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Arbeitsbereich Religionspädagogik und Katechetik

Weil Religion Bildung braucht …

Willkommen

Bild © Johannes Heger

 

Aktuelles

Coronavirus - Lehrstuhl für Religionspädagogik bleibt erreichbar!

Die Leitung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie der Vorstand der Theologischen Fakultät haben verantwortungsbewusst auf die große Herausforderung durch die Coronakrise reagiert und sich auf einen umfangreichen Maßnahmenkatalog verständigt, der dazu beitragen soll, dem Virus Einhalt zu gebieten. Für den Lehrstuhl für Religionspädagogik hat dies v. a. folgende Konsequenz: Die Büros des Lehrstuhls bleiben vorerst leer.

Jedoch geht die wissenschaftliche Arbeit sowie die Betreuung der Studierenden bei allen Mitarbeiter*innen sowie bei Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf im Homeoffice weiter. Das bedeutet für Sie: Sie können gerne per E-Mail jederzeit Kontakt aufnehmen. (Die E-Mail-Adressen finden Sie hier) Für komplexere Anfragen, Anliegen etc. werden auf Wunsch gerne individuelle Telefontermine vereinbart. Zögern Sie nicht, von diesen Angeboten Gebrauch zu machen.

Und das Wichtigste: Kommen Sie alle gesund und munter durch diese aufreibende Zeit!

 


"Spoiled youth – betrogen durch Corona!" und was Religion anzubieten hat

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf veröffentlicht zwei Artikel zu den Grundverunsicherungen durch die Corona-Pandemie und darüber, was eine religiöse Perspektive darauf als Antwort geben kann, auf feinschwarz.net.

 

Angesichts der Grundverunsicherungen und des Kontrollverlusts in der Coronapandemie v. a. für junge Menschen  fragt Mirjam Schambeck sf, was christliche Religion und Theologie in der Krise anbieten kann.

 

Um auf die beiden Artikel zuzugreifen, wählen Sie folgende Links:

 

Weiteres auf Facebook unter: https://www.facebook.com/feinschwarz

Foto: Elisabeth Wöhrle sf   


"Religionsunterricht hinter der Maske"

Dr. Eva-Maria Spiegelhalter veröffentlicht einen Artikel zur Maskenpflicht im Unterricht und, was diese über Körperlichkeit und Theologie verrät, auf feinschwarz.net.

 

 

Als Religionslehrerin reflektiert Eva-Maria Spiegelhalter über die Erfahrung mit dem Tragen der Maske im Unterricht. Und sie verbindet es mit theologischen Überlegungen zur Körperlichkeit im Christentum und zur Frage von Identität.

 

Um auf den ganzen Artikel zuzugreifen, wählen Sie den Link.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Foto: Max Fischer von Pexels


Bibelwerk entwickelt Tutorial zur Bibeltheologischen Didaktik von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

 

Mirjam Schambeck zeigt in ihrer Bibeltheologischen Didaktik auf, dass die Begegnung von Leser*in/Hörer*in und biblischem Text auf Augenhöhe gelingen kann. Dabei werden intertextuelle Lesart und Verstehenskontexte der Lesenden miteinander in Bezug gesetzt: Leser*innen damals und heute verlebendigen und aktualisieren biblische Texte durch Sinngebung.

Die Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat dazu nun zwei Erklärvideos auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. Sie erklären in zwei Teilen die Begriffe des Modells von Mirjam Schambeck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Um auf die beiden Videos zuzugreifen, wählen Sie die folgenden Links: 

 


Digitale Antrittsvorlesung von PD. Dr. Christian Höger am 9. November

Schöner neuer Mensch? Transhumanismus als Herausforderung für die Religionspädagogik

 

Die Veranstaltung findet als Zoom-Meeting statt. Die Zugangsdaten finden sich untenstehend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  


Tagung „Ökumenisch sensibler Religionsunterricht im Horizont der Orthodoxie“

 

Die Tagung vom 10. - 12. Dezember in Würzburg wird in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie auf den 20.09.- 22.09.2021 in Würzburg verschoben. 

Das Tagungsprogramm bleibt zeitlich und inhaltlich dasselbe. Über Möglichkeiten zur Anmeldung für 2021 wird rechtzeitig informiert. 

 

In dieser Konferenz steht die in Deutschland lange Zeit vernachlässigte Perspektive des orthodoxen Christentums besonders im Fokus. Dabei sollen konzeptionelle und strukturelle Schritte in Richtung einer trikonfessionellen Ausweitung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts angedacht und diskutiert werden. Vor dem Hintergrund einer stetig wachsende Zahl orthodoxer Schülerinnen und Schüler, die am evangelischen und katholischen Religionsunterricht teilnehmen, soll über eine konfessionssensible religiöse Bildung nachgedacht werden, die orthodoxen Sichtweisen konstruktiv und kompetent Rechnung trägt.

Dr. Yauheniya Danilovich (Münster),  Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Freiburg),  Prof. Dr. Henrik Simojoki (Berlin) und Assist. Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis (GRC) leiten die Tagung, auf der der wissenschaftliche Austausch zwischen evangelischer, katholischer und orthodoxer Religionspädagogik intensiviert werden soll.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente: Band 26 und 27

 

 
 
 

Arens, Heribert/Machowiak, Martino, Lebendig alt sein (= Franziskanische Akzente 26), Würzburg 2020. 

