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Beiträge aus dem Jahr 2018

Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont

Ein international-religionspädagogisches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Religionspädagogisches Tutorat im Wintersemester 2018/2019

 

Das Tutorat zur religionspädagogischen Vorlesung findet im Wintersemester an folgenden Terminen statt:

 

29.10.2018 / 21.11.2018 / 26.11.2018 / 10.12.2018 / 17.12.2018 jeweils von 14.00 - 16.00 Uhr

 

KG I / Raum 1309

 


Ausgelagerte Bücher und Zeitschriften während der Umbauphase bis voraussichtlich 31.12.2018

 

Die Bibliothek des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Katechetik (R 1336-38) ist während der Umbauphase bis voraussichtlich 31.12.2018 nicht zugänglich.

Wichtige Bücher und Zeitschriftenbände werden in dieser Zeit in den Raum R 1346/1347 ausgelagert.

Die Liste der ausgelagerten Bücher und Zeitschriften finden sie hier.

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei ausschließlich um Präsenzbestände handelt!

 


Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont

Ein international-religionspädagogisches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis

 

 

 Hintergrund und Ziel
Die europäische Religionsdidaktik muss sich heute zahlreichen Herausforderungen stellen, zu deren wichtigsten zweifelsohne die religiöse bzw. konfessionelle Pluralisierung gehört. Greifbar wird diese u. a. auch im Religionsunterricht: Obwohl die Zahl orthodoxer Schüler*innen in Deutschland bspw. seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt, besuchen die orthodoxen Schüler*innen doch mehrheitlich nicht den bereits mancherorts angebotenen orthodoxen Religionsunterricht, sondern nehmen am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil. In Griechenland gehören dagegen zwar nominell 95% der Staatsbürger dem orthodoxen Christentum an, doch führt die zunehmende Entflechtung von Staat und Kirche, die sich in den neuen Lehrplänen für Religion niederschlägt, auch dort zur Notwendigkeit, den Religionsunterricht im Spannungsfeld zwischen Religionskunde und konfessionellem Religionsunterricht neu zu denken.
Diese zwei Beispiele weisen auf eine komplexe Aufgabenstellung hin, der sich die europäische Religionsdidaktik stellen muss: Zwar wird in der Disziplin vielfach von der Notwendigkeit einer Differenzsensibilität gesprochen. Wie sich jedoch ein religionspädagogisch verantworteter positioneller Religionsunterricht weiterhin vor dem Hintergrund konfessioneller Majoritäts- und Minoritäts-Konstellationen gestalten kann, ist längst nicht ausgemacht – und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen. So bedarf es u. a.

  • eines Diagnostik-Instrumentariums, das die postulierte Differenzsensibilität operationalisiert,
  • einer modulierten Inszenierung von Lehr- und Lernprozessen bis hin zu bedachten Aufgabenstellungen,
  • überarbeiteter Lehrpläne, die einer produktiven Verschränkung konfessioneller Perspektiven zusteuern, und nicht zuletzt
  • eines ökumenischen Grundkonsenses bzgl. religiöser Bildung und damit zugleich der Ausbuchstabierung einer ökumenischen Religionsdidaktik.

 

Forschungsprozess und Symposien
Durch den Kontakt im Rahmen vorhergehender Kooperationen kristallisierte sich bei Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Prof. Dr. Henrik Simojoki und Assist. Prof. Dr. Athanasios Stogiannidis die Überzeugung heraus, dass die Bearbeitung dieser komplexen internationalen Frage- bzw. Aufgabenstellung auch einer internationalen und auf die scientific community gestützten Bearbeitung bedarf. Diese wird nun konkret im Rahmen zweier Symposien umgesetzt, an denen zahlreiche namhafte orthodoxe, evangelische und katholische Religionspädagog*innen teilnehmen werden:

  • 5.-9.10.2018 (Thessaloniki): „Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont. Reflexionen zum Religionsunterricht in konfessionellen Majorität-Minoritäts-Konstellationen“
  • 4.-8.10.2019 (Würzburg): „Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik im europäischen Horizont. Religionsdidaktische Konkretisierungen einer ökumenischen Religionsdidaktik in unterschiedlichen Kontexten"

 


Gastvortrag von Prof. Dr. Johanna Pink zum Thema "Ästhetik im Islam"

 

Obwohl der Islam derzeit in politischen, gesellschaftlichen und theologischen Diskussionen äußerst präsent ist, kursieren in diesen Diskussionen oftmals weniger Fakten als vielmehr Klischees über den Islam: So ist häufig von „dem“ Islam die Rede und davon, dass er eine Buchreligion sei.

Prof. Dr. Johanna Pink (Link) verdeutlichte in ihrem Gastvortrag „Ästhetik im Islam" im Rahmen des religionspädagogischen Hauptseminars „Religion und Kunst“ am 19.6. eindrücklich, dass es sich tatsächlich realiter anders verhält. Anhand zahlreicher Bild-, Video- und Tonbeispiele aus verschiedenen zeitlichen und örtlichen Kontexten der islamischen Tradition stellte die Professorin für Islamwissenschaft und Geschichte des Islam der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg drei große Linien islamischer Ästhetik heraus:

So könne von einer visuellen (u. a. Gemälde und Wandmalereien), einer akustischen (u. a. Ruf zum Gebet) und einer Ästhetik des Erlebens (u. a. Sufismus) gesprochen werden.


Im Vortag und v. a. der angeregten Diskussion mit den interessierten Zuhörer*innen wurde deutlich, wie reich die islamische Tradition – nicht nur im Bereich der Ästhetik – ist und wie unterschiedlich diese von verschiedenen Strömungen des Islam aufgegriffen wird. Dies verdeutlichte den Gästen zum einen die Notwendigkeit, gegenwärtige Klischees über den Islam zu hinterfragen. Zum anderen wurde auch deutlich, dass es auch einer intensiv(er)en christlich-theologischen Beschäftigung mit dem Islam bedarf – nicht nur in der Religionspädagogik.


Gastvortrag von Prof. Dr. Meinrad Walter zu J. S. Bachs Johannespassion

 

Die ästhetische Musik auf der einen und die rationale Theologie auf der anderen Seite sowie der alte Meister Johann Sebastian Bach einerseits und die auf das Hier und Heute ausgerichtete Religionspädagogik andererseits? – Zunächst scheinen sich zwischen diesen Welten garstige Gräben aufzutun.

Dass dem nicht so ist und welche Schätze sich für die Theologie und die Religionspädagogik aus der Beschäftigung mit Johann Sebastian Bachs Johannespassion heben lassen, verdeutlichte Prof. Dr. Meinrad Walter am 8.5.2018 bei seinem Gastvortrag im Rahmen des von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf geleiteten Hauptseminars „Religion und Kunst“. Als ausgewiesener Fachmann auf beiden Feldern illustrierte der im Amt für Kirchenmusik (Erzdiözese Freiburg) tätige Dozent, dass Religion und Musik vielmehr Halbgeschwister darstellten, die sich gegenseitig befruchten und herausfordern können. Die Musik könnte, so eine starke Linie des Workshops, die Offenbarung für viele Menschen auf eine zugängliche Weise eröffnen und so eine wichtige Rolle für den Verkündigungsauftrag der Kirche spielen. Für den religionspädagogischen Kontext arbeitete Meinrad Walter an zahlreichen Text- und Tonbeispielen heraus, dass Bachs Themen darüber hinaus auch zutiefst menschliche Themen sind, die – wenn sie verstanden werden – auch einen Resonanzraum für heutige (religiöse) Lebenserfahrungen bieten können.

Diese pointierte Erschließung von Bachs Werk begeistere die Workshop-Teilnehmer/-innen – nicht zuletzt wegen des leidenschaftlichen Vortrags.

 


Exkursion zur „Drei-Religionen-Schule“ nach Osnabrück

 

Dass interreligiöses Lernen gerade angesichts der jüngsten Migrationsbewegungen und des sich verstärkenden Religionsplurals eine entscheidende Facette der Religionsdidaktik darstellt, ist unumstritten. Wie interreligiöses Lernen jedoch in der Praxis gelingen kann und welche Strategien und Konzepte dabei tragfähig sind, ist alles andere als ausgemacht. Vor diesem Hintergrund kann die „Drei-Religionen-Schule“ in Osnabrück als mutiges und innovatives Leuchtturmprojekt gelten, wird an dieser Schule doch nicht nur über interreligiöse Kompetenz geredet, sondern dieses auch eingeübt. (Näheres zur Schule und ihrem schul- bzw. religionspädagogischen Konzept finden Sie hier ).

Unter der Leitung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf waren 20 Studierende der Theologischen Fakultät vom 11. bis zum 13.04.2018 in Osnabrück zu Gast, um eigene Eindrücke zu gewinnen und ihr Wissen um das interreligiöse Lernen zu vergrößern.

Dabei waren es vor allem die persönlichen Begegnungen, die den eignen Horizont erweiterten: Schulrätin i. K. Claudia Sturm berichtete lebhaft nicht nur vom religionspädagogischen Konzept der „Drei-Religionen-Schule“, sondern auch von Anfangsschwierigkeiten bei deren Realisierung. Oberschulrat i. K. Dr. Winfried Verburg gab Einblicke, wie die Religionssenibilität auch an weiterführenden Schulen in katholischer Trägerschaft umgesetzt wird. Yitzchak Avraham Radbil, der Leiter der jüdischen Gemeinde in Osnabrück, machte deutlich, wie schwierig es in Deutschland weiterhin ist, jüdisch zu leben und welche Chancen er in der „Drei-Religionen-Schule“ sieht. Der islamische Religionspädagoge Dr. Jörg Ballnus von der Universität Osnabrück half den Seminarteilnehmer*innen dabei, über die Bedeutung Mohammeds für den Trialog der monotheistischen Religionen nachzudenken. Über die Schulkultur, das Schulleben und ganz praktische Facetten des Schulalltags an der „Drei-Religionen-Schule“ informierte Schuldirektorin Birgit Jöring bei einer Schulführung.


Weitere Impressionen der Exkursion finden Sie hier.


"Was im Religionsunterricht so läuft“ – 41. Symposium der Didaktik-Sektion der AKRK in Würzburg
 

Am 19. und 20.01.2018 trafen sich rund 70 katholische, evangelische, orthodoxe und islamische Religionspädagogen*innen im Bildungshaus Himmelspforten in Würzburg zum 41. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik, zu dem Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Freiburg) und Prof. Dr. Ulrich Riegel (Siegen) eingeladen hatten. Angestoßen durch vier Hauptvorträge (Flyer) wurde dabei über verschiedene Formen der religionspädagogischen empirischen Unterrichtsforschung intensiv nachgedacht und reflektiert:

  • Prof. Dr. Rudolf Englert (Essen) referierte über die sequenzielle Fallanalyse
  • Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (Tübingen) referierte über Interventionsstudien im RU
  • Prof. Dr. Claudia Gärtner (Dortmund) referierte über fachdidaktische Entwicklungsforschung
  • Prof. Dr. Thorsten Knauth (Essen) referierte über kontextbezogene Religionsunterrichts-Forschung

Einen organischen Teil dieser wissenschaftlichen Selbstvergewisserung bildeten auch Posterpräsentationen von Nachwuchswissenschaftler*innen.

Zugleich bedeutete das Sektionstreffen auch einen Übergang: Nach vier Jahren wurde Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf mit starkem Beifall für ihre geleistete Arbeit aus dem Amt der Sektionssprecherin verabschiedet. Nunmehr liegt die Leitung der Sektionsarbeit in den Händen des neu gewählten Sprecherteams Prof. Dr. Konstantin Lindner (Bamberg) und Prof. Dr. Ulrich Riegel (Siegen).

Materialien und Impressionen der Tagung finden Sie hier.

 

 

 


Interuniversitäres Oberseminar in Würzburg - 12./13.01.2018

 

Am 12./13. Januar 2018 trafen sich die Oberseminare der Religionspädagogik-Lehrstühle der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zu einer gemeinsamen, durch den Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf vorbereiteten Tagung in Würzburg. Im Rahmen des seit Jahren etablierten interuniversitären Oberseminars haben Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Gelegenheit, ihre Qualifikationsarbeiten einer größeren „scientific community“ zu präsentieren und im kritisch-diskursiven Austausch hilfreiche Impulse für das eigene Forschen zu erhalten. Darüber hinaus gibt es weitere Inputs zu aktuellen Themen und Trends der Religionspädagogik. Einen Impuls besonderer Art bildete in diesem Jahr der Besuch der künstlerisch sowie liturgisch bedacht umgestalteten Augustinerkirche in Würzburg.

(augustinerkirche-wuerzburg.de/)

 

Folgende Projekte und Vorträge wurden präsentiert:

  • Florian Brustkern (Bamberg): Wissenssoziologische Diskursanalyse als religionspädagogischer Forschungszugang. Einblicke am Beispiel religiöser Erlebnispädagogik (Dissertationsprojekt)
  • Akad. Dir. Klaus König (Eichstätt): Was eigentlich heißt „learning from religion“?
  • Dr. Johannes Heger: Sondierungen und Systematisierungen im Feld der Eschatologiedidaktik (Habilitationsstudie)
  • Prof. Dr. Konstantin Lindner: Der Beitrag des Religionsunterrichts zu kultureller Bildung. Einordnung und Perspektiven

 

Beiträge aus dem Jahr 2017

Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente: Bde. 16 und 17

 

      

 

Nähere Informationen und Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.


„Spannungsfeld Naturwissenschaft und Religion“ als religionsdidaktische Herausforderung

Prof. Dr. Ulrich Kropač zu Gast bei Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

 

Religiöse Bildung und mit ihr die Religionspädagogik muss sich in der Postmoderne vielen schwierigen Aufgaben stellen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, in einer naturwissenschaftlich denkenden (Um-)Welt die Rationalität des christlichen Glaubens sowie das Proprium und den Wert des religiösen Weltzugangs auszuweisen.
Vor diesem Hintergrund war es Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Lehrstuhl für Religionspädagogik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) eine große Freude, am 6.12.2017 Prof. Dr. Ulrich Kropač (Lehrstuhl für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik, KU Eichstätt-Ingolstadt) in Freiburg begrüßen zu dürfen. Mit seinem Gastvortrag „Unterschätzte Relevanz. Das Spannungsfeld ‚Naturwissenschaft und Religion‘ als religionsdidaktische Herausforderung“ skizzierte der diplomierte Mathematiker das spannende und spannungsvolle Themenfeld, indem er u. a. dessen bildungstheoretische Relevanz verdeutlichte, entwicklungspsychologische Hintergründe für das komplementäre Denken beider „Welten“ aufzeigte, wissenschaftstheoretische Grundlagen erörterte und auf dieser Basis Anregungen für religiöses Lernen formulierte. Der große Applaus sowie die angeregte Diskussion mit Studierenden, Mitgliedern der Fakultät und Gästen war zum einen ein Beleg für die Qualität des Vortrages und zum anderen für die Aktualität und Brisanz des Themas.
Schon am Vorabend (5.12.2017) ging es im Rahmen des Oberseminars um ein zukunftsrelevantes Thema – nämlich um „Jugend und katholische Jugendarbeit – Zu einem religiösen Lernort außerhalb des religionspädagogischen ‚Kerngeschäfts‘“. In seinem Vortrag verdeutlichte Prof. Dr. Ulrich Kropač anhand der Shell-Studie 2015 sowie der Studie „Generation what?“, wie Jugendliche gerade – nicht nur über Kirche und Religion – denken. Von dieser Grundlage aus stellte er Thesen auf, wie sich die katholische Jugendarbeit künftig (neu) ausrichten müsste.


Weitere Impressionen zum öffentlichen Vortrag am 6.12. finden Sie hier.

 


Verleihung des Bernhard-Welte-Preises

 

 

Im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres am 18. Oktober 2017 hat Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer den Bernhard-Welte-Preis der Theologischen Fakultät für hervorragende Dissertationen und Zulassungsarbeiten verliehen.


Besonderen Grund zur Freude hatte auch der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Katechetik: Im Rahmen der Feier erhielt Dr. Johannes Heger, Assistent am Lehrstuhl, den Preis für seine Dissertation zum Thema „Wissenschaftstheorie als Perspektivenfrage?!“.

 

 

 

 


Wir vom Arbeitsbereich Religionspädagogik gratulieren noch einmal ganz herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

 

 

 

 

Fotograf: Patrick Seeger

Neuerscheinung: Welche Werte braucht die Welt?

 

 

 

Das neue Buch von Frau Prof. Mirjam Schambeck sf "Welche Werte braucht die Welt? Wertebildung in christlicher und muslimischer Perspektive" ist im Herder-Verlag erschienen.

Hier zur Bestellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Neuerscheinung: Zukunftsfähiger Religionsunterricht

 

Das neue Buch von Frau Prof. Mirjam Schambeck sf "Zukunftsfähiger Religionsunterricht. Konfessionell - kooperativ - kontextuell" ist im Herder-Verlag erschienen.

Hier zur Bestellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Neuerscheinung: Franziskanische Akzente Band 15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Neuerscheinung: Franziskanische Akzente Bände 12, 13, 14

 

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Das Gottesbild im Judentum und Christentum

Prof. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik zu Gast bei Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

 

Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck durfte am zurückliegenden Dienstag, den 20.06.2017, im Rahmen des Hauptseminars „Konfessionell, kooperativ, kontextuell – Wie muss sich der RU verändern, damit er zukunftsfähig bleibt?“ Prof. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik begrüßen. Der Professor für jüdische Religionslehre, -pädagogik und -didaktik sowie für jüdische Philosophie und Geistesgeschichte aus Heidelberg diskutierte mit den Student_innen des Seminars und zahlreichen Gästen über das Selbstverständnis und die Struktur des jüdischen Religionsunterrichts in Deutschland. Im Zentrum stand dabei v. a. die Gottesfrage in beiden Religionen sowie die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der jeweiligen Tradition.


Daniel Krochmalniks Vortrag über das jüdische Gottesbild sowie dessen Thematisierung im jüdischen RU bildete dazu den Auftakt. Der mit zahlreichen illustrierenden Geschichten gespickte Input mündete in eine angeregte Diskussion über Spuren der Annäherung zwischen den Brüderreligionen bei diesem Thema. Eva Laux, Felix Krämer und Clemens H. Wagner boten den Anwesenden im Anschluss daran die Möglichkeit, die vielfältigen Eindrücke zu vertiefen. Den Ausgangspunkt dazu bildete die Auseinandersetzung mit Bearbeitungen der Gottesfrage in (moderner) Kunst sowie die Beschäftigung mit ausgewählten Texten zu exemplarischen Gotteskonzepten.


Diese intensive Workshopphase nährte das Bewusstsein, dass die Trennlinien zwischen jüdischem und christlichem Gottesbild nur bedingt an Gotteskonzepten wie „Abba“ oder dem „Zorn Gottes“ festzumachen sind. Vielmehr zeigten sich Spuren einer unterschiedlich nuancierten und explizierten Suche des Einen und Ewigen, der sich nicht in einem, sondern in der Fülle der Gotteskonzepte offenbart.

Impressionen des Vortrags finden Sie hier.

 


Was im Religionsunterricht so läuft. Wege religionspädagogischer Unterrichtsforschung

41. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik

 

Nach der Konzentration auf die Formulierung und Konkretisierung der Kompetenzorientierung nimmt die religionsdidaktische Forschung wieder stärker das Unterrichtsgeschehen selbst in den Blick.
Für die Religionspädagogik ergibt sich dazu ein zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite hinkt sie auf dem Gebiet der Unterrichtsforschung anderen Fachdidaktiken hinterher. Auf der anderen Seite greift religionspädagogische Unterrichtsforschung kreativ auf vielfältige Methoden zurück.


Auf dem 41. Symposion gilt es deshalb, Bilanz zu ziehen und sich dessen zu vergewissern, wie gegenwärtig Religionsunterricht erforscht wird.
Dazu werden unterschiedliche Formate von Unterrichtsforschung in den Blick genommen und Überlegungen angestellt, was aktuell an Wissen über diesen Unterricht vorhanden ist.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

 

 

 

 

 

 


Der Arbeitsbereich Religionspädagogik gratuliert Johannes Heger zur Promotion

Der 3.2.2017 war für viele Studierende der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität ein besonderer Tag: Bei der festlichen Graduierungsfeier erhielten die Absolventen/innen unterschiedlicher theologischer Studiengänge ihre Zeugnisse und wurden von der gesamten Fakultätsfamilie beglückwünscht. Besonderen Grund zur Freude hatte auch der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Katechetik: Im Rahmen der Feier wurde Johannes Heger, Assistent am Lehrstuhl, zum Dr. theol. graduiert. Zudem kam ihm die Ehre zu, die Festrede halten zu dürfen.


Dabei gab Johannes Heger Einblick in seine wissenschaftstheoretische Dissertationsschrift und sein gesamtes religionspädagogisches Denken, indem er darlegte, was die Religionspädagogik mit den Zeichen der Zeit, Bart Simpson und mit Pralinen zu tun hat. (Vortragstitel: "Von Bart Simpson über Pralinen bis hin zu den Zeichen der Zeit. Ein Trip durch die Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik") Entlang dieser Leitgedanken skizzierte der frisch gebackene Doktor der Theologie das Bild einer multiperspektivischen Religionspädagogik, die sich einerseits von den anderen theologischen Disziplinen bereichern lassen muss und andererseits ein bereicherndes Potenzial für die Theologie bietet. Der lang anhaltende Applaus machte deutlich, wie anschlussfähig diese Vision erscheint.


Wir vom Arbeitsbereich Religionspädagogik gratulieren noch einmal herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 


Interuniversitäres Oberseminar in Bamberg - 27./28.01.2017

 

Am 27./28. Januar 2017 waren die Oberseminare der Religionspädagogik-Lehrstühle der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beim Bamberger Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts zu Gast. Im Rahmen des seit Jahren etablierten interuniversitären Oberseminars haben Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Gelegenheit, ihre Qualifikationsarbeiten einer größeren „scientific community“ zu präsentieren und im kritisch-diskursiven Austausch hilfreiche Impulse für das eigene Forschen zu erhalten. Das diesmalige wissenschaftliche Tagungsprogramm wurde durch ein abwechslungsreiches Abendprogramm (inklusive tanzpädagogischer Einheit und nächtlicher Stadtführung durch das winterliche Bamberg) sowie durch eine Morgenmeditation in der Bamberger Institutskirche abgerundet.

Folgende Projekte wurden 2017 präsentiert:

  • Dr. Christian Höger (Freiburg i. Br.; Habilitationsprojekt): Einstellungswandel bei Gymnasiast/innen zum Ursprung der Welt und der Menschheit. Erste qualititativ-empirische Längsschnittbefunde
  • Florian Brustkern (Bamberg; Dissertationsprojekt): Erlebnispädagogik und religiöse Wirklichkeitsdeutung. Diskursanalytische Erschließung eines disparaten Sinn- und Kommunikationszusammenhangs
  • Anne Frenk (Freiburg i. Br.; Dissertationsprojekt): Tänzerische Lernsettings - erste Erkundungen
  • Martina Dremel (Eichstätt; Dissertationsprojekt): Schulpastoral performativ denken. Religion erlebbar machen

PRESSEMITTEILUNG

6. Februar 2017
Dritter Jahrgang veröffentlicht: Jetzt 100 neue Artikel zu religionspädagogischen Themen

Kostenloses Online-Angebot WiReLex mit Fachinhalten und Impulsen

 

Stuttgart. Von der Auferstehung Jesu bis zur Wirtschafts- und Unternehmensethik reichen die Themen der 100 neuen Artikel, die jetzt auf www.wirelex.de aufgerufen werden können. Das „Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet“ (WiReLex) ist nun im dritten Jahr online und hat aktuell mehr als 300 Artikel in zehn Fachbereichen. Hauptherausgeberinnen sind die Professorinnen für Religionspädagogik, Dr. Mirjam Zimmermann (Universität Siegen) und Dr. Heike Lindner (Universität Köln). Die Deutsche Bibelgesellschaft und das Comenius-Institut in Münster unterstützen das Online-Lexikon.
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ist als Bereichsherausgeberin für das Thema Bibeldidaktik, Dr. Johannes Heger und Anne Frenk mit eigenen Artikeln beteiligt.

 


Das Lexikon wendet sich an alle, die in Ausbildung, Studium und Beruf mit religiöser Bildung und Erziehung zu tun haben. Seit dem Start am 1. Februar 2015 wurde es mehr als 360 000-mal aufgerufen. Es bietet außer spezifisch religionspädagogischen Stichwörtern auch Begriffe aus der Theologie, Soziologie, Psychologie und Religionswissenschaft. Die Nutzerinnen und Nutzer können dazu nicht nur Fachinhalte nachschlagen, sondern finden darüber hinaus Impulse für eine sinnvolle Weiterarbeit. In der digitalen Fortführung des „Lexikons der Religionspädagogik“ (LexRP) lässt sich WiReLex durch die Publikation im Internet flexibel erweitern und fortlaufend aktualisieren.
Neben dem Religionsunterricht berücksichtigt WiReLex auch außerschulische Lernorte. Dazu zählen der Kindergottesdienst, die Jugendarbeit in den Gemeinden, Arbeit mit Kommunionskindern, Konfirmanden und Firmlingen, die Erwachsenenbildung und die Altenarbeit.
Die Artikel des Lexikons sind Fachbereichen zugeordnet, die entsprechende Herausgeber-Teams betreuen. Diese Bereiche sind ökumenisch besetzt und bei den Tandems der Herausgeberschaft sind Männer und Frauen etwa gleich stark vertreten. Fast alle Bereichsherausgeberinnen und -herausgeber sind Inhaber eines Lehrstuhls. Der Herausgeberkreis berücksichtigt für die Artikelauswahl und -bearbeitung ökumenische, geschlechtergerechte, politisch-gesellschaftliche, interreligiöse und internationale Perspektiven. Rund 60 Autorinnen und Autoren unterstützen das Projekt mit ihrem Fachwissen.
Das Lexikon ist eingebunden in das Portal www.bibelwissenschaft.de, das von der Deutschen Bibelgesellschaft verantwortet wird. Dazu gehören auch die Bibeltexte in den Ursprachen, eine Bibelkunde, der Online-Bibelkommentar und das Wissenschaftliche Bibellexikon.
RTM
Mehr Informationen: www.die-bibel.de


Welche Werte braucht die Welt? Wertebildung in religionspluraler Gesellschaft – auch ein Beitrag zur Integrationsdebatte

40. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik

 

 

Um die Frage „Welche Werte braucht die Welt?“ zu erwägen, traf sich die AKRK Sektion Didaktik im Januar 2017 im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg und beging damit ihr Jubiläum des vierzigsten Symposions. Die Sektionssprecherinnen Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und Prof. Dr. Sabine Pemsel-Maier konnten dazu 45 Teilnehmer/innen begrüßen, die nicht nur den Vorträgen lauschten, sondern angeregt über das tagesaktuelle und brisante Themenfeld Werte / Wertbildung / Religionsplural / Migration diskutierten.


Inhaltliche Ausgangspunkte und profunde Grundlagen dafür lieferten die eingeladenen Experten/innen: Prof. Dr. Ulrich Riegel gab spannende Einblicke in zahlreiche empirische Studien, die einen Rückschluss auf Einstellungen zum Religionspluralismus und der Religion als Faktor juveniler Wertorientierung erlauben. Dabei wurde u. a. deutlich, wie relevant es bei religionspädagogischen Überlegungen im Themenfeld ist, das Jahr 2015 als Einschnitt zu begreifen und die Annäherung von christlichen Überzeugungen und gesellschaftlichen Werten zu realisieren, ohne das kritische Potenzial des christlichen Glaubens zu nivellieren. Prof. Dr. Konstantin Lindner verdeutlichte, dass Wertebildung einen multidimensionalen, nicht auf simple Vermittlungsstrukturen zu reduzierenden Prozess darstellt, und entwarf davon ausgehend ein Modell, wie der christliche Glaube in der Postmoderne und vor dem Hintergrund des Religionsplurals weiterhin ein relevanter Bezugsrahmen dieses Prozesses bleiben kann. Ergänzt wurden diese genuin religionspädagogischen Expertisen durch den Vortrag von Prof. Dr. Josef Freise, der aus der sozialwissenschaftlichen Perspektive beleuchtete, inwiefern Religion bei Migrationsprozessen zu einer „portablen Heimat“ werden kann.


Anlässlich des Jubiläums der AKRK Sektion Didaktik blickte Prof. Dr. Dr. hc. Norbert Mette in seinem Festvortrag auf die Geschichte der Religionsdidaktik zurück und benannte mit der organisatorischen Zukunft des Religionsunterrichts ein aktuell brennendes Thema, um das sich die Religionsdidaktik – in seinen Augen im Sinne eines multireligiösen Religionsunterrichts – mühen müsste. Im anschließenden Podiumsgespräch ging es diese Fäden aufgreifend um verschiedene geschichtliche Stationen der Religionsdidaktik und um das ihr innewohnende Potenzial. Neben Prof. Dr. Dr. hc. Norbert Mette gaben dazu auch Prof. Dr. Rita Burrichter und Johannes Heger Impulse und diskutierten in einem Dreigenerationengespräch mit den Sektionssprecherinnen und dem Publikum.


Bei der Zusammenkunft der Religionsdidaktiker/innen wurde zudem über den Vorsitz der Sektion abgestimmt: Prof. Dr. Sabine Pemsel-Maier legte ihr Amt als Sektionssprecherin nieder und wird nun von Prof. Dr. Ulrich Riegel beerbt, der im kommenden Jahr gemeinsam mit Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf die Geschicke der Sektion leiten wird.
Die Gedanken um die Zukunft der Religionsdidaktik wurden darüber hinaus auch durch Nachwuchswissenschaftlerinnen bereichert: Anne Frenk, Martina Dremel und Christina Hofmann stellten bei einer Posterpräsentation ihre Dissertationsprojekte vor.

Die Poster finden Sie hier.


Die inhaltlichen Beiträge der Tagung werden Ende 2017 in einem Sammelband veröffentlicht, zu dem bald nähere Informationen folgen.
Impressionen der Tagung finden Sie hier.

 

Beiträge aus dem Jahr 2016

Konfessionell, kooperativ, kontextuell – Weichenstellungen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

 

Vielfältige Pluralisierungsprozesse stellen die Gesellschaft vor die Herausforderung, wie Zusammenleben gelingen kann: Sie braucht Menschen, die im Bereich der Religion begründet urteilen können, sowie religiös sprachfähig und dialogbereit sind. Der Religionsunterricht in der Schule leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

163 Religionspädagoginnen und Religionspädagogen aus Forschung und Lehre treten mit einem Positionspapier an die Öffentlichkeit, um den Schülerinnen und Schülern trotz der Veränderungen religiöser Zugehörigkeit die Chance auf eine zeit- und kontextgemäße religiöse Bildung zu ermöglichen. Entlang der programmatischen Leitbegriffe „konfessionell, kooperativ, kontextuell“ legen sie prinzipielle Weichenstellungen eines zukunftsfähigen Religionsunterrichts vor und leiten daraus Selbstverpflichtungen für die wissenschaftliche Bildung der künftigen Religionslehrerinnen und -lehrer an den Hochschulen und Universitäten ab.

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf gehört zu den sieben Initiator/-innen des Positionspapiers. Johannes Heger und Anne Frenk haben es unterzeichnet.

 

Das komplette Dokument finden Sie hier.

Die aktuelle Liste der Unterzeichner/innen finden Sie hier.

 

 

Im Folgenden ein kurzer Auszug:

Der Religionsunterricht in Deutschland steht angesichts gesellschaftlicher, politischer und religiöser Transformationsprozesse vor neuen Herausforderungen. Die Zugehörigkeiten zu Religionen und Konfessionen verändern sich: Evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler werden weniger, der Anteil konfessionsloser und muslimischer Schülerinnen und Schüler steigt. Zugleich ist Religion wieder ein öffentliches Thema geworden. Gesamtgesellschaftlich stellt sich die entscheidende Frage, wie das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Hintergründen in guter Weise gelingen kann. Kinder und Jugendliche sehen sich dadurch herausgefordert, blicken aber optimistisch auf die Zukunft und zeichnen sich durch eine pragmatische Haltung auch im Bereich des Religiösen aus. [...]

Ansprechpartner/innen für Rückfragen:

  • Prof. Dr. Konstantin Lindner, Universität Bamberg - E-Mail
  • Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Universität Augsburg - E-Mail
  • Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Universität Freiburg - E-Mail
  • Dr. Hans Schmid, Leiter i. R. der religionspädagogischen Aus- und Fortbildung im Priesterseminar am Erzbischöflichen Ordinariat Bamberg - E-Mail
  • Dr. Peter Schreiner, Direktor des Comenius-Instituts Münster - E-Mail
  • Prof. Dr. Henrik Simojoki, Universität Bamberg - E-Mail
  • Dr. Winfried Verburg, Leiter der Abteilung Schulen und Hochschulen, Bischöfliches Generalvikariat des Bistums Osnabrück - E-Mail

 


Vorlesungen an der Theologischen Fakultät der Universität Athen und der Theologischen Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki

 

Im Rahmen des ERASMUS-Dozentinnenaustausches war Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf von 6.-13.11.2016 zu mehreren Vorlesungen, Workshops und einer interdisziplinären Konferenz an den Theologischen Fakultäten der Universität von Athen und der Aristoteles-Universität Thessaloniki eingeladen.

Vor allem die in Griechenland intensiv diskutierte Frage, wie der Religionsunterricht in Zukunft aussehen soll – konfessionell wie bisher oder gemäß des multi-faith-approach –, war Thema und Subtext der Vorträge. Schambecks Ansatz, den Religionsunterricht positionell zu konzipieren – das heißt, ausgehend von und in der Perspektive einer bestimmten religiösen Tradition Religion zu thematisieren –, wurde als "dritter Weg" aufmerksam wahrgenommen und interessiert diskutiert.
Auf einer interdisziplinären Konferenz in Thessaloniki war die Freiburger Religionspädagogikprofessorin als key note speaker eingeladen. Hier ging es darum, Wege zu finden, wie theologische Themen im Religionsunterricht so zur Sprache kommen können, dass sie von Schüler/-innen auch als bedeutsam empfunden werden. Unter dem Titel "Warum Korrelation nicht ausgedient hat" stellte Schambeck in diesem Kontext ihren Ansatz vor, über Chiffren Mitteilungen zwischen Lebenswelt und religiösen Traditionen anzustellen. Auch dieser thematische Input führte zu lebendigen Diskussionen.
Der Besuch in Griechenland setzte somit eine Kooperation fort, die im Wintersemester 2015/2016 begonnen hatte: Im Rahmen des ERASMUS-Programms war Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis (Faculty of Theology, Thessaloniki) bereits zu Vorlesungen und Seminaren am Lehrstuhl Religionspädagogik in Freiburg zu Gast.
Sowohl bei den fachlichen Treffen, aber auch darüber hinaus war die Gastfreundschaft der griechischen Professoren überwältigend: So ließ es sich bspw. Prof. Dr. Sotiriois Despotis (Faculty of Theology, Athen) nicht nehmen, den Gästen Athens wichtigste Stätten zu zeigen und die Verknüpfung von hellenistischer Kultur und neutestamentlichen Texten deutlich zu machen.

Hier finden Sie einige Impressionen des Besuches in Griechenland.

 


Biblische Facetten

 

 

 

 

 

Das neue Buch von Frau Prof. Mirjam Schambeck sf "Biblische Facetten. 20 Schlüsseltexte für Schule und Gemeinde" ist im Grünewald-Verlag erschienen.

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Neuerscheinung: Franziskanische Akzente Bände 9, 10 und 11

 

      

 

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Religion als prägende Kraft in der Gegenwart?!

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Konstantin Lindner

Studierende und Dozierende der Katholischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität freuten sich am Mittwoch, 25.5.2016, gemeinsam mit Prof. Dr. Konstantin Lindner, dass dieser mit seiner Antrittsvorlesung den letzten Schritt seiner akademischen Qualifikation gehen konnte. Dabei illustrierte er den zahlreichen Zuhörer/innen vor allen Dingen mit religionssoziologischen, aber auch alltagsphänomenologischen Spotlights, dass Religion in transformierter Weise weiterhin eine „prägende Kraft… in der Gegenwart“ darstellt. Ausgehend von seinen Überlegungen zu ihrer familialen Verortung, zu ihrer konfessionslosen Gestalt, zu ihrem „populären“ Erscheinungsbild und der steigenden Relevanz der Spiritualität zeigte Lindner, der derzeit die Vertretung des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des RU an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg bestreitet, inwiefern die Religionspädagogik noch mehr auf die gewandelte Erscheinung von Religion eingehen muss, um mit ihrer theoretischen Reflexion die Praxis religiöser Bildung zu bereichern.


Einige Impressionen der Antrittsvorlesung finden Sie hier.



Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Konstantin Lindner


Welche Werte braucht die Welt?

Wertebildung in religionspluraler Gesellschaft – auch ein Beitrag zur Integrationsdebatte

 

 

Auf welche Werte gründet sich unsere Gesellschaft, und wie handelt sie diese angesichts von Multikulturalität und Multireligiosität aus?

Welchen Beitrag kann religiöse Bildung zu diesem Diskurs leisten, und wie muss sie sich im Horizont von Wertefragen konturieren, um nicht nur im Binnenbereich religionspädagogischer Reflexion zu bleiben, sondern auch gesellschaftswirksam und für individuelle Lebensdeutungen ertragreich zu werden? Diesem Thema nähert sich das Symposion aus unterschiedlichen Perspektiven an.
Darüber hinaus bietet das 40. Symposion der Didaktik-Sektion Anlass zum Feiern und zur Rückschau.
Nicht zuletzt bietet das Symposion ein Forum für Nachwuchswissenschaftler/-innen.

Weitere Informaionen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

 

 

 


Ein Plädoyer für die „Diapraxis“

Peter Balleis SJ zu Gast in Freiburg

Flucht, Migration und Zuwanderung sowie deren Instrumentalisierung durch rechtspolitische Kräfte bewegen gegenwärtig die gesamte Gesellschaft und fordern auch die Kirche sowie die wissenschaftliche Theologie heraus. Am 3. und 4. Mai nutzten zahlreiche Studierende und Gäste die Möglichkeit, mit einem ausgewiesenen Experten in diesen Themenfeldern ins Gespräch zu kommen, der der Einladung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf an die Albert-Ludwigs-Universität gefolgt war – Peter Balleis SJ, dem ehemaligen Internationalen Direktor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten.
Im Rahmen eines geöffneten Oberseminars des Lehrstuhls für Religionspädagogik (Thema: „‚Es ist nicht egal, was wir denken, sagen und tun‛ – Zur Aufgabe von Kirche und Theologie in den derzeitigen Debatten um Flucht, Migration und Integration“) sowie einer öffentlichen Vorlesung (Thema: „Deutschland und die Geflüchteten – Theologische Überlegungen, spirituelle Handlungsprinzipien, Impulse für religiöse Bildung“) gab Balleis authentisch, emotional und bewegend Einblicke in seine eigene Arbeit und entwickelte aus diesen Erfahrungen Handlungsprinzipien sowie theologische Grundpositionen. Deutlich wurde dabei, dass die christlich-theologische Position an der Seite der Opfer gesucht und dass die Barmherzigkeit das entscheidende Erstkriterium für jedwedes christliche Denken und Handeln angesichts der brisanten Fragen der Zeit werden muss.
Aus dieser Grundoption ergeben sich – wie in den Diskussionen auch nach den Veranstaltungen deutlich wurde – mehrere Aufträge: Die Theologie muss noch deutlicher die Zeichen der Zeit studieren und tragfähige Konzepte zur reflexiven Auseinandersetzung mit den anstehenden Aufgaben erarbeiten; die Kirche muss ihre vorhandenen strukturellen Möglichkeiten auch weiterhin konsequent nutzen, um konkrete Hilfe und Begleitung für Menschen in Not bereit zu stellen und muss ihre Stimme noch deutlicher in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen; die Verantwortlichen und Akteure im Bereich der religiösen Bildung müssen ihren Teil dazu beitragen, um eine Öffnung im Denken der Menschen auf das Andere und den Anderen hin zu befördern.
Besonders wichtig war es Balleis dabei, dass die Forderungen nach einem Miteinander der Kulturen und Religionen nicht bei einem theoretischen Austausch bleiben, sondern in ein Handeln überführt werden. Es bräuchte neben dem notwendigen Dialog also auch ein gemeinsames Handeln, eine „Diapraxis“.
Somit wurde deutlich: Gerade in Deutschland darf man stolz sein über die bisher herrschende Willkommenskultur und die vollbrachten Leistungen im Kontext der Flüchtlingskrise; um aber weiterhin human und christlich zu handeln, bedarf es noch viel an (Denk-)Arbeit von Seiten der Theologie, der Kirche und der gesamten Gesellschaft.
Einige Impressionen sowie Material zu den Veranstaltungen finden Sie hier.

 


 

Die Themen Flucht, Migration und Zuwanderung bewegen unsere Gesellschaft wie kaum andere. Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil dort Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit herrschen. Sie suchen Zuflucht in Europa, das sich als wertebewusste und wertestarke Gesellschaft präsentierte, in den derzeitigen Maßnahmen aber an Humanität vermissen lässt.
Die politischen Entscheidungen scheinen zurzeit mehr von ökonomischen Interessen und Ängsten vor dem Erstarken rechtspopulistischer Mächte geprägt zu sein denn von den Bedürfnissen der bei uns Hilfe suchenden Menschen.

Vor diesem Hintergrund konnte Pater Peter Balleis SJ gewonnen werden, der derzeit zu den genauesten Kennern von Fluchtursachen und der Situation von Geflüchteten zählt und um die Notwendigkeiten weiß, die hier praktisch, theologisch und spirituell zu leisten sind. Als ehem. Direktor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten und ab 01.09.2016 Präsident einer globalen Online-Universität der Jesuiten für Flüchtlinge und marginalisierte Menschengruppen, hat er nicht nur selbst in den Krisengebieten unserer Welt mit dem IS oder Boko Haram zu tun gehabt, sondern auch vielfältige Maßnahmen für Geflüchtete initiiert.
Wir laden Sie herzlich zu den Gastvorträgen von Pater Balleis SJ ein!

 

 

 


Interuniversitäres Oberseminar in Eichstätt – 29./30.01.2016

In guter Tradition trafen sich die Teams des Arbeitsbereichs Religionspädagogik der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf), des Lehrstuhls für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik in Eichstätt (Prof. Dr. Ulrich Kropač) und des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts in Bamberg (Prof. Dr. Konstantin Lindner) am 29./30.1.2016 zu einem gemeinsamen Oberseminar – dieses Mal in Eichstätt, dem idyllischen Städtchen im Altmühltal.

Neben der persönlichen Begegnung gaben vier Nachwuchswissenschaftler/innen Einblicke in ihre Dissertationsprojekte und erhielten von der fachlich kompetenten Runde Lob, aber auch einige Anregungen für die weitere Arbeit an ihren Projekten.


Folgende Dissertationsprojekte wurden präsentiert:

 

  • Anne Frenk (Freiburg): Tanz als Zugang zur Gottesfrage. Leibliches Lernen im Kontext einer performativen Religionspädagogik
  • Teresa Braun (Eichstätt): Jugend und Jenseits. Grundpfeiler einer subjektorientierten Eschatologiedidaktik
  • Marie-Theres Ultsch (Bamberg): Die Bedeutung der Bibel für Heranwachsende. Entwicklung eines heuristischen Rahmens als Grundlage einer empirisch begründeten Typenbildung
  • Janosch Freuding (Bamberg): Transkulturelle Dimensionen interreligiösen Lernens


Neben den Arbeitseinheiten zu diesen Projekten konnte gleich zwei langjährigen Mitgliedern der Runde gratuliert werden: Dr. Cordula Klenk (Eichstätt) zum Abschluss ihres Promotionsverfahrens und Prof. Dr. Konstantin Lindner (Bamberg) zur Habilitation.


Bibeldidaktische Hochkonjunktur trifft auf wachsende Fremdheit

39. Symposion der AKRK-Sektion Didaktik


Rund 50 Teilnehmer/innen aus dem gesamten deutschsprachigen Gebiet waren dem Ruf der Sektionsvorsitzenden Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und Prof. Dr. Sabine Pemsel-Maier gefolgt und am 15./16.01.2016 zu Gast beim 39. Symposion der AKRK-Sektion Didaktik in Würzburg.
Thematisch widmeten sich die Religionspädagogen/innen der Frage nach Prämissen einer zukunftsfähigen Bibeldidaktik, die es angesichts der wachsenden Fremdheit gegenüber dem Buch der Bücher unbedingt zu bedenken gilt.
Basis der angeregten Diskussionen der Scientific community waren Vorträge von Experten/innen im Bereich der Bibeldidaktik. Ausgehend von der bekannten Erzählung des barmherzigen Samariters (Lk 10,25-37) stellte Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Freiburg) ihren Ansatz der bibeltheologischen Didaktik dar, mit dem sie versucht, die Leserwelt und Textwelt (wieder) in einen lebendigen Dialog kommen zu lassen. Prof. Dr. Joachim Theis (Trier) s

etzte seinen Akzent – ebenfalls in Bezug auf die bekannte Perikope – auf konstruktivistische Prozesse beim Verstehen des Bibeltextes und daraus folgende religionsdidaktische Konsequenzen. Vom Horizont moderner literaturtheoretischer Strömungen aus fokussierte Prof. Dr. Ulrich Kropač auf die relevanten Konstituenten des Lesers, des Textes sowie des Kontextes in religiösen Lern- und Bildungsprozessen mit der Bibel am Beispiel des Barmherzigen Samariters. Den Reigen der religionspädagogischen Überlegungen rundete Prof. Dr. Burkard Porzelt (Regensburg) ab, der mit seiner „vielperspektivischen Bibeldidaktik“ zentrale Momente aller Ansätze aufnahm und für eine praxisnahe Fokussierung warb. Bereichern ließ sich die religionspädagogische Community zudem durch den Neutestamentler Prof. Dr. Martin Ebner, der spannende Einblicke in sein DFG-Projekt „Bibel im Spiegel sozialer Milieu“ gab.
Durch die pointierten Vorträge am Beispiel der gleichen Perikope sowie durch die anschließenden Diskussionen zeigten sich deutlich die Unterschiede, aber auch die Konvergenzen zwischen den einzelnen bibeldidaktischen Ansätze, die Prof. Dr. Sabine Pemsel-Maier mit wenigen Pinselstrichen als Resümee der Tagung festhielt.
Klar wurden jedoch auch bleibende Fragen und Aufgaben rund um den Bereich der Bibeldidaktik benannt, die der Religionspädagogik weiterhin ins Stammbuch geschrieben sind.

Die Beiträge der Redner/innen werden in der nächsten Ausgabe der Religionspädagogischen Beiträge (RpB) nachzulesen sein.
Zu weiteren Impressionen der Tagung gelangen Sie hier. 

 


Einblicke in die griechische Religionspädagogik


Assist. Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis zu Gast in Freiburg


Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Lehrstuhl für Religionspädagogik) freute sich, im Rahmen des ERASMUS-Programms Assist. Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis von der Aristoteles-Universität Thessaloniki an der Albert-Ludwigs-Universität willkommen zu heißen. Vom 12.-14. Januar 2016 gab es viel Zeit für fachlichen, aber auch persönlichen Austausch.
In einer öffentlichen Vorlesung mit dem Titel „Religionsunterricht in Griechenland: Christlich oder multireligiös? Eine Auseinandersetzung zwischen traditionellen Konzepten und neuen Tendenzen“ erläuterte der griechische Gast die spannende und spannungsvolle Situation des christlich-orthodoxen Religionsunterrichts in Griechenlands. Dabei wurde deutlich, dass auch beim europäischen Nachbarn – ähnlich der Diskussion in Deutschland – die konfessionelle Ausrichtung des Religionsunterrichts immer deutlicher angefragt ist.
Mit der „Geometric Didactic Analysis“ stellte Stogiannidis im Oberseminar des Lehrstuhls für Religionspädagogik zudem ein spannendes empirisches Instrument für didaktische Analysen dar. Eine Konkretion erfolgte an griechischen Schulbüchern für das Fach Religion.
Einige Impressionen aus der Vorlesung erhalten Sie hier.

 

 

 


Gastvortrag von Assist. Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis

 

im Rahmen des ERASMUS-Austauschprogramms

 

Beiträge aus dem Jahr 2015

 

Habilitation: Herzlichen Glückwunsch an Prof. Dr. Konstantin Lindner

 

Das Lehrstuhlteam Religionspädagogik beglückwünscht Prof. Dr. Konstantin Lindner zu seiner Habilitation an der Katholischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Am Mitwoch, 11. November, hielt der Bamberger Lehrstuhlvertreter seinen Habilitationsvortrag zum Thema "Religiöse Bildung im Zeitalter der Dominanz ökonomischer Rationalität - Kontexte und Erfordernisse". Am Arbeitsbereich Religionspädagogik wurde anschließend angestoßen. Mit Prof. Dr. Konstantin Lindner freute sich unter anderem Prof. Dr. Mirjam Schambeck (Bild), die die Habilitationsarbeit betreut hat.

 

 

 

 


Neuerscheinung: Keine Angst vor Inhalten!

 

In der gegenwärtigen Religionspädagogik wird der religionsdidaktischen Erschließung der Inhalte der institutionalisierten Religion nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies macht sich auch breitenwirksam im konkreten Religionsunterricht bemerkbar. Bei Religionslehrkräften ist eine Unsicherheit spürbar, wie sie systematisch-theologische Fragestellungen thematisieren sollen, damit Schüler/-innen deren Relevanz erkennen und bearbeiten können und zugleich über das eigene Assoziieren hinauskommen. Der vorliegende Band stellt sich dieser Herausforderung.

 

Herausgegeben von Sabine Pemsel-Maier und Mirjam Schambeck

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Neuerscheinung: Franziskanische Akzente Bände 7 und 8

 

    

 

Weitere Informationen zu den Bänden und der gesamten Reihe erhalten Sie hier.
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Zur wachsenden Relevanz interreligiöser Kompetenz

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf sprach vor dem Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments

 

Am Dienstag, 15. September 2015, ging es in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments um das aktuelle und gerade durch die Flüchtlingskrise brisante Thema „Intercultural dialogue and education for mutual understanding“, das aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wurde. Neben Irina Bokova, der Generaldirektorin der UNESCO, Barend van Driel, Generalsekretär der International Association

 for Intercultural Education (lAIE), sowie Christophe Polak und Asiya Sadiq sprach auch Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf vor den Parlamentarierinnen und Parlamentariern sowie Gästen. 

Unter dem Titel „Religion: factor of stress or driving force of peace? On the increasing importance of interreligious competence“ ging die Professorin für Religionspädagogik der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität vor allen Dingen auf die Bedeutung der Religion für das friedliche Zusammenleben in Europa ein. Angesichts des immer stärker ins Bewusstsein tretenden Religionsplurals und der vielfältigen Zerrbilder von Religion betonte die Professorin die Notwendigkeit religiöser Bildung und speziell die Relevanz interreligiöser Kompetenz, die es ermöglicht, Eigenes undFremdes zu unterscheiden und zugleich Eigenes und Fremdes miteinander in Beziehung zu setzen.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Eine Videoaufzeichnung der gesamten Anhörung - Beitrag Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ab 02:06:40 - steht hier als Stream bereit.

 

 

 


Einladung zum 39. AKRK-Symposion der AKRK-Sektion Didaktik

Biblisches Lernen – bibeldidaktische Hochkonjunktur trifft auf wachsende Fremdheit

 

Trotz der wachsenden Fremdheit der Bibel zeichnet sich in den letzten 15 Jahren eine bibeldidaktische Hochkonjunktur ab. Unterschiedliche Entwürfe biblischen Lernens liegen auf dem Tisch, nehmen teilweise Bezug aufeinander, mühen sich um die Rezeption aktueller literaturtheoretischer und exegetischer Erkenntnisse genauso wie um die Verschränkung mit Alltagsexegesen von Schüler/-innen und versuchen so, biblisches Lernen in der Schule zu verändern.

Die Frage stellt sich, wo das Proprium dieser jeweiligen Ansätze liegt, welche Praxisrelevanz sie entfalten und ob die Fremdheit der Bibel dadurch auch zum produktiven Lernanlass wird.

Das Symposion will diesen Themen nachgehen, indem zunächst das Spannungsfeld von Rezipient/-innen und Bibeltext beleuchtet und damit der aktuelle exegetische Diskurs in Grundzügen verhandelt wird. Vor diesem Hintergrund werden vier aktuelle Ansätze biblischen Lernens vorgestellt. Die Besonderheit des Tagungsverlaufs liegt darin, dass die Referent/-innen jeweils auf denselben Bibeltext Bezug nehmen, nämlich die Erzählung vom barmherzigen Samariter. Damit kann das Spezifikum der Ansätze, aber auch das Gemeinsame sehr schnell augenfällig und auf den bibeldidaktischen Ertrag hin gelesen werden.

Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung können dem Flyer entnommen werden.

 

 


Neuerscheinung: Franziskanische Akzente Bände 5 und 6
 

      

 

Weitere Informationen über die gesamte Reihe finden Sie hier.

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Keine Angst vor Inhalten – theologische Themen religionspädagogisch erschließen:
Kerngeschäft oder Randthema?

 

 


Informationen über das 38. Symposion der AKRK-Sektion Didaktik (Keine Angst vor Inhalten – theologische Themen didaktisch erschließen: Kerngeschäft oder Randthema?) sowie einige Impressionen der Tagung finden Sie hier.

 

 


Interuniversitäres Oberseminar – 9./10. Januar 2015

Der Arbeitsbereich Religionspädagogik der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf) pflegt bereits seit geraumer Zeit einen intensiven wissenschaftlichen Austausch mit dem Lehrstuhl für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik in Eichstätt (Prof. Dr. Ulrich Kropač) und dem Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts in Bamberg (Prof. Dr. Konstantin Lindner). Zu Beginn jeden Jahres trifft sich dieser Kreis, u.a. zur Vorstellung und Diskussion entstehender Dissertationen sowie Habilitationen.

Um gemäß dieser Tradition über „Themen und Trends in der Religionspädagogik“ ins Gespräch zu kommen, kamen auch 2015 (09. und 10. Januar) 15 Teilnehmer/innen im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg aus

kamen auch 2015 (09. und 10. Januar) 15 Teilnehmer/innen im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg zusammen. Folgende Vorträge gaben den Anstoß zu lebendigem und produktivem Austausch:

  • Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf: Zum Verständnis und Geschäft der Religionspädagogik. Wissenschaftstheoretische Anmerkungen
  • Prof. Dr. Konstantin Lindner: „Wertebildung im RU – ein Modell in unterrichtsreflexiver Absicht“
  • Johannes Heger: „Wir gehören der Religion mit den wohlgemeinten Ratschlägen an, die im wirklichen Leben nicht ankommen.“ – Die Simpsons als Spiegel postmoderner Religiosität und als religionsdidaktische Chance
  • Michael Wohner: Jugendtheologie im katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe: Verortung, Begründung, Chancen und Grenzen
  • Prof. Dr. Ulrich Kropač: Religiöses Lernen im Zeichen von Entkonfessionalisierung 

 


Neuerscheinung : Franziskanische Akzente

Die Suche der Menschen nach Sinn und Glück ernst nehmen und Impulse geben für ein geistliches, schöpfungsfreundliches und sozial engagiertes Leben – das ist das Anliegen der Reihe „Franziskanische Akzente“.

 

      

Weitere Informationen über die gesamte Reihe finden Sie hier.

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Neuerscheinung: Inklusion!? Religionspädagogische Einwürfe

 

 

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention geht für das deutsche Schulsystem die Verpflichtung zur Inklusion einher. Der Band beleuchtet Inklusion aus bildungspolitischer, (sonder-)pädagogischer, theologischer und religionsdidaktischer Perspektive. Er lotet Notwendigkeit und christliche Motivierung, unterschiedliche Verwirklichungsformen und mögliche Grenzen von Inklusion im Religionsunterricht aus. In der Spannung von Befürwortung und Differenzierung leiten die verschiedenen Beiträge dazu an, Inklusion religionspädagogisch zu konturieren und kritisch zu hinterfragen. Nicht zuletzt bieten sie eine Auswahl von best-practice-Beispielen sowohl aus inklusivem als auch aus förderpädagogisch ausgerichtetem Religionsunterricht.

Herausgegeben von Sabine Pemsel-Maier und Mirjam Schambeck

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Einladung zum 38. AKRK-Symposion der AKRK-Sektion Didaktik


Keine Angst vor Inhalten - theologische Themen religionsdidaktisch erschließen: Kerngeschäft oder Randthema

 

 

38akrksymposionflyerNicht erst die Kompetenzorientierung der Bildungspläne hat die Frage nach dem Stellenwert theologischer Inhalte für das Gelingen sowie die Initiierung, Begleitung und Evaluation religiöser Lern- und Bildungsprozesse aufgeworfen. Auch nicht wenige Selbstbeschreibungsprozesse der Religionsdidaktik als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin gingen – unbewusst oder explizit – auf Distanz zur Aufgabe, theologische Themen religionsdidaktisch zu erschließen.

Das Symposion widmet sich der Frage, ob die didaktische Bearbeitung theologischer Themen Kerngeschäft oder Randthema der Religionsdidaktik ist. Dabei sind zwei Zugänge anvisiert: Zum einen werden in Vorträgen exemplarisch theologische Themen religionsdidaktisch konturiert, um das Potenzial, aber auch die Schwierigkeiten dieses „Geschäfts“ zu erörtern. Zum anderen gilt es die Frage kritisch zu diskutieren, ob und wie eine solche Erschließung zur Religionsdidaktik gehört. Das Symposion bietet darüber hinaus Nachwuchswissenschaftler/-innen ein Forum, ihre Arbeiten einem Expert/-innenkreis vorzustellen und konstruktiv zu besprechen.

Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung können dem Flyer entnommen werden.

 

 

 

Beiträge aus dem Jahr 2014

 

"Wie's im Reliunterricht so läuft" – Oberseminar in Würzburg

 

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und Teile ihres Promovenden/innen- und Habilitandenkreis kamen am 13.7.14 in Würzburg zum gemeinsamen Oberseminar zusammen, das unter der Überschrift "Wie's im Reliunterricht so läuft: Auf der Suche nach einem korrelativen RU" stand. Die Teilnehmer/innen betrachteten und analysierten videographierte Religionsstunden aus dem unterrichtlichen Alltag und stellten Überlegungen an, welche Erkenntnisse aus der (gelingenden) Praxis für die Theorie der Korrelation gewonnen werden können.

 

 

 


Exkursion zum alten jüdischen Friedhof in Freiburg

 

Am 2.7.14 unternahmen Studierende des Hauptseminars „Interreligiöse Kompetenz im Klassenzimmer und Gemeindehaus?! Was der Religionsplural für religiöse Bildung bedeutet“ unter der Leitung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf eine Exkursion zum alten jüdischen Friedhof. Vor Ort erkundeten sie wichtige Orte des Friedhofs und setzten sich mit jüdischen Begräbnisritualen auseinander.

Hier finden Sie einige Impressionen der Exkursion.


Inklusion – religionspädagogisch perspektiviert und angefragt

 

 

 

 

Informationen und Materialien zum zurückliegenden Symposion der AKRK-Sektion Didaktik (Inklusion – religionspädagogisch perspektiviert und angefragt) finden Sie hier.


Interuniversitäres Oberseminar

Der Bamberger Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts (Prof. Dr. Konstantin Lindner) steht in einem engen wissenschaftlichen Austausch mit den religionspädagogischen Lehrstühlen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Prof. Dr. Ulrich Kropac) und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Prof. Dr. Schambeck sf). Unter anderem werden im Rahmen eines gemeinsamen Oberseminars jeweils zu Jahresbeginn laufende Dissertations- und Habilitationsprojekte vorgestellt und diskutiert.

Vom 24. bis 25. Januar 2014 tagte das Oberseminar an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Insgesamt nahmen 20 Personen daran teil. Folgende Forschungsprojekte wurden dabei in intensiven und produktiven Diskussionen besprochen:

  • Johannes Heger (Freiburg): "Perspektiven der Religionspädagogik. Ein evaluierend-prospektiver Blick auf die Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik" (Dissertationsprojekt)
  • Peter Frasch (Eichstätt): "Phantasie als Weg zur Wirklichkeit? Kulturhermeneutische Analyse christlicher Tradtitionsbestände im modernen Fantasy-Film im Horizont religiöser Bildungsprozesse" (Dissertationsprojekt)
  • Marie-Theres Ultsch (Bamberg): "Die Bedeutung der Bibel für Heranwachsende - eine qualitativ-empirische Studie" (Dissertationsprojekt)
  • Dr. Christian Höger (Freiburg): "Schülerwissen und -einstellungen zu Urknall, Evolution und Schöpfung in der Entwicklung. Eine qualitativ-empirische Längsschnittstudie" (Habilitationsprojekt)

Interreligiöse Kompetenz

Basiswissen für Studium, Ausbildung und Beruf - ab sofort erhältlich

Der Plural der Religionen ist auch in Deutschland angekommen und alltäglich erfahrbar. Die Klassenzimmer sind bunter, die Religionszugehörigkeiten sind unterschiedlicher geworden. Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht zu einer eigenen, begründeten Position zu Fragen der Religion zu befähigen, heißt insofern, dies angesichts des Plurals der Religionen zu tun.

Das vorliegende Lehrbuch legt einen Ansatz (inter-)religiöser Bildung vor, der die Chancen und Herausforderungen des Religionsplurals produktiv aufgreift. Ausgehend von sozio-politischen Entwicklungen, den Einstellungen von Schülerinnen und Schülern zum Religionsplural sowie theologischen Weichenstellungen im Dialog der Religionen werden zum ersten Mal unterschiedliche Ansätze interreligiösen Lernens aufgearbeitet und kritisch beleuchtet. Insofern bietet das Buch wichtiges Prüfungswissen.

Mittels eines theologischen Differenzmodells, das im Verständnis Gottes als Liebe wurzelt, wird es möglich, den Anderen, Fremden nicht als Bedrohung, sondern als anerkanntes und anerkennendes Gegenüber zu verstehen. Das erlaubt, interreligiöse Kompetenz neu zu konturieren und einen Ansatz (inter-)religiöser Bildung vorzulegen, der die Schülerinnen und Schüler als Subjekte des Lernens ernst nimmt und die Wahrheitsansprüche der Religionen nicht überdeckt.

Beispiele, wie dieser Ansatz (inter-)religiöser Bildung im Religionsunterricht fruchtbar gemacht werden kann, runden die Überlegungen ab.

 

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Vortrag von Prof. Dr. Konstantin Lindner: "In Kirchengeschichte verstrickt - Kirchengeschichtsdidaktik"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Einladung zum 37. Symposion der AKRK-Sektion Didaktik
„Inklusion – religionspädagogisch perspektiviert und angefragt“
vom 10. bis 11.01.2014 im Schönstattzentrum Würzburg

 

Hier finden Sie nähere Informationen.

Diese Veranstaltung hat schon stattgefunden.

Beiträge aus dem Jahr 2013

"Keine Angst vor Inhalten!"

Interuniversitäres Oberseminar (22.-23.6.2013)

 

„Keine Angst vor Inhalten“ im Religionsunterricht?! – diesem Rahmenthema widmeten sich beim interuniversitären Oberseminar in Schmerlenbach am 22./23. Juni Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrstuhls für Religionspädagogik der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Rudolf Englert) und des Arbeitsbereiches Religionspädagogik und Katechetik der Albert-Ludwigs-Universität (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf).

Dabei stellte Prof. Dr. Rudolf Englert Leitgedanken seiner neuen Monographie „Religion gibt zu denken – Eine Religionsdidaktik in 19 Lehrstücken“ vor und damit zur Diskussion. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf referierte über das „Mystagogisches Lernen“, wodurch die Gottesfrage als Gegenstand des Religionsunterrichts gerade angesichts der Postmoderne in den Fokus rückte.


Einen Einblick in ihr Arbeiten gewährte auch StDin Elisabeth Hotze, die aufwändig produzierte inkulsionsfähige Materialien zum Thema „Paulus/paulinische Theologie“ präsentierte. Abgerundet wurde der fachliche Input von Dr. Christian Höger, der durch seine empirischen Forschungen über „Schülerwissen und –einstellungen zu Urknall, Evolution und Schöpfung in der Entwicklung“ eine weitere Tiefenbohrung zu Inhalten des Religionsunterrichts anstellte.


Durch die intensiven Diskussionen wurde einerseits klar, wie wichtig inhaltliche Arbeit im Religionsunterricht ist. Andererseits zeigte sich deutlich, dass Religionspädagogik weiterhin darauf hinarbeiten muss, sowohl theologisch als auch didaktisch gute Grundlagen dafür zu schaffen, damit hinter das Rahmenthema „Keine Angst vor Inhalt“ wahrhaft ein Ausrufezeichen gesetzt werden kann.
 

Hier finden Sie Impressionen des Oberseminars.


Exkursion nach Buchenwald, Auschwitz, Krakau und Prag vom 21.-25. Mai '13

Im Rahmen des Hauptseminars Religiöse Erziehung und Bildung nach Auschwitz

 

"Die wichtigste Forderung an eine künftige Erziehung muss diejenige sein, dass so etwas wie Auschwitz nie mehr wieder geschieht." (Th. W. Adorno) - Zusammen mit dem Arbeitsbereich Frömmigkeitsgeschichte und Kirchliche Landesgeschichte machten sich 38 Teilnehmer auf, um sich direkt vor Ort mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen.

Hier finden Sie Impressionen der Exkursion.

 

 

 

 

Beiträge aus dem Jahr 2019

Religionspädagogik im Frühen Christentum?

Gastvortrag von Prof. Dr. Josef Lössl am 18.12.2019

 

Die Alte Kirchengeschichte beforscht historisch-religiöse Kontexte der Antike, die Religionspädagogik reflektiert und beforscht religiöse Lern- und Bildungsprozesse in der Postmoderne. So ließe sich das Mindset der meisten Theolog*innen über die Zuordnung und Struktur der beiden akademischen Disziplinen beschreiben.

Dass religiöse Bildung jedoch ab Beginn einen Teil der Geschichte des Christentums ausmacht, verdeutlichte Prof. Dr. Josef Lössl in einem vielseitigen Gastvortrag am 18.12.2019. Dabei stellte der Kirchenhistoriker der Universität Cardifff die generelle Bedeutung von Bildung in der Antike dar und machte an zahlreichen Beispielen deutlich, inwiefern sich eine genuin christliche Bildung entwickelte. In der Abschlussdiskussion wurde u. a. darüber diskutiert, ob eine christliche Bildungskonzeption sich inhaltlich oder formal bestimmen lässt und ob die Postmoderne das Christentum zu einer erneuten Konturierung ihres Begriffs und Konzepts von Bildung herausfordert.


Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, die Inhaberin des Lehrstuhls für Religionspädagogik, freute sich sehr darüber, dass Prof. Dr. Josef Lössl sich im Rahmen seiner Gastprofessur am Arbeitsbereich Neutestamentliche Literatur und Exegese der Aufgabe stellte, einen Blick auf die religiöse Bildung zu werfen. Auch die zahlreich erschienen Studierenden waren fasziniert von dem ungewohnten Blick auf die religiöse Bildung von gestern, die für die Bildung von heute und morgen zu denken gibt. 

 


Gastvortrag von Prof. Dr. Josef Lössl am 18. Dezember 2019

Zwischen Kultraum und Klassenzimmer - "Religionspädagogik" im Frühen Christentum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


„Christkind“ – „Sohn Gottes“ – „halb Mensch, halb Gott“

Habilitationsvortrag von AOR Dr. Christian Höger

 

AOR Dr. Christian Höger referierte – passend zum nahenden Weihnachtsfest – am 28.11. an der Albert-Ludwigs-Universität zum Thema „Christkind“ – „Sohn Gottes“ – „halb Mensch, halb Gott“. Dabei gewährte er Einblick in empirische Studien zu kindlichen Vorstellungen über Jesus Christus und das Christkind. Ausgehend von diesen Befunden entwickelte der Akademische Rat für Religionspädagogik der PH Freiburg Linien für die Entwicklung einer Christologiedidaktik für die Grundschule.
Mit diesem Vortrag und einem anschließenden Kolloquium ging Dr. Christian Höger zudem den letzten Schritt auf dem Weg zur Habilitation im Fach Religionspädagogik. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Bild), die Betreuerin der Habilitationsarbeit, und der gesamte Lehrstuhl für Religionspädagogik der Albert-Ludwigs-Universität gratulieren dem frisch gebackenen Privatdozenten herzlich!

 

 


Freiburger Delegation beim ersten LERU Theology and Religious Studies Early Career Seminar

 

 

Zur Freiburger Delegation zählten (von links nach rechts): Steffen Engler, Karlheinz Ruhstorfer, Sarah Röser, Georg Bier, Daniela Blank, Stephan Tautz, Johannes Heger, Klaus Baumann

 

 

 

 

 

 

Vom 11.-14.09.2019 trafen sich Theolog*innen und Religionswissenschaftler*innen aus Cambridge, Genf, Heidelberg, Helsinki, Kopenhagen, Leuven, Lund, München, Oxford, Paris, Straßburg, Zürich und Freiburg zum ersten early career seminar der LERU Theology and Religious Studies (THRS) thematic group an der University of Cambridge. Durch dieses internationale und interdisziplinäre Setting kam es zu einem inspirierenden fachlichen sowie zwischenmenschlichen Austausch, der häufig die Perspektivität des eigenen Denkens aufdeckte und spannende Vernetzungen anbahnte. Im Vordergrund der Tagung standen Forschungsprojekte der Nachwuchswissenschaftler*innen, die in seminar paper sessions vorgestellt und diskutiert wurden.
Zur Freiburger Delegation gehörte auch Dr. Johannes Heger vom Lehrstuhl Religionspädagogik. Unter dem Titel „On the way to a didactical concept for religious education in the field of eschatology” gab der wissenschaftliche Mitarbeiter Einblick in seine Habilitationsstudie, in der Konturen einer Eschatologiedidaktik entwickelt werden. Besonders fasziniert zeigten sich die Zuhörer*innen von eschatologischen Gedanken Jugendlicher – speziell zum „Täter-Opfer-Problem“ –, die in einer empirischen Explorationsstudie erhoben wurden.

Zum Bericht auf der LERU-Homepage geht es hier.

 


Neuerscheinung: Roadtrips zur Gottesfrage

 

 

Schambeck, Mirjam/Verburg, Winfried (Hg.), Roadtrips zur Gottesfrage – Wenn es im Religionsunterricht um Gott geht, München 2019.

Die Roadtrips zur Gottesfrage hatten ihren Anfang beim 14. Arbeitsforum für Religionspädagogik der Pädagogischen Stiftung Cassianeum im Frühjahr 2019. Das vorliegende Buch dokumentiert die Suchbewegungen dieser Tagung, erweitert den Diskurs aber um Aspekte, die auf der Tagung noch nicht bearbeitet und diskutiert wurden.
„Der Religionsunterricht weckt und reflektiert die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach den Normen für das Handeln des Menschen und ermöglicht eine Antwort aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche“, so die erste Zielbestimmung des Beschlusses zum Religionsunterricht in der Schule der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland von 1974.

Die Suchbewegungen dieser Roadtrips zur Gottesfrage garantieren nicht, ans Ziel zu kommen. Sie wollen aber anregen, die Reise fortzusetzen und Mut machen, sich im Religionsunterricht mit den Schüler*innen weiter sowohl intellektuell als auch existentiell dieser Frage auszusetzen, um dem großen Geheimnis Gott nachzuspüren, sei es als Reisende*r oder als Reisebegleiter*in für Schüler*innen.

  

 

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Neuerscheinung: Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik

 

 

 

Schambeck, Mirjam/Simojoki, Henrik/Stogiannidis, Athanasios (Hg.), Auf dem Weg zu einer ökumenischen Religionsdidaktik. Grundlegungen im europäischen Kontext, Freiburg i. Br. 2019.

Ökumene öffnet Grenzen! Aus dieser Überzeugung heraus präsentiert der Band Konturen einer ökumenischen Religionsdidaktik, die in dialogischer Verschränkung von evangelischen, katholischen und orthodoxen Perspektiven Gestalt gewinnt. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie religiöse Bildung in der Schule ökumenisch sensibel verantwortet und angelegt werden kann. Dies wird in den Beiträgen kontextuell verortet, theologisch reflektiert und religionsdidaktisch entfaltet.

 

 

 

 

 

 

 

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Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente 21, 22 und 23

 

 

Hose, Burkhard, Es reicht. Für eine Kultur des Teilens (= Franziskanische Akzente 21), Würzburg 2020.

Für eine neue Kultur des Teilens einzutreten bedeutet weit mehr als Almosen zu geben. Es geht um die Bereitschaft, das eigene Leben zu ändern. Gemeint ist die Abkehr von einer reinen Charity-Haltung, die zwar den Armen Anteil am Überfluss der Reichen gibt, aber nichts an den ungerechten Verhältnissen ändert.

Auf den Spuren Jesu und in der franziskanischen Tradition zu teilen heißt hingegen: Statusunterschiede zwischen Menschen abbauen. Auf Macht und Privilegien verzichten – nicht um des Verzichts, sondern um der Gerechtigkeit willen. Allen Menschen die gleiche Würde zuerkennen und die Verhältnisse so ändern, dass Menschen ihre Würde auch leben können. Auf dem Weg des Teilens zu erleben, dass es für uns gemeinsam reicht, entfaltet der Autor in diesem Buch Schritt für Schritt.

 

 

 

 

 

 


Kusters, Nikolaus, Spiegel des Lichts. Franz von Assisi – Prophet der Weltreligionen (= Franziskanische Akzente 22), Würzburg 2019.

Mitten im Fünften Kreuzzug traf sich Franziskus 1219 in Ägypten mit dem islamischen Oberherrscher, Sultan al-Kāmil. Diese Friedensmission blieb zwar politisch erfolglos, ging aber als prophetisches Zeichen in die Geschichte ein. Eine ihrer späten Früchte sind die großen Friedensgebete der Welt- und Naturreligionen, die sich seit 1986 in Assisi treffen, um für eine friedlichere, menschlichere und gerechtere Welt einzustehen.
Niklaus Kuster zeichnet nach, wie sich die Horizonte des jungen Franziskus schrittweise weiteten, bis er nach seinen Erfahrungen mit dem Islam Rundbriefe an die Menschheit richtete. Heilige Texte der Weltreligionen stützen jene Mystiker, die von Geschwisterlichkeit ohne Grenzen sprechen. Abschließend werden „Zehn franziskanische Optionen“ genannt, die den eigenen Umgang mit Menschen anderer Religionen inspirieren. Diese können als Geschwister entdeckt, freundschaftlich gewonnen und auch Gefährten in der zunehmend säkularen Welt werden.

 

 

 

 

 

Frerichs, Jan, Nach der Erleuchtung: Boden wischen. Ein franziskanisches Alltagsprogramm (= Franziskanische Akzente 23), Würzburg 2019.

Franz von Assisi war gewiss kein “alltäglicher" Heiliger. Er war ein Aussteiger, verzichtete auf Eigentum und bürgerliches Leben, verbrachte die meiste Zeit auf Wanderschaft und in der Natur. Und doch war seine radikale Gottsuche keine Weltflucht, sondern ein Platznehmen mitten in der Welt. Franziskus machte keinen Unterschied zwischen heilig und profan. Er suchte das Heilige im Profanen und das Profane im Heiligen. Er erwartete Gott "im Dazwischen". Und Gott zu erwarten bedeutet, nicht schon zu wissen, wo er genau ist.

Jan Frerichs entwickelt aus dieser Grundhaltung einen spirituellen Weg für moderne Stadteremiten und solche, die es werden wollen - biblisch fundiert, franziskanisch verwurzelt und radikal verortet im "Alltäglichen": in Arbeit und Kreativität, in einfachem Leben, Gebet, Gemeinschaft und liebendem Engagement für die Welt.

 

 

 

 

 

 

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Social Media als „Kommunikationsort“ von Religion

Gastvortrag von Dr. Viera Pirker

 

Dass religiöse Bildung stets kontextuell geschehen muss und dass es dazu einer Wahrnehmung der Lebenswelt bedarf, gehört längst zur Grammatik der Religionspädagogik dazu. Die digitale und mediale Prägung dieser v. a. kindlichen und jugendlichen Lebenswelt wird jedoch erst anfanghaft religionspädagogisch bedacht und beforscht. Eine der Pionierinnen dieses Feldes ist Dr. Viera Pirker, die am Dienstag, 10.7.2019, einer Einladung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf zur Gastvorlesung nach Freiburg gefolgt ist.
Dem interessierten Auditorium vergegenwärtigte die Wiener Religionspädagogin theoretisch-analytisch, aber auch praktisch-exemplarisch, dass religiöse Kommunikation sich bereits hier und heute im Raum des Medialen vollzieht. Feinsinnig und vielschichtig machte sie dies am Beispiel des Instagram-Accounts „blessedisshe_“ deutlich.

Als einen religionspädagogischen Anknüpfungspunkt markierte Pirker u. a. die Selbstreflexion der Mediennutzung, wozu sie die Hörer*innen mittels „Mentimeter“ live befragte (Bild). Einen weiteren Akzent ihres Vortrags bildete die Schulung einer (kritischen) Medienkompetenz.
Am Vorabend des Gastvortrags stellte Dr. Viera Pirker mit dem „Migrationskompass“ im Rahmen des religionspädagogischen Oberseminars von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ein weiteres Produkt ihrer vielfältigen Forschung vor.

 

Die PPT zum Vortrag finden Hörer*innen der Vorlesung auf ILIAS.

Empfehlungen zu Literatur und Links zum Themenfeld "religiöse Bildung und Digitalisierung" von Dr. Viera Pirker finden Sie hier.

 


Nachruf auf Prof. Dr. Günter Biemer

* 30. September 1929 in Mannheim; + 1. Juni 2019 in Staufen

 

Prof. Dr. em. Günter Biemer wechselte nach seiner Lehrtätigkeit am Priesterseminar St. Peter und der Universität Tübingen 1970 an die Freiburger Universität. Von 1970 bis 1994 hatte er den Lehrstuhl für Religionspädagogik in Freiburg inne. Neben grundlegenden Arbeiten zur Didaktik des Religionsunterrichts und zur Sakramentenkatechese leitete Kollege Biemer ein Forschungsprojekt zum „Lernprozess Christen Juden“.

Gerade in Zeiten wie den unseren, in denen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus aus dem kommunikativen Gedächtnis zu verschwinden droht, ist es wichtig, dieses zu einem kollektiven Gedächtnis weiterzuentwickeln. Die Arbeiten von Prof. Dr. Günter Biemer haben dazu Entscheidendes beigetragen. Er erwarb sich große Verdienste im jüdisch-christlichen Dialog und gehörte zu den wichtigen Protagonist*innen jüdisch-christlicher Zusammenarbeit.

Im Zentrum seines Schaffens standen die Person und das Werk des englischen Theologen und Kardinals John Henry Newman. Eine der Früchte seiner Arbeit ist eine umfangreiche Biographie des englischen Denkers, die zuletzt in einer völlig neu bearbeiteten Auflage wieder erschienen ist. Sie zählt zu den Standardwerken der Newman-Forschung. Darüber hinaus war der Verstorbene Gründer und Ehrenvorsitzender der internationalen John Henry Newman-Gesellschaft.

In der akademischen Lehre beschritt Kollege Biemer zu Beginn der 1970er Jahre damals noch ungewohnte Wege, die die Partizipation der Studierenden förderten. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Forscher und Lehrer an der Universität war Prälat Biemer in der Seelsorge tätig und hielt so den auch für die wissenschaftliche Arbeit unerlässlichen Kontakt zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen.

Für sein großes Engagement als Forscher, Lehrer und Seelsorger gilt Prof. em. Dr. Günter Biemer der Dank auch vonseiten des derzeitgen Lehstuhlteams.
R.I.P.

 


Gastvortrag von Dr. Viera Pirker zum Thema Socialmedia als "Kommunikationsort" von Religion am 10.07.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Universitäre und schulische (Aus-)Bildung von Religionslehrer*innen Hand in Hand

Vernetzungstreffen zwischen dem Lehrstuhl für Religionspädagogik und Seminarlehrer*innen für kath. Religionslehre haben sich etabliert.

 

Dass (Religions-)Lehrer*innen fachlich und (religions-)didaktisch kompetent sein sollen, ist nicht erst seit dem PISA-Schock ein lautstark artikulierter Wunsch von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Eltern und Schüler*innen. Wie aber eine optimale Ausbildung von (Religions-)Lehrkräften konkret gelingen kann und welche Maßnahmen dazu zu ergreifen sind, wird dagegen intensiv diskutiert. Unbestritten ist dabei, dass die stärkere Verzahnung der verschiedenen theoretischen und praktischen Ausbildungsphasen eine bedeutende Rolle spielt.

Deshalb lädt der Lehrstuhl für Religionspädagogik unter Leitung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und unter Mitarbeit von Dr. Johannes Heger seit 2017 regelmäßig Seminarlehrer*innen für den katholischen Religionsunterricht zu Vernetzungstreffen an die Albert-Ludwigs-Universität ein. Durch den persönlichen Kontakt, den kontinuierlichen Austausch und die gegenseitige perspektivische Bereicherung des kontinuierlich gewachsenen Kreises wird somit stetig an der Verbesserung der Professionalisierung von Religionslehrer*innen gearbeitet. Derzeit bildet die (Neu-)Gestaltung des Praktikumssemesters auch durch die neue Forschungsstelle mit Dr. Eva-Maria Spiegelhalter einen Arbeitsschwerpunkt der Vernetzungsgruppe.

 

 

Beiträge aus dem Jahr 2020

 "Spoiled youth – betrogen durch Corona!" und was Religion anzubieten hat

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf veröffentlicht zwei Artikel zu den Grundverunsicherungen durch die Corona-Pandemie und darüber, was eine religiöse Perspektive darauf als Antwort geben kann, auf feinschwarz.net.


Angesichts der Grundverunsicherungen und des Kontrollverlusts in der Coronapandemie v. a. für junge Menschen fragt Mirjam Schambeck sf, was christliche Religion und Theologie in der Krise anbieten kann.

 

Um auf die beiden Artikel zuzugreifen, wählen Sie folgende Links:

 

Weiteres auf Facebook unter: https://www.facebook.com/feinschwarz

 

Foto: Elisabeth Wöhrle sf

 

 


"Religionsunterricht hinter der Maske"

Dr. Eva-Maria Spiegelhalter veröffentlicht einen Artikel zur Maskenpflicht im Unterricht und, was diese über Körperlichkeit und Theologie verrät, auf feinschwarz.net.

 

 

 

Als Religionslehrerin reflektiert Eva-Maria Spiegelhalter über die Erfahrung mit dem Tragen der Maske im Unterricht. Und sie verbindet es mit theologischen Überlegungen zur Körperlichkeit im Christentum und zur Frage von Identität.

 

Um auf den ganzen Artikel zuzugreifen, wählen Sie den Link.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Max Fischer von Pexels

 


Bibelwerk entwickelt Tutorial zur Bibeltheologischen Didaktik von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Mirjam Schambeck zeigt in ihrer Bibeltheologischen Didaktik auf, dass die Begegnung von Leser*in/Hörer*in und biblischem Text auf Augenhöhe gelingen kann. Dabei werden intertextuelle Lesart und Verstehenskontexte der Lesenden miteinander in Bezug gesetzt: Leser*innen damals und heute verlebendigen und aktualisieren biblische Texte durch Sinngebung.

Die Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat dazu nun zwei Erklärvideos auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. Sie erklären in zwei Teilen die Begriffe des Modells von Mirjam Schambeck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um auf die beiden Videos zuzugreifen, wählen Sie die folgenden Links:

 


Digitale Antrittsvorlesung von PD. Dr. Christian Höger am 9. November

Schöner neuer Mensch? Transhumanismus als Herausforderung für die Religionspädagogik

 

Die Veranstaltung findet als Zoom-Meeting statt. Die Zugangsdaten finden sich untenstehend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente: Band 26 und 27

 

 

Arens, Heribert/Machowiak, Martino, Lebendig alt sein (= Franziskanische Akzente 26), Würzburg 2020.

Viele Bücher zum Thema Alter reden vom alt werden, kaum eines vom alt sein. Dieses Buch redet bewusst vom alt sein. Die Frage lautet nicht: Wie werde ich alt? Sondern: Wie bin ich alt? Die Antworten sind unterschiedlich. Sehr häufig ist die Rede von Würde. Das ist gut und notwendig. Heribert Arens und Martino Machowiak ist ein anderer Akzent wichtig: lebendig sein! Zu gern wird „alt und krank“ in einen Topf geworfen. Aber Alter ist keine Krankheit, auch wenn es sich häufiger mit Defiziten auseinandersetzen muss. Auch alte Menschen können lebendig, mit Lebenslust, Lebensenergie und der Frage "Was kann ich erst jetzt?" ihre Tage gestalten, selbst wenn das Alter ihnen Schweres zumutet. Diese Haltung wollen die beiden Autoren unterstreichen und fördern. Dazu ermutigt auch die Leben bejahende Spiritualität des Franz von Assisi.

 

 

 

 

 

 

 

 

Knobloch/Stefan, Das Hiersein übertreffen. Gottsuche in der Gegenwartsliteratur (= Franziskanische Akzente 27), Würzburg 2020.

In der Reihe „Franziskanische Akzente“ über moderne Literatur zu sprechen mag ungewöhnlich erscheinen. Jedoch: Franz von Assisi war ein Literat. Man denke nur an seinen Sonnengesang. Er war in seinem ganzen Leben wie in seinem Schreiben ein Verweis auf Gott. Auch heute können Literaten unterschiedlichster Coleur in eindrücklicher Weise die Gottesfrage aufwerfen. Zwei von ihnen stehen in diesem Band exemplarisch dafür: Elazar Benyoetz, ein israelischer Schriftsteller, insbesondere mit seiner Veröffentlichung „Aberwenndig. Mein Weg als Israeli und Jude ins Deutsche“; und Ulla Hahn mit ihrem Werk „Wir werden erwartet“. Ein kurzer Blick vorab auf unsere Zeitverhältnisse und auf Franziskus als Literat leitet das Buch ein.

 

 

 

 

 

 

 


Konfessionslosigkeit als religionspädagogische Herausforderung

Interuniversitäres (Zoom-)Oberseminar zu brennendem Thema

 

Besondere Zeiten erzeugen besondere Formate. So fand das interuniversitäre Oberseminar der Lehrstühle für Religionspädagogik aus Freiburg (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf) und Halle (Prof. Dr. Michael Domsgen) am vergangenen Wochenende (KW 27) als Zoom-Konferenz statt. Dies ermöglichte es rund 20 Teilnehmer*innen, aus ihren Büros und Wohnzimmern heraus über das religionspädagogisch brennende Thema der Konfessionslosigkeit zu reflektieren und diskutieren.

Den Ausgangspunkt des Austausches bildeten mehrere Input-Vorträge der Lehrstuhlinhaberin bzw. des Lehrstuhlinhabers: Prof. Dr. Michael Domsgen skizzierte unter dem Leitwort des „nicht mehr stimmigen Gefüges“, dass die Religionspädagogik schon immer eine Krisenwissenschaft gewesen sei und nunmehr aufgrund der sich ändernden Schülerschaft (Konfessionslose) vor einer neuen Herausforderung stünde. Dies zeige sich aktuell – laut der luziden Analyse des evangelischen Theologen – darin, dass das bisherige religionsdidaktische Gefüge aus Lehrer*innen, Schüler*innen und Stoff sowie deren religionsdidaktischer Bezüge nicht mehr austariert sei. In einem zweiten Vortrag buchstabierte Domsgen unter dem Leitgedanken eines positionellen Religionsunterrichts aus, wie ein weltanschauliches/religiöses Lernen im transformierten Gefüge aussehen könnte und warb für den Gedanken einer „exemplarischen Positionalität“. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ergänzte diesen thematischen Horizont um einen Vorschlag, den Religionsunterricht künftig zwar weiterhin bekenntnisorientiert, jedoch im Klassenverband zu unterrichten. Zudem gewährte sie erste Einblicke in eine Studie über religiöse Lern- und Bildungsprozesse mit Konfessionslosen und entwickelte dabei erste Leitlinien, wie ein Religionsunterricht in Planung und Gestaltung künftig aussehen müsse, um auch diese Lernenden nicht zu marginalisieren.
Ausgehend von diesen gehaltvollen Inputs und vor dem Hintergrund unterschiedlicher (religiöser) Lebens- und Lernkontexte aus Ost und West entstanden lebhafte Diskussionen, die immer wieder auf Grundsatzfragen religiösen Lernens hinausliefen. So wurde für die Teilnehmer*innen spätestens in der Abschlussrunde deutlich, dass die Konfessionslosigkeit nicht nur in Ostdeutschland ein wesentlicher Baustein ist, den es für einen subjektorientierten Religionsunterricht zu bedenken gilt.


Einig waren sich die Teilnehmer*innen zudem, dass der lebendige Austausch eine Fortsetzung verdient – am besten ohne Distanz und mit der Möglichkeit einer noch persönlicheren Begegnung (auch bei Wein und Bier am Abend).

 


Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente Band 24 und 25

 

 

 

 

Eckolt, Margit, Frauen in der Kirche. Zwischen Entmächtigung und Ermächtigung (= Franziskanische Akzente 24), Würzburg 2020.

Wenn es mit der Kirche weitergehen soll, dann muss über Klerikalismus und Macht geredet, die Beteiligung von Frauen umgesetzt und endlich einer breiten Teilhabe der Gläubigen an Entscheidungsprozessen viel zugetraut werden. In der Spannung von "Entmächtigung" und "Ermächtigung", die Frauen von Beginn an in der Kirche erlebt haben, arbeitet dieser Band die Erfahrungen, Praktiken und theologisch-geistlichen Reflexionen von Frauen heraus und zeigt auf, was sich hier an Inspirierendem, Konkretem und Praktischem für heute auftut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schambeck, Mirjam/Wöhrle, Elisabeth, Im Innern barfuß. Auf der Suche nach alltagstauglichem Beten (= Franziskanische Akzente 25), Würzburg 2020.

Beten kann man nur "barfüßig" – also ohne etwas, was man sonst gerne zwischen sich, die anderen und Gott schiebt. Beten ist der tägliche und andauernde Versuch, immer durchlässiger zu werden für das Eigentliche, die Menschen und Gott. Wie aber geht das? Was ist überhaupt Beten? Erschöpft es sich im Reden mit etwas Größerem, mit Gott? Was hat Beten mit mir zu tun und meinem Alltag?

Inspiriert durch Gedichte und Texte von (Gott-)Sucherinnen und -Suchern geht das Buch diesen Fragen nach und lädt dazu ein, entlang der franziskanischen Spiritualität alltagstauglich beten zu lernen, "barfüßig" eben, oder mit den Worten von Joachim Ringelnatz: „die Schuhe, die blind machen, auszuziehen und den Weg mit den Zehen zu sehen.“

 

 

 

 

 

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Interuniversitäres Oberseminar in Bamberg - 10./11.01.2020

 

Am 10./11. Januar 2020 trafen sich die Oberseminare der Religionspädagogik-Lehrstühle der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingoldstadt sowie der Otto-Ludwigs-Universität Bamberg zu einer gemeinsamen, durch den Lehrstuhl von Herr Prof. Dr. Konstantin Lindner vorbereiteten Tagung in Bamberg.

Im Rahmen des seit Jahren etablierten interuniversitären Oberseminars haben Nachwuchswissenschaftler*innen die Gelegenheit, ihre Qualifikationsarbeiten einer größeren "scientific community" zu präsentieren und im kritisch-diskursiven Austausch hilfreiche Impulse für das eigene Forschen zu erhalten.

Darüber hinaus war dieses Treffen wieder konstruktive Plattform für weitere Inputs und Diskussionen zu aktuellen Themen und Trends der Religionspädagogik

Herrn Prof. Dr. Lindner und seinem Team ein herzliches Dankeschön für die Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen interuniversitären Oberseminars.

 


Schule setzt sich auseinander mit Antisemitismus und Antiislamismus

Pater Dr. h. c. Claus Mertes begeisterte zahlreiche Zuhörer*innen beim Gastvortrag

 

 

Antisemitismus und Antiislamismus seien nicht nur Probleme der Gesellschaft und Politik, sondern längst auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern angekommen, so ist es in jüngster Zeit immer wieder zu lesen. Pater Dr. h. c. Claus Mertes, Direktor des Kollegs St. Blasien, verdeutlichte bei einem Gastvortrag am 7.1.2020 an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität mit zahlreichen Geschichten sowie systematisierten Analysen aus dem schulischen Alltag, dass dieser Befund weit mehr ist als eine Floskel besorgter Intellektueller und Schule sowie Pädagogik zum Handeln aufrufe.

Der von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, Inhaberin des Lehrstuhls für Religionspädagogik, eingeladene Jesuit machte jedoch deutlich, dass eine angemessene pädagogische Antwort nicht darin zu suchen sein kann, Menschen in der Schule so zu „kneten“, dass diesen Tendenzen gewehrt würde. Auch müsse Abschied genommen werden von der Illusion, man könne mit einem Projekt alle Probleme lösen. Vielmehr ginge es auf der inhaltlichen Seite – so eine Hauptlinie seines mitreißenden Vortrages – darum, im Religionsunterricht alle (!) Religionen kritisch-reflexiv zu thematisieren, um Stereotypen und Feindbildern vorzubeugen. Ferner bedürfte es auf der menschlichen Seite der Auseinandersetzung mit Feindseligkeiten gegenüber Islam und Judentum sowie dem Aufbau einer Haltung, aus der eine Schulkultur der Toleranz und Akzeptanz wachsen könne. Letzteres, so machte Mertes deutlich, beträfe nicht nur Schüler*innen, sondern auch Lehrer*innen und Eltern und ließe sich nicht als „fertiges Rezept“ formulieren, sondern eher als ein Prozess der Suche verstehen.


Der überfüllte Seminarraum der Religionspädagogik und die intensive Diskussion nach seinem Vortrag verdeutlichten, dass auch die Studierenden der Theologischen Fakultät sowie zahlreiche Gäste problembewusst sind und mit auf der Suche sein wollen nach Mitteln gegen Antisemitismus und Antiislamisus. Inwiefern und wie religiöse Bildung weiterhin auf diese bedenklichen gesellschaftlichen Phänomene reagieren muss, damit beschäftigt sich das Hauptseminar von Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf – „Es gibt kein Recht zu gehorchen“ (H. Arendt): Religiöse Bildung angesichts wachsenden Antisemintismus, Antiislamismus und erstarkender sog. „identitärer Bewegungen“ –, in das der Vortrag eingebettet war, noch bis zum Ende des Wintersemesters 2019/2020.

 


Gastvortrag von Pater Dr. h.c. Klaus Mertes SJ am 7. Januar 2020:

Schule setzt sich auseinander mit Antisemitismus und Antiislamismus – Initiativen und best practice Beispiele

 

 

Beiträge aus dem Jahr 2021

Neuerscheinungen in der Reihe "Franziskanische Akzente": Band 32 und 33

 

In der Reihe "Franziskanische Akzente" sind kürzlich zwei neue Bände erschienen: Helmut Schlegel schreibt unter dem Titel "Rückkehr ins Paradies. Vom Glück eines versöhnten Lebens" über die Frage, was Menschen glücklich macht (Band 32). Thomas Dienberg befasst sich in seinem Buch "Mit dem Pilgerstab durchs Leben" mit dem Phänomen des Pilgerns im Verständnis der franziskanischen Spiritualität und unter dem Aspekt des ‚Pilger und Fremdling Seins‘ (Band 33).

 

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Schlegel, Helmut, Rückkehr ins Paradies. Vom Glück eines versöhnten Lebens (= Franziskanische Akzente 32), Würzburg 2021.

Warum sind Menschen glücklich? Nicht weil sie viel Geld haben und sich alles leisten können. Glücklich sind Menschen, die versöhnt leben. Versöhnt mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen, mit ihrem Schicksal, mit Gott. Versöhnung – das ist eine ausgestreckte Hand, ein konstruktives Streitgespräch, die zärtliche Umarmung, aber auch der hoffnungsvolle Kampf gegen Ursachen der Ungerechtigkeit und die Zerstörung der Schöpfung.

Dieses Buch geht der biblischen Spur von Glück und Unglück, von Schuld und Vergebung nach. Aber auch der Frage: Was hilft uns, uns mit unseren Brüchen zu versöhnen? Die Rückkehr zum Paradies ist keine Verheißung für das „Danach“ oder eine utopische Fiktion. Versöhnung ist trotz aller Verwundungen und Störungen ein Weg zum Glücklich-Werden im Hier und Jetzt.

 

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Dienberg, Thomas, Mit dem Pilgerstab durchs Leben (= Franziskanische Akzente 33), Würzburg 2021.

Menschen machen sich auf den Weg, verlassen ihr Zuhause, suchen nach Gott und sich selbst. Dieses Buch geht dem Phänomen nach, dass immer mehr Menschen, obwohl sie mit Religion nichts zu tun haben möchten, auf Pilgerreise gehen.
Dem Autor geht es einerseits um die Geschichte und Spiritualität des Pilgerns. Aber viel mehr will er das menschliche Leben als einen Pilgerweg beschreiben. Dabei spielt vor allem das Verständnis der franziskanischen Spiritualität und der Aspekt des ‚Pilger und Fremdling Seins‘ eine große Rolle. Damit verbunden ist eine Haltung, die sich nicht an Orten, nicht an Dingen und an Bildern festmacht, sondern als Offenheit gegenüber dem Leben und dem Fremden - eine Haltung, die aus einem großen Vertrauen Gott gegenüber lebt und den Menschen immer wieder aufbrechen lässt.

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Vortrag von Tobias Balle zum Beitrag des Religionsunterrichts zur Bekämpfung von Antisemitismus am Dienstag, den 14. Dezember 2021 um 18 Uhr (HS 1015)

Antisemitismus an Schulen ist seit einigen Jahren vermehrt zu einem Gegenstand öffentlich-gesellschaftlicher Debatten geworden. Besonders durch „Du Jude!“ als Beleidigung, aber auch durch Witze, z.B. über die Shoah, und körperliche Übergriffe tritt Antisemitismus an Schulen in Deutschland auf. Um dem Problem des Antisemitismus zu begegnen, werden dabei gesamtcurriculare Lösungsansätze gefordert. Als ordentliches Lehrfach trägt auch der Religionsunterricht dazu bei.
Ob und inwiefern dieser Beitrag von Religionslehrkräften bereits umgesetzt wird, hat Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann innerhalb der Forschungsgruppe REMEMBER untersucht. Dabei standen folgende Fragen im Fokus: In welcher Weise verknüpfen Religionslehrkräfte das Thema der Erinnerung an den Holocaust mit Antisemitismus und Antijudaismus? Wie bringen sie diese Themen in den Religionsunterricht ein? Welche Ziele verfolgen sie damit bzw. welche Kompetenzen sollen auf Seiten der Lernenden gebildet und gefördert werden?
 
Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann hat nach seinem Studium der Evangelischen Theologie, Philosophie, Judaistik und Religionssoziologie im Bereich reformatorischer Theologie promoviert und habilitiert. Seit 1995 ist er Inhaber der Professur für Evangelische Theologie, Schul- und Religionspädagogik an der EH Freiburg und wurde 1999 mit dem Landeslehrpreis durch das Baden-Württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ausgezeichnet. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Menschenrechtspädagogik, dem Erinnerungslernen, der Prävention gegen Antisemitismus und einem interreligiösen Dialog.
Der Vortrag findet aufgrund der aktuellen CoronaVO nur für Universitätsmitglieder in Präsenz (HS 1015 um 18 Uhr) mit 2G+ Regelung statt. Der Vortrag wird zusätzlich online gestreamt, auch dort besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen. Folgen Sie dazu folgendem Link:

https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=45595a51-11a3-4169-aa75-adf9009485c8&fbclid=IwAR38HbTZiVziZKLsGI4OaWZeNiStSj3ucH31PKZytv3ozcQPDDLVXeKODYs 

 

Neuer Artikel von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf auf Theo Web


Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf veröffentlicht einen Artikel auf Theo Web im Nachgang der GwR-AKRK-Tagung zum Thema "'Wenn sich die Mitte auflöst…' – Große und kleine Narrative in Gesellschaft und Religionspädagogik".
Unter dem Titel "Vom Umzug der Götter, Mittedebatten und anderen religionspädagogisch indizierten Fragen. Response zum Vortrag von Clemens Albrecht 'Aktuelle Narrative zur Religion und Gesellschaft: Die neue soziale Spaltung und der Verlust des Dritten'" repondiert sie auf einen Beitrag von Clemens Albrecht und betrachtet das Narrativ der sich auflösenden Mitte kritisch aus religionspädagogischer Perspektive.

 

Das Narrativ der sich auflösenden Mitte stellt die Religionspädagogik vor eine Vielzahl von Fragen: Mobilisiert dieses Narrativ Kräfte, sich in einer pluralen Gesellschaft angesichts anderer Voraussetzungen neu darauf zu verständigen, was gelten soll? Leistet ein solches Narrativ unreflektiert und damit umso wirkmächtiger sedierenden Kräften Vorschub, Entgleisungen an den Rändern noch eher hinzunehmen? UND: Wer bestimmt überhaupt, was als Mitte firmiert und wer und was sich an den Rändern befindet? Welche Deutungsmächte wirken und wer hat die Macht, sie durchzusetzen? Angesichts des in der Religionspädagogik breit rezipierten Narrativs der sich auflösenden Mitte ist die Religionspädagogik in ihrer Funktion als theologische und zugleich Wissenschaftsdisziplinen verbindende Wissenschaft fähig und aufgefordert, Narrative nicht einfach hinzunehmen, sondern ideologiekritisch anzufragen. Es gilt, im Streit der Deutungen präsent zu bleiben und die theologische Rede als orientierende Kraft einzubringen, um nicht den menschenverachtenden und usurpatorischen Größen die wirkende Deutungsmacht zu überlassen.

Link zum Artikel

Link zum Band

 

 Foto: pexels.com

Ankündigung zur Neuerscheinung

 

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Prof.'in Dr. Mirjam Schambeck sf veröffentlicht im Frühjahr 2022 ihr neues Buch "Von Gott, Jesus und Religionen und so. Was Relilehrer:innen wissen müssen." Dabei entfaltet sie das generische Strukturmodell professioneller Kompetenz der COACTIV Studie, um daraus das Erklärungs- und Darstellungswissen für Religionslehrer:innen zu systematisieren.

Ein Buch, das für die didaktisch reflektierte Praxis unerlässlich sein wird!

 

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Think Tank "Religiöse Bildung in der Schule im Horizont wachsender Konfessionslosigkeit"


Am 06.-07. Oktober haben Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf und Prof. Dr. Ulrich Kropac zu einem Think Tank in Eichstätt eingeladen, der auf vielfältige Weise ausgelotet hat, was es für religiöse Bildung bedeutet, wenn immer mehr nicht getaufte Schüler:innen die Schule besuchen, wie Religions- und Ethikunterricht weiterentwickelt werden müssen und welche Rückwirkungen dies sowohl auf die inhaltliche als auch organisatorische Ausgestaltung des Religionsunterrichts hat.

 

Anhand konkreter Zahlen, die zum Auftakt der Fachveranstaltung referiert worden sind, wurde die aktuelle Entwicklung der Konfessionslosigkeit von Schülerinnen und Schüler verdeutlicht. Konfessionslosigkeit ist nämlich nicht mehr nur ein Thema in ostdeutschen Bundesländern, sondern wird zunehmend zum markanten religionssoziologischen Signum in westdeutschen Großstädten. Sie ist vom Ausnahme- zum Normalfall geworden. Ein zukunftsfähiger Religions- und Ethikunterricht muss sich dieser Herausforderung stellen, was ein ausgewählter Expert:innenkreis in einem zweiten Angang diskutierte. Vorschläge zur Veränderung beider Fächer wurden entwickelt und in ihren Chancen und Grenzen abgewogen.Zudem wurde der Problemhorizont über die Frage nach einem zukunftsfähigen Religions- und Ethikunterricht weiter gespannt, indem auch kirchen- und schulpolitische Möglichkeiten erwogen und Konsequenzen für das Religionslehrer:innenstudium ausgelotet worden sind. Einen Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich das Kamingespräch mit Prof. Dr. Detlef Pollack, einem der führenden Religionssoziologen in Deutschland, der das Verhältnis von Religion und Säkularität differenziert darlegte.


Den Abschluss dieser ertragreichen Tagung bildete eine Zusammenschau aller Perspektiven: Wie können der Religions- und Ethikunterricht voneinander lernen? Welches produktive Potenzial ergibt sich in einem Dialog für eine Neuausrichtung dieser beiden Fächer? Schließlich wurde auch festgehalten, dass die anstehenden Aufgaben, die uns die zunehmende Konfessionslosigkeit stellt, nur in Zusammenarbeit und beständigem Austausch zu bewältigen sind. Der Think Tank konnte hierzu einen bereichernden Beitrag leisten.

 

 

 

Link zum Tagungsbericht der KU EIchstätt

Link zum Zeitungsbericht im Eichstätter Kurier

 

 

Ökumenisch sensibler Religionsunterricht im Horizont der Orthodoxie

Vom 20.-22.September fand das ökumenische Symposion in Würzburg mit zahlreichen namhaften orthodoxen, evangelischen und katholischen Religionspädagog:innen statt. Ziel war ein ökumenischer Dialog, der besonders der orthodoxen Perspektive Rechnung trägt.

 

In einem ersten Angang verortete Dipl. Theol. Kerstin Keller den orthodoxen Religionsunterricht in Deutschland. Dabei trat augenscheinlich zu Tage, welche strukturellen Benachteiligungen hier vorhanden sind; von der fehlenden Ausbildung der Lehrkräfte über den Mangel an geeigneten Schulbüchern bis hin zu der teilweise geringen Zahl an orthodoxen Schüler*innen, die ein Zustandekommen von ORU erschweren. Die anschließenden Responses von Prof. Dr. Martin Rothgangel und Prof. Dr. Jan Woppowa stellten sich deshalb folgenden Fragen: Wie kann es angesichts solcher Standortbestimmungen trotzdem gelingen, einen orthodoxen RU in Positionalität zu ermöglichen, der gleichzeitig aber auch die panorthodoxen Realitäten ernst nimmt? Wäre hierfür der sogenannte Christliche Religionsunterricht, wie er zur Zeit in Niedersachsen angedacht wird, eine geeignete Form? Wie könnten andere Modelle skizziert werden, die der Spannung von Sensibilisierung für konfessionelle Besonderheiten und ökumenischer Profilierung gerecht werden?
 
 
Darüber hinaus gilt es schon jetzt, so Dipl. Theol. Sandrine Schnitzer und darauf Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, orthodoxe Schüler*innen im katholischen und evangelischen Religionsunterricht nicht nur wahrzunehmen, sondern auch in ihren Profilen als eigene Perspektive in religiöse Lern- und Bildungsprozesse zu integrieren. Ein solcher Religionsunterricht versteht sich dann als konfessionssensibel und versucht den Deuteraum, den das Christentum auftut, pluralitätsfähig zu erschließen.

 

 

 

 

 

 
Aus ihrer je eigenen konfessionellen Perspektive heraus zeigten Prof. Dr. Ioan Moga, Prof.‘in Dr. Sabine Pemsel-Maier und Prof. Dr. Joachim Willems in einem zweiten Schritt, wie Theologie und ihr Studium im Horizont der Ökumene zu denken ist. Dabei ginge es darum, die eigenen theologischen Schätze zu entdecken, aber auch blinde Flecken wahrzunehmen, die nur in ökumenischer Offenheit zu bewältigen sind. Sabine Pemsel-Maier machte dabei beispielsweise auf die Pneumatologie und Bildtheologie als Impulse der orthodoxen für die katholische Theologie aufmerksam. Schließlich heißt das aber auch gesellschaftliche Herausforderungen, wie wir sie gerade beispielsweise in der Klimakrise erleben, in ökumenischer Verantwortung zu bearbeiten. Neben gesellschaftlichen Verunsicherungen brauchen auch die Kirchen angesichts der eigenen Krisen, so Prof. Dr. Ulrich Kropac, die ökumenische Weite, um sich diesen angemessen zu stellen.
 
 


In der sich anschließenden Workshopphase entwarfen Prof.‘in Dr. Andrea Lehner-Hartmann, Prof. Thomas Schlag, Prof.‘in Dr. Katrin Bederna und Prof. Dr. Wolfgang Weirer (mit Mevlida Mesanovic) anhand ausgewählter Themenfelder wie dem Ethischen Lernen, der Christologie, dem Interreligiösen Lernen und dem Generdiskurs erste materiale Ansätze einer trikonfessionellen Didaktik. Diese Wegmarker sind anschließend von Prof. Dr. Konstantin Lindner und Dr. Yauheniya Danilovich in einem größeren Kontext weitergedacht worden: Was müssen Religionslehrer:innen angesichts eines konfessionssensiblen Religionsunterrichts in ökumenischer Perspektive können?

 

 

 

 
Zum Schluss bündelten Prof. Dr. Henrik Simojoki, Dr. Yauheniya Danilovich und Prof.‘in Dr. Mirjam Schambeck sf die unterschiedlichen Perspektiven auf die Frage nach einem trikonfessionellen ökumenischen Religionsunterricht und zeigten Prinzipien einer solchen Didaktik auf. Erst wenn wir uns von religiöser und konfessioneller Vielfältigkeit überraschen und einen ökumenisch profilierten Religionