zudem geprägt von wertschätzendem Umgang, anregenden, interdisziplinären Diskussionen und einer durchweg angenehmen Atmosphäre. Die Teilnehmer*innen nutzten das Treffen außerdem, um freundschaftliche und wissenschaftliche Verbindungen herzustellen.

Für den Arbeitsbereich Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte stellten zwei Doktorand*innen ihre Dissertationsprojekte vor.
Steffen Engler präsentierte seine Forschungen über die viel diskutierte und aktuell von Papst Franziskus aufgeworfene Frage nach dem Zusammenhang von persönlichem Glauben und sakramentaler Ehe vor. Der mehrheitlich protestantischen Zuhörer*innenschaft vermittelte er spannende Einblicke in das katholische Eherecht.
Sarah Röser berichtete von ihrer Forschung zu den sog. "Loyalitätsobliegenheiten" katholischer Arbeitsgeber in Deutschland. Aktuell stellen Grundsatzurteile des Europäischen Gerichtshofs das von den deutschen Bischöfen erlassene kirchliche Arbeitsrecht in Frage. Daraus resultieren grundsätzliche Anfragen an das Verhältnis zwischen europäischem und nationalem (Verfassungs-)Recht und an das europäische Religionsverfassungsrecht. Und wo ließe sich über die europäische Dimension derzeit besser diskutieren als im Vereinigten Königreich?

Zum Bericht auf der LERU-Homepage geht es hier.

© Nathan McDonald

Die Freiburger Teilnehmer*innen waren (von links nach rechts): Steffen Engler, Karlheinz Ruhstorfer, Sarah Röser, Georg Bier, Daniela Blank, Stephan Tautz, Johannes Heger, Klaus Baumann

 

Publikumspreis der Salzburger Hochschulwochen (2. Platz) an Christoph Koller

Christoph Koller, Mitarbeiter des Arbeitsbereichs Kirchenrecht, wird mit dem mit 500 € dotierten zweiten Platz des Publikumspreises der Salzburger Hochschulen ausgezeichnet. Sein Vortrag „Simplify your Law? Wie Recht Komplexität bewältigt und was Theologie davon lernen kann“ hier zum Nachhören.

Christoph Koller hat im Wettbewerb um den Publikumspreis der Salzburger Hochschulwochen 2019 den zweiten Platz errungen. In seinem Vortrag „Simplify your Law? Wie Recht Komplexität bewältigt und was Theologie davon lernen kann“ zeigt er auf, wie die katholische Kirche speziell im Bereich des Kirchenrechts von Kriterien und Grundprinzipien des weltlichen Rechts lernen könnte. Kritik übte Koller in dem Kontext an einem gerade im Umgang mit komplexen Materien wie dem sexuellen Missbrauch unzureichend differenzierenden Kirchenrecht. Die Anwendung etwa der Grundprinzipien der Abstraktion, der Präzision und der Transparenz könnten helfen, die "Schwammigkeit des kirchlichen Rechts" zu reduzieren und so zu klareren Kriterien der kirchlichen Rechtsprechung zu kommen.

 ©Salzburger Hochschulwochen / Richard Frasl

  © Salzburger Hochschulwochen / Richard Frasl

© Kathpress / Henning Klingen

© Kathpress / Henning Klingen

Der erste Preis ging an den Erfurter Dogmatiker Dominique-Marcel Kosack, der dritte Preis an den Bonner Dogmatiker Moritz Findeisen, der an der Freiburger Theologischen Fakultät promoviert.
Alle Vorträge zum Nachhören und weitere Berichte auf den Seiten der Salzburger Hochschulwochen.
 

Termine

 

 

Personal tools