Viele Bücher zum Thema Alter reden vom alt werden, kaum eines vom alt sein. Dieses Buch redet bewusst vom alt sein. Die Frage lautet nicht: Wie werde ich alt? Sondern: Wie bin ich alt? Die Antworten sind unterschiedlich. Sehr häufig ist die Rede von Würde. Das ist gut und notwendig. Heribert Arens und Martino Machowiak ist ein anderer Akzent wichtig: lebendig sein! Zu gern wird „alt und krank“ in einen Topf geworfen. Aber Alter ist keine Krankheit, auch wenn es sich häufiger mit Defiziten auseinandersetzen muss. Auch alte Menschen können lebendig, mit Lebenslust, Lebensenergie und der Frage "Was kann ich erst jetzt?" ihre Tage gestalten, selbst wenn das Alter ihnen Schweres zumutet. Diese Haltung wollen die beiden Autoren unterstreichen und fördern. Dazu ermutigt auch die Leben bejahende Spiritualität des Franz von Assisi.

 

 

 

 

 

 

 

 

Knobloch/Stefan, Das Hiersein übertreffen. Gottsuche in der Gegenwartsliteratur (= Franziskanische Akzente 27), Würzburg 2020.

In der Reihe „Franziskanische Akzente“ über moderne Literatur zu sprechen mag ungewöhnlich erscheinen. Jedoch: Franz von Assisi war ein Literat. Man denke nur an seinen Sonnengesang. Er war in seinem ganzen Leben wie in seinem Schreiben ein Verweis auf Gott. Auch heute können Literaten unterschiedlichster Coleur in eindrücklicher Weise die Gottesfrage aufwerfen. Zwei von ihnen stehen in diesem Band exemplarisch dafür: Elazar Benyoetz, ein israelischer Schriftsteller, insbesondere mit seiner Veröffentlichung „Aberwenndig. Mein Weg als Israeli und Jude ins Deutsche“; und Ulla Hahn mit ihrem Werk „Wir werden erwartet“. Ein kurzer Blick vorab auf unsere Zeitverhältnisse und auf Franziskus als Literat leitet das Buch ein

 

 

 

 

 

 

 

Konfessionslosigkeit als religionspädagogische Herausforderung 

Interuniversitäres (Zoom-)Oberseminar zu brennendem Thema

 

Besondere Zeiten erzeugen besondere Formate. So fand das interuniversitäre Oberseminar der Lehrstühle für Religionspädagogik aus Freiburg (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf) und Halle (Prof. Dr. Michael Domsgen) am vergangenen Wochenende (KW 27) als Zoom-Konferenz statt. Dies ermöglichte es rund 20 Teilnehmer*innen, aus ihren Büros und Wohnzimmern heraus über das religionspädagogisch brennende Thema der Konfessionslosigkeit zu reflektieren und diskutieren.

Den Ausgangspunkt des Austausches bildeten mehrere Input-Vorträge der Lehrstuhlinhaberin bzw. des Lehrstuhlinhabers: Prof. Dr. Michael Domsgen skizzierte unter dem Leitwort des „nicht mehr stimmigen Gefüges“, dass die Religionspädagogik schon immer eine Krisenwissenschaft gewesen sei und nunmehr aufgrund der sich ändernden Schülerschaft (Konfessionslose) vor einer neuen Herausforderung stünde. Dies zeige sich aktuell – laut der luziden Analyse des evangelischen Theologen – darin, dass das bisherige religionsdidaktische Gefüge aus Lehrer*innen, Schüler*innen und Stoff sowie deren religionsdidaktischer Bezüge nicht mehr austariert sei. In einem zweiten Vortrag buchstabierte Domsgen unter dem Leitgedanken eines positionellen Religionsunterrichts aus, wie ein weltanschauliches/religiöses Lernen im transformierten Gefüge aussehen könnte und warb für den Gedanken einer „exemplarischen Positionalität“. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ergänzte diesen thematischen Horizont um einen Vorschlag, den Religionsunterricht künftig zwar weiterhin bekenntnisorientiert, jedoch im Klassenverband zu unterrichten. Zudem gewährte sie erste Einblicke in eine Studie über religiöse Lern- und Bildungsprozesse mit Konfessionslosen und entwickelte dabei erste Leitlinien, wie ein Religionsunterricht in Planung und Gestaltung künftig aussehen müsse, um auch diese Lernenden nicht zu marginalisieren.
Ausgehend von diesen gehaltvollen Inputs und vor dem Hintergrund unterschiedlicher (religiöser) Lebens- und Lernkontexte aus Ost und West entstanden lebhafte Diskussionen, die immer wieder auf Grundsatzfragen religiösen Lernens hinausliefen. So wurde für die Teilnehmer*innen spätestens in der Abschlussrunde deutlich, dass die Konfessionslosigkeit nicht nur in Ostdeutschland ein wesentlicher Baustein ist, den es für einen subjektorientierten Religionsunterricht zu bedenken gilt.


Einig waren sich die Teilnehmer*innen zudem, dass der lebendige Austausch eine Fortsetzung verdient – am besten ohne Distanz und mit der Möglichkeit einer noch persönlicheren Begegnung (auch bei Wein und Bier am Abend).
 


Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente Band 24 und 25

 

  
 
Eckolt, Margit, Frauen in der Kirche. Zwischen Entmächtigung und Ermächtigung (= Franziskanische Akzente 24), Würzburg 2020. 

Wenn es mit der Kirche weitergehen soll, dann muss über Klerikalismus und Macht geredet, die Beteiligung von Frauen umgesetzt und endlich einer breiten Teilhabe der Gläubigen an Entscheidungsprozessen viel zugetraut werden. In der Spannung von "Entmächtigung" und "Ermächtigung", die Frauen von Beginn an in der Kirche erlebt haben, arbeitet dieser Band die Erfahrungen, Praktiken und theologisch-geistlichen Reflexionen von Frauen heraus und zeigt auf, was sich hier an Inspirierendem, Konkretem und Praktischem für heute auftut. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schambeck, Mirjam/Wöhrle, Elisabeth, Im Innern barfuß. Auf der Suche nach alltagstauglichem Beten (= Franziskanische Akzente 25), Würzburg 2020.

Beten kann man nur "barfüßig" – also ohne etwas, was man sonst gerne zwischen sich, die anderen und Gott schiebt. Beten ist der tägliche und andauernde Versuch, immer durchlässiger zu werden für das Eigentliche, die Menschen und Gott. Wie aber geht das? Was ist überhaupt Beten? Erschöpft es sich im Reden mit etwas Größerem, mit Gott? Was hat Beten mit mir zu tun und meinem Alltag?

Inspiriert durch Gedichte und Texte von (Gott-)Sucherinnen und -Suchern geht das Buch diesen Fragen nach und lädt dazu ein, entlang der franziskanischen Spiritualität alltagstauglich beten zu lernen, "barfüßig" eben, oder mit den Worten von Joachim Ringelnatz: „die Schuhe, die blind machen, auszuziehen und den Weg mit den Zehen zu sehen.“

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier

 


Interuniversitäres Oberseminar in Bamberg - 10./11.01.2020

 

Am 10./11. Januar 2020 trafen sich die Oberseminare der Religionspädagogik-Lehrstühle der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingoldstadt sowie der Otto-Ludwigs-Universität Bamberg zu einer gemeinsamen, durch den Lehrstuhl von Herr Prof. Dr. Konstantin Lindner vorbereiteten Tagung in Bamberg.

Im Rahmen des seit Jahren etablierten interuniversitären Oberseminars haben Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit, ihre Qualifikationsarbeiten einer größeren "scientific community" zu präsentieren und im kritisch-diskursiven Austausch hilfreiche Impulse für das eigene Forschen zu erhalten.

Darüber hinaus war dieses Treffen wieder konstruktive Plattform für weitere Inputs und Diskussionen zu aktuellen Themen und Trends der Religionspädagogik

Herrn Prof. Dr. Lindner und seinem Team ein herzliches Dankeschön für die Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen interuniversitären Oberseminars.

 


 

Schule setzt sich auseinander mit Antisemitismus und Antiislamismus
Pater Dr. h. c. Claus Mertes begeisterte zahlreiche Zuhörer*innen beim Gastvortrag
 

Antisemitismus und Antiislamismus seien nicht nur Probleme der Gesellschaft und Politik, sondern längst auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern angekommen, so ist es in jüngster Zeit immer wieder zu lesen. Pater Dr. h. c. Claus Mertes, Direktor des Kollegs St. Blasien, verdeutlichte bei einem Gastvortrag am 7.1.2020 an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität mit zahlreichen Geschichten sowie systematisierten Analysen aus dem schulischen Alltag, dass dieser Befund weit mehr ist als eine Floskel besorgter Intellektueller und Schule sowie Pädagogik zum Handeln aufrufe.


Der von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Inhaberin des Lehrstuhls für Religionspädagogik, eingeladene Jesuit machte jedoch deutlich, dass eine angemessene pädagogische Antwort nicht darin zu suchen sein kann, Menschen in der Schule so zu „kneten“, dass diesen Tendenzen gewehrt würde. Auch müsse Abschied genommen werden von der Illusion, man könne mit einem Projekt alle Probleme lösen. Vielmehr ginge es auf der inhaltlichen Seite – so eine Hauptlinie seines mitreißenden Vortrages – darum, im Religionsunterricht alle (!) Religionen kritisch-reflexiv zu thematisieren, um Stereotypen und Feindbildern vorzubeugen. Ferner bedürfte es auf der menschlichen Seite der Auseinandersetzung mit Feindseligkeiten gegenüber Islam und Judentum sowie dem Aufbau einer Haltung, aus der eine Schulkultur der Toleranz und Akzeptanz wachsen könne. Letzteres, so machte Mertes deutlich, beträfe nicht nur Schüler*innen, sondern auch Lehrer*innen und Eltern und ließe sich nicht als „fertiges Rezept“ formulieren, sondern eher als ein Prozess der Suche verstehen.


Der überfüllte Seminarraum der Religionspädagogik und die intensive Diskussion nach seinem Vortrag verdeutlichten, dass auch die Studierenden der Theologischen Fakultät sowie zahlreiche Gäste problembewusst sind und mit auf der Suche sein wollen nach Mitteln gegen Antisemitismus und Antiislamisus. Inwiefern und wie religiöse Bildung weiterhin auf diese bedenklichen gesellschaftlichen Phänomene reagieren muss, damit beschäftigt sich das Hauptseminar von Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf – „Es gibt kein Recht zu gehorchen“ (H. Arendt): Religiöse Bildung angesichts wachsenden Antisemintismus, Antiislamismus und erstarkender sog. „identitärer Bewegungen“ –, in das der Vortrag eingebettet war, noch bis zum Ende des Wintersemesters 2019/2020.
 

 

 


Religionspädagogik im Frühen Christentum?

Gastvortrag von Prof. Dr. Josef Lössl am 18.12.2019

Die Alte Kirchengeschichte beforscht historisch-religiöse Kontexte der Antike, die Religionspädagogik reflektiert und beforscht religiöse Lern- und Bildungsprozesse in der Postmoderne. So ließe sich das Mindset der meisten Theolog*innen über die Zuordnung und Struktur der beiden akademischen Disziplinen beschreiben.


Dass religiöse Bildung jedoch ab Beginn einen Teil der Geschichte des Christentums ausmacht, verdeutlichte Prof. Dr. Josef Lössl in einem vielseitigen Gastvortrag am 18.12.2019. Dabei stellte der Kirchenhistoriker der Universität Cardifff die generelle Bedeutung von Bildung in der Antike dar und machte an zahlreichen Beispielen deutlich, inwiefern sich eine genuin christliche Bildung entwickelte. In der Abschlussdiskussion wurde u. a. darüber diskutiert, ob eine christliche Bildungskonzeption sich inhaltlich oder formal bestimmen lässt und ob die Postmoderne das Christentum zu einer erneuten Konturierung ihres Begriffs und Konzepts von Bildung herausfordert.


Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, die Inhaberin des Lehrstuhls für Religionspädagogik, freute sich sehr darüber, dass Prof. Dr. Josef Lössl sich im Rahmen seiner Gastprofessur am Arbeitsbereich Neutestamentliche Literatur und Exegese der Aufgabe stellte, einen Blick auf die religiöse Bildung zu werfen. Auch die zahlreich erschienen Studierenden waren fasziniert von dem ungewohnten Blick auf die religiöse Bildung von gestern, die für die Bildung von heute und morgen zu denken gibt.
 

  

 


 

Gastvortrag von Prof. Dr. Josef Lössl am 18. Dezember 2019

Zwischen Kultraum und Klassenzimmer - "Religionspädagogik" im Frühen Christentum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Gastvortrag von Pater Dr. h.c. Klaus Mertes SJ am 7. Januar 2020:

Schule setzt sich auseinander mit Antisemitismus und Antiislamismus – Initiativen und best practice Beispiele

 

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„Christkind“ – „Sohn Gottes“ – „halb Mensch, halb Gott“

Habilitationsvortrag von AOR Dr. Christian Höger

 

AOR Dr. Christian Höger referierte – passend zum nahenden Weihnachtsfest – am 28.11. an der Albert-Ludwigs-Universität zum Thema „Christkind“ – „Sohn Gottes“ – „halb Mensch, halb Gott“. Dabei gewährte er Einblick in empirische Studien zu kindlichen Vorstellungen über Jesus Christus und das Christkind. Ausgehend von diesen Befunden entwickelte der Akademische Rat für Religionspädagogik der PH Freiburg Linien für die Entwicklung einer Christologiedidaktik für die Grundschule.
Mit diesem Vortrag und einem anschließenden Kolloquium ging Dr. Christian Höger zudem den letzten Schritt auf dem Weg zur Habilitation im Fach Religionspädagogik. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Bild), die Betreuerin der Habilitationsarbeit, und der gesamte Lehrstuhl für Religionspädagogik der Albert-Ludwigs-Universität gratulieren dem frisch gebackenen Privatdozenten herzlich!

 

 
 


 


 

Freiburger Delegation beim ersten LERU Theology and Religious Studies Early Career Seminar

 

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Zur Freiburger Delegation zählten (von links nach rechts): Steffen Engler, Karlheinz Ruhstorfer, Sarah Röser, Georg Bier, Daniela Blank, Stephan Tautz, Johannes Heger, Klaus Baumann

 

 

 

 

 

 

Vom 11.-14.09.2019 trafen sich Theolog*innen und Religionswissenschaftler*innen aus Cambridge, Genf, Heidelberg, Helsinki, Kopenhagen, Leuven, Lund, München, Oxford, Paris, Straßburg, Zürich und Freiburg zum ersten early career seminar der LERU Theology and Religious Studies (THRS) thematic group an der University of Cambridge. Durch dieses internationale und interdisziplinäre Setting kam es zu einem inspirierenden fachlichen sowie zwischenmenschlichen Austausch, der häufig die Perspektivität des eigenen Denkens aufdeckte und spannende Vernetzungen anbahnte. Im Vordergrund der Tagung standen Forschungsprojekte der Nachwuchswissenschaftler*innen, die in seminar paper sessions vorgestellt und diskutiert wurden.
Zur Freiburger Delegation gehörte auch Dr. Johannes Heger vom Lehrstuhl Religionspädagogik. Unter dem Titel „On the way to a didactical concept for religious education in the field of eschatology” gab der wissenschaftliche Mitarbeiter Einblick in seine Habilitationsstudie, in der Konturen einer Eschatologiedidaktik entwickelt werden. Besonders fasziniert zeigten sich die Zuhörer*innen von eschatologischen Gedanken Jugendlicher – speziell zum „Täter-Opfer-Problem“ –, die in einer empirischen Explorationsstudie erhoben wurden.

Zum Bericht auf der LERU-Homepage geht es hier.
 


Neuerscheinung: Roadtrips zur Gottesfrage 

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Schambeck, Mirjam/Verburg, Winfried (Hg.), Roadtrips zur Gottesfrage – Wenn es im Religionsunterricht um Gott geht, München 2019. 

Die Roadtrips zur Gottesfrage hatten ihren Anfang beim 14. Arbeitsforum für Religionspädagogik der Pädagogischen Stiftung Cassianeum im Frühjahr 2019. Das vorliegende Buch dokumentiert die Suchbewegungen dieser Tagung, erweitert den Diskurs aber um Aspekte, die auf der Tagung noch nicht bearbeitet und diskutiert wurden.
„Der Religionsunterricht weckt und reflektiert die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschen und ermöglicht eine Antwort aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche“, so die erste Zielbestimmung des Beschlusses zum Religionsunterricht in der Schule der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland von 1974.

Die Suchbewegungen dieser Roadtrips zur Gottesfrage garantieren nicht, ans Ziel zu kommen. Sie wollen aber anregen, die Reise fortzusetzen und Mut machen, sich im Religionsunterricht mit den Schüler*innen weiter sowohl intellektuell als auch existentiell dieser Frage auszusetzen, um dem großen Geheimnis Gott nachzuspüren, sei es als Reisende*r oder als Reisebegleiter*in für Schüler*innen.

 

 

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.

 


Neuerscheinung: Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik

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Schambeck, Mirjam/Simojoki, Henrik/Stogiannidis, Athanasios (Hg.), Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik. Grundlegungen im europäischen Kontext, Freiburg i. Br. 2019.

Ökumene öffnet Grenzen! Aus dieser Überzeugung heraus präsentiert der Band Konturen einer ökumenischen Religionsdidaktik, die in dialogischer Verschränkung von evangelischen, katholischen und orthodoxen Perspektiven Gestalt gewinnt. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie religiöse Bildung in der Schule ökumenisch sensibel verantwortet und angelegt werden kann. Dies wird in den Beiträgen kontextuell verortet, theologisch reflektiert und religionsdidaktisch entfaltet.

 

 

 

 

 

 

 

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Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente 21, 22 und 23

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Hose, Burkhard, Es reicht. Für eine Kultur des Teilens (= Franziskanische Akzente 21), Würzburg 2020.

Für eine neue Kultur des Teilens einzutreten bedeutet weit mehr als Almosen zu geben. Es geht um die Bereitschaft, das eigene Leben zu ändern. Gemeint ist die Abkehr von einer reinen Charity-Haltung, die zwar den Armen Anteil am Überfluss der Reichen gibt, aber nichts an den ungerechten Verhältnissen ändert.

Auf den Spuren Jesu und in der franziskanischen Tradition zu teilen heißt hingegen: Statusunterschiede zwischen Menschen abbauen. Auf Macht und Privilegien verzichten – nicht um des Verzichts, sondern um der Gerechtigkeit willen. Allen Menschen die gleiche Würde zuerkennen und die Verhältnisse so ändern, dass Menschen ihre Würde auch leben können. Auf dem Weg des Teilens zu erleben, dass es für uns gemeinsam reicht, entfaltet der Autor in diesem Buch Schritt für Schritt.

 

 

 

 

 

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Kusters, Nikolaus, Spiegel des Lichts. Franz von Assisi – Prophet der Weltreligionen (= Franziskanische Akzente 22), Würzburg 2019.

Mitten im Fünften Kreuzzug traf sich Franziskus 1219 in Ägypten mit dem islamischen Oberherrscher, Sultan al-Kāmil. Diese Friedensmission blieb zwar politisch erfolglos, ging aber als prophetisches Zeichen in die Geschichte ein. Eine ihrer späten Früchte sind die großen Friedensgebete der Welt- und Naturreligionen, die sich seit 1986 in Assisi treffen, um für eine friedlichere, menschlichere und gerechtere Welt einzustehen.
Niklaus Kuster zeichnet nach, wie sich die Horizonte des jungen Franziskus schrittweise weiteten, bis er nach seinen Erfahrungen mit dem Islam Rundbriefe an die Menschheit richtete. Heilige Texte der Weltreligionen stützen jene Mystiker, die von Geschwisterlichkeit ohne Grenzen sprechen. Abschließend werden „Zehn franziskanische Optionen“ genannt, die den eigenen Umgang mit Menschen anderer Religionen inspirieren. Diese können als Geschwister entdeckt, freundschaftlich gewonnen und auch Gefährten in der zunehmend säkularen Welt werden.

 

 

 

 

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Frerichs, Jan, Nach der Erleuchtung: Boden wischen. Ein franziskanisches Alltagsprogramm (= Franziskanische Akzente 23), Würzburg 2019.

Franz von Assisi war gewiss kein “alltäglicher" Heiliger. Er war ein Aussteiger, verzichtete auf Eigentum und bürgerliches Leben, verbrachte die meiste Zeit auf Wanderschaft und in der Natur. Und doch war seine radikale Gottsuche keine Weltflucht, sondern ein Platznehmen mitten in der Welt. Franziskus machte keinen Unterschied zwischen heilig und profan. Er suchte das Heilige im Profanen und das Profane im Heiligen. Er erwartete Gott "im Dazwischen". Und Gott zu erwarten bedeutet, nicht schon zu wissen, wo er genau ist.

Jan Frerichs entwickelt aus dieser Grundhaltung einen spirituellen Weg für moderne Stadteremiten und solche, die es werden wollen - biblisch fundiert, franziskanisch verwurzelt und radikal verortet im "Alltäglichen": in Arbeit und Kreativität, in einfachem Leben, Gebet, Gemeinschaft und liebendem Engagement für die Welt.

 

 

 

 

 

 

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Social Media als „Kommunikationsort“ von Religion

Gastvortrag von Dr. Viera Pirker
 

Dass religiöse Bildung stets kontextuell geschehen muss und dass es dazu einer Wahrnehmung der Lebenswelt bedarf, gehört längst zur Grammatik der Religionspädagogik dazu. Die digitale und mediale Prägung dieser v. a. kindlichen und jugendlichen Lebenswelt wird jedoch erst anfanghaft religionspädagogisch bedacht und beforscht. Eine der Pionierinnen dieses Feldes ist Dr. Viera Pirker, die am Dienstag, 10.7.2019, einer Einladung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf zur Gastvorlesung nach Freiburg gefolgt ist.
Dem interessierten Auditorium vergegenwärtigte die Wiener Religionspädagogin theoretisch-analytisch, aber auch praktisch-exemplarisch, dass religiöse Kommunikation sich bereits hier und heute im Raum des Medialen vollzieht. Feinsinnig und vielschichtig machte sie dies am Beispiel des Instagram-Accounts „blessedisshe_“ deutlich.
 

Als einen religionspädagogischen Anknüpfungspunkt markierte Pirker u. a. die Selbstreflexion der Mediennutzung, wozu sie die Hörer*innen mittels „Mentimeter“ live befragte (Bild). Einen weiteren Akzent ihres Vortrags bildete die Schulung einer (kritischen) Medienkompetenz.
Am Vorabend des Gastvortrags stellte Dr. Viera Pirker mit dem „Migrationskompass“ im Rahmen des religionspädagogischen Oberseminars von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ein weiteres Produkt ihrer vielfältigen Forschung vor.

 

Die PPT zum Vortrag finden Hörer*innen der Vorlesung auf ILIAS.

Empfehlungen zu Literatur und Links zum Themenfeld "religiöse Bildung und Digitalisierung" von Dr. Viera Pirker finden Sie hier.
 

 


Nachruf auf Prof. Dr. Günter Biemer

* 30. September 1929 in Mannheim; + 1. Juni 2019 in Staufen

Prof. Dr. em. Günter Biemer wechselte nach seiner Lehrtätigkeit am Priesterseminar St. Peter und der Universität Tübingen 1970 an die Freiburger Universität. Von 1970 bis 1994 hatte er den Lehrstuhl für Religionspädagogik in Freiburg inne. Neben grundlegenden Arbeiten zur Didaktik des Religionsunterrichts und zur Sakramentenkatechese leitete Kollege Biemer ein Forschungsprojekt zum „Lernprozess Christen Juden“.

Gerade in Zeiten wie den unseren, in denen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus aus dem kommunikativen Gedächtnis zu verschwinden droht, ist es wichtig, dieses zu einem kollektiven Gedächtnis weiterzuentwickeln. Die Arbeiten von Prof. Dr. Günter Biemer haben dazu Entscheidendes beigetragen. Er erwarb sich große Verdienste im jüdisch-christlichen Dialog und gehörte zu den wichtigen Protagonist*innen jüdisch-christlicher Zusammenarbeit.

Im Zentrum seines Schaffens standen die Person und das Werk des englischen Theologen und Kardinals John Henry Newman. Eine der Früchte seiner Arbeit ist eine umfangreiche Biographie des englischen Denkers, die zuletzt in einer völlig neu bearbeiteten Auflage wieder erschienen ist. Sie zählt zu den Standardwerken der Newman-Forschung. Darüber hinaus war der Verstorbene Gründer und Ehrenvorsitzender der internationalen John Henry Newman-Gesellschaft.

In der akademischen Lehre beschritt Kollege Biemer zu Beginn der 1970er Jahre damals noch ungewohnte Wege, die die Partizipation der Studierenden förderten. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Forscher und Lehrer an der Universität war Prälat Biemer in der Seelsorge tätig und hielt so den auch für die wissenschaftliche Arbeit unerlässlichen Kontakt zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen.

Für sein großes Engagement als Forscher, Lehrer und Seelsorger gilt Prof. em. Dr. Günter Biemer der Dank auch vonseiten des derzeitgen Lehstuhlteams.
R.I.P.

 


 

 

Gastvortrag von Dr. Viera Pirker zum Thema Socialmedia als "Kommunikationsort" von Religion am 10.07.2019

 

Gastvortrag 10.07. Dr. Pirker

 


Universitäre und schulische (Aus-)Bildung von Religionslehrer*innen Hand in Hand

Vernetzungstreffen zwischen dem Lehrstuhl für Religionspädagogik und Seminarlehrer*innen für kath. Religionslehre haben sich etabliert.


Dass (Religions-)Lehrer*innen fachlich und (religions-)didaktisch kompetent sein sollen, ist nicht erst seit dem PISA-Schock ein lautstark artikulierter Wunsch von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Eltern und Schüler*innen. Wie aber eine optimale Ausbildung von (Religions-)Lehrkräften konkret gelingen kann und welche Maßnahmen dazu zu ergreifen sind, wird dagegen intensiv diskutiert. Unbestritten ist dabei, dass die stärkere Verzahnung der verschiedenen theoretischen und praktischen Ausbildungsphasen eine bedeutende Rolle spielt.

Deshalb lädt der Lehrstuhl für Religionspädagogik unter Leitung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und unter Mitarbeit von Dr. Johannes Heger seit 2017 regelmäßig Seminarlehrer*innen für den katholischen Religionsunterricht zu Vernetzungstreffen an die Albert-Ludwigs-Universität ein. Durch den persönlichen Kontakt, den kontinuierlichen Austausch und die gegenseitige perspektivische Bereicherung des kontinuierlich gewachsenen Kreises wird somit stetig an der Verbesserung der Professionalisierung von Religionslehrer*innen gearbeitet. Derzeit bildet die (Neu-)Gestaltung des Praktikumssemesters auch durch die neue Forschungsstelle mit Dr. Eva-Maria Spiegelhalter einen Arbeitsschwerpunkt der Vernetzungsgruppe.

 

 


 

Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont


Ein international-religionspädagogisches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis

 

 

 


 

Religionspädagogisches Tutorat im Wintersemester 2018/2019

 

Das Tutorat zur religionspädagogischen Vorlesung findet im Wintersemester an folgenden Terminen statt:

 

29.10.2018 / 21.11.2018 / 26.11.2018 / 10.12.2018 / 17.12.2018  jeweils von 14.00 - 16.00 Uhr

 

KG I / Raum 1309

 

 


 

Ausgelagerte Bücher und Zeitschriften während der Umbauphase bis voraussichtlich 31.12.2018

 

Die Bibliothek des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Katechetik (R 1336-38) ist während der Umbauphase bis voraussichtlich 31.12.2018 nicht zugänglich.

Wichtige Bücher und Zeitschriftenbände werden in dieser Zeit in den Raum R 1346/1347 ausgelagert.

Die Liste der ausgelagerten Bücher und Zeitschriften finden sie hier.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei ausschließlich um Präsenzbestände handelt !

 


 

Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont

Ein international-religionspädagogisches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis

Hintergrund und Ziel

Die europäische Religionsdidaktik muss sich heute zahlreichen Herausforderungen stellen, zu deren wichtigsten zweifelsohne die religiöse bzw. konfessionelle Pluralisierung gehört. Greifbar wird diese u. a. auch im Religionsunterricht: Obwohl die Zahl orthodoxer Schüler*innen in Deutschland bspw. seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt, besuchen die orthodoxen Schüler*innen doch mehrheitlich nicht den bereits mancherorts angebotenen orthodoxen Religionsunterricht, sondern nehmen am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil. In Griechenland gehören dagegen zwar nominell 95% der Staatsbürger dem orthodoxen Christentum an, doch führt die zunehmende Entflechtung von Staat und Kirche, die sich in den neuen Lehrplänen für Religion niederschlägt, auch dort zur Notwendigkeit, den Religionsunterricht im Spannungsfeld zwischen Religionskunde und konfessionellem Religionsunterricht neu zu denken.
Diese zwei Beispiele weisen auf eine komplexe Aufgabenstellung hin, der sich die europäische Religionsdidaktik stellen muss: Zwar wird in der Disziplin vielfach von der Notwendigkeit einer Differenzsensibilität gesprochen. Wie sich jedoch ein religionspädagogisch verantworteter positioneller Religionsunterricht weiterhin vor dem Hintergrund konfessioneller Majoritäts- und Minoritäts-Konstellationen gestalten kann, ist längst nicht ausgemacht – und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen. So bedarf es u. a.

  • eines Diagnostik-Instrumentariums, das die postulierte Differenzsensibilität operationalisiert,
  • einer modulierten Inszenierung von Lehr- und Lernprozessen bis hin zu bedachten Aufgabenstellungen,
  • überarbeiteter Lehrpläne, die einer produktiven Verschränkung konfessioneller Perspektiven zusteuern, und nicht zuletzt
  • eines ökumenischen Grundkonsenses bzgl. religiöser Bildung und damit zugleich der Ausbuchstabierung einer ökumenischen Religionsdidaktik.

 

Forschungsprozess und Symposien
Durch den Kontakt im Rahmen vorhergehender Kooperationen kristallisierte sich bei Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis die Überzeugung heraus, dass die Bearbeitung dieser komplexen internationalen Frage- bzw. Aufgabenstellung auch einer internationalen und auf die scientific community gestützten Bearbeitung bedarf. Diese wird nun konkret im Rahmen zweier Symposien umgesetzt, an denen zahlreiche namhafte orthodoxe, evangelische und katholische Religionspädagog*innen teilnehmen werden:
  • 5.-9.10.2018 (Thessaloniki): „Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont. Reflexionen zum Religionsunterricht in konfessionellen Majorität-Minoritäts-Konstellationen“
  • 4.-8.10.2019 (Würzburg): „Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont. Religionsdidaktische Konkretisierungen einer ökumenischen Religionsdidaktik in unterschiedlichen Kontexten"

 

 


 

Gastvortrag von Prof. Dr. Johanna Pink zum Thema "Ästhetik im Islam"

 

Obwohl der Islam derzeit in politischen, gesellschaftlichen und theologischen Diskussionen äußerst präsent ist, kursieren in diesen Diskussionen oftmals weniger Fakten als vielmehr Klischees über den Islam: So ist häufig von „dem“ Islam die Rede und davon, dass er eine Buchreligion sei.

Prof. Dr. Johanna Pink (Link) verdeutlichte in ihrem Gastvortrag „Ästhetik im Islam" im Rahmen des religionspädagogischen Hauptseminars „Religion und Kunst“ am 19.6. eindrücklich, dass es sich tatsächlich realiter anders verhält. Anhand zahlreicher Bild-, Video- und Tonbeispiele aus verschiedenen zeitlichen und örtlichen Kontexten der islamischen Tradition stellte die Professorin für Islamwissenschaft und Geschichte des Islam der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg drei große Linien islamischer Ästhetik heraus: So könne von einer visuellen (u. a. Gemälde und Wandmalereien), einer akustischen (u. a. Ruf zum Gebet) und einer Ästhetik des Erlebens (u. a. Sufismus) gesprochen werden.

Im Vortag und v. a. der angeregten Diskussion mit den interessierten Zuhörer*innen wurde deutlich, wie reich die islamische Tradition – nicht nur im Bereich der Ästhetik – ist und wie unterschiedlich diese von verschiedenen Strömungen des Islam aufgegriffen wird. Dies verdeutlichte den Gästen zum einen die Notwendigkeit, gegenwärtige Klischees über den Islam zu hinterfragen. Zum anderen wurde auch deutlich, dass es auch einer intensiv(er)en christlich-theologischen Beschäftigung mit dem Islam bedarf – nicht nur in der Religionspädagogik. 

 


 

Gastvortrag von Prof. Dr. Meinrad Walter zu J. S. Bachs Johannespassion

 

Die ästhetische Musik auf der einen und die rationale Theologie auf der anderen Seite sowie der alte Meister Johann Sebastian Bach einerseits und die auf das Hier und Heute ausgerichtete Religionspädagogik andererseits? – Zunächst scheinen sich zwischen diesen Welten garstige Gräben aufzutun.

Dass dem nicht so ist und welche Schätze sich für die Theologie und die Religionspädagogik aus der Beschäftigung mit Johann Sebastian Bachs Johannespassion heben lassen, verdeutlichte Prof. Dr. Meinrad Walter am 8.5.2018 bei seinem Gastvortrag im Rahmen des von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf geleiteten Hauptseminars „Religion und Kunst“. Als ausgewiesener Fachmann auf beiden Feldern illustrierte der im Amt für Kirchenmusik (Erzdiözese Freiburg) tätige Dozent, dass Religion und Musik vielmehr Halbgeschwister darstellten, die sich gegenseitig befruchten und herausfordern können. Die Musik könnte, so eine starke Linie des Workshops, die Offenbarung für viele Menschen auf eine zugängliche Weise eröffnen und so eine wichtige Rolle für den Verkündigungsauftrag der Kirche spielen. Für den religionspädagogischen Kontext arbeitete Meinrad Walter an zahlreichen Text- und Tonbeispielen heraus, dass Bachs Themen darüber hinaus auch zutiefst menschliche Themen sind, die – wenn sie verstanden werden – auch einen Resonanzraum für heutige (religiöse) Lebenserfahrungen bieten können.

Diese pointierte Erschließung von Bachs Werk begeistere die Workshop-Teilnehmer/-innen – nicht zuletzt wegen des leidenschaftlichen Vortrags.

 


Exkursion zur „Drei-Religionen-Schule“ nach Osnabrück

 

Dass interreligiöses Lernen gerade angesichts der jüngsten Migrationsbewegungen und des sich verstärkenden Religionsplurals eine entscheidende Facette der Religionsdidaktik darstellt, ist unumstritten. Wie interreligiöses Lernen jedoch in der Praxis gelingen kann und welche Strategien und Konzepte dabei tragfähig sind, ist alles andere als ausgemacht. Vor diesem Hintergrund kann die „Drei-Religionen-Schule“ in Osnabrück als mutiges und innovatives Leuchtturmprojekt gelten, wird an dieser Schule doch nicht nur über interreligiöse Kompetenz geredet, sondern dieses auch eingeübt. (Näheres zur Schule und ihrem schul- bzw. religionspädagogischen Konzept finden Sie hier ).

Unter der Leitung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf waren 20 Studierende der Theologischen Fakultät vom 11. bis zum 13.04.2018 in Osnabrück zu Gast, um eigene Eindrücke zu gewinnen und ihr Wissen um das interreligiöse Lernen zu vergrößern.

Dabei waren es vor allem die persönlichen Begegnungen, die den eignen Horizont erweiterten: Schulrätin i. K. Claudia Sturm berichtete lebhaft nicht nur vom religionspädagogischen Konzept der „Drei-Religionen-Schule“, sondern auch von Anfangsschwierigkeiten bei deren Realisierung. Oberschulrat i. K. Dr. Winfried Verburg gab Einblicke, wie die Religionssenibilität auch an weiterführenden Schulen in katholischer Trägerschaft umgesetzt wird. Yitzchak Avraham Radbil, der Leiter der jüdischen Gemeinde in Osnabrück, machte deutlich, wie schwierig es in Deutschland weiterhin ist, jüdisch zu leben und welche Chancen er in der „Drei-Religionen-Schule“ sieht. Der islamische Religionspädagoge Dr. Jörg Ballnus von der Universität Osnabrück half den Seminarteilnehmer*innen dabei, über die Bedeutung Mohammeds für den Trialog der monotheistischen Religionen nachzudenken. Über die Schulkultur, das Schulleben und ganz praktische Facetten des Schulalltags an der „Drei-Religionen-Schule“ informierte Schuldirektorin Birgit Jöring bei einer Schulführung.
Weitere Impressionen der Exkursion finden Sie hier.
 


"Was im Religionsunterricht so läuft“ – 41. Symposium der Didaktik-Sektion der AKRK in Würzburg


 

Am 19. und 20.01.2018 trafen sich rund 70 katholische, evangelische, orthodoxe und islamische Religionspädagogen*innen im Bildungshaus Himmelspforten in Würzburg zum 41. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik, zu dem Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Freiburg) und Prof. Dr. Ulrich Riegel (Siegen) eingeladen hatten. Angestoßen durch vier Hauptvorträge (Flyer) wurde dabei über verschiedene Formen der religionspädagogischen empirischen Unterrichtsforschung intensiv nachgedacht und reflektiert:

  • Prof. Dr. Rudolf Englert (Essen) referierte über die sequenzielle Fallanalyse

  • Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (Tübingen) referierte über Interventionsstudien im RU

  • Prof. Dr. Claudia Gärtner (Dortmund) referierte über fachdidaktische Entwicklungsforschung

  • Prof. Dr. Thorsten Knauth (Essen) referierte über kontextbezogene Religionsunterrichts-Forschung

Einen organischen Teil dieser wissenschaftlichen Selbstvergewisserung bildeten auch Posterpräsentationen von Nachwuchswissenschaftler*innen.

Zugleich bedeutete das Sektionstreffen auch einen Übergang: Nach vier Jahren wurde Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf mit starkem Beifall für ihre geleistete Arbeit aus dem Amt der Sektionssprecherin verabschiedet. Nunmehr liegt die Leitung der Sektionsarbeit in den Händen des neu gewählten Sprecherteams Prof. Dr. Konstantin Lindner (Bamberg) und Prof. Dr. Ulrich Riegel (Siegen).

Materialien und Impressionen der Tagung finden Sie hier.


Interuniversitäres Oberseminar in Würzburg - 12./13.01.2018

 

 

Am 12./13. Januar 2018 trafen sich die Oberseminare der Religionspädagogik-Lehrstühle der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zu einer gemeinsamen, durch den Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf vorbereiteten Tagung in Würzburg. Im Rahmen des seit Jahren etablierten interuniversitären Oberseminars haben Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Gelegenheit, ihre Qualifikationsarbeiten einer größeren „scientific community“ zu präsentieren und im kritisch-diskursiven Austausch hilfreiche Impulse für das eigene Forschen zu erhalten. Darüber hinaus gibt es weitere Inputs zu aktuellen Themen und Trends der Religionspädagogik. Einen Impuls besonderer Art bildete in diesem Jahr der Besuch der künstlerisch sowie liturgisch bedacht umgestalteten Augustinerkirche in Würzburg. 

(augustinerkirche-wuerzburg.de/)


Folgende Projekte und Vorträge wurden präsentiert:

 

  • Florian Brustkern (Bamberg): Wissenssoziologische Diskursanalyse als religionspädagogischer Forschungszugang. Einblicke am Beispiel religiöser Erlebnispädagogik (Dissertationsprojekt)
  • Akad. Dir. Klaus König (Eichstätt): Was eigentlich heißt „learning from religion“?
  • Dr. Johannes Heger: Sondierungen und Systematisierungen im Feld der Eschatologiedidaktik (Habilitationsstudie)
  • Prof. Dr. Konstantin Lindner: Der Beitrag des Religionsunterrichts zu kultureller Bildung. Einordnung und Perspektiven

 


Weiter zurückliegende Beiträge finden Sie im Archiv des Arbeitsbereichs.


 

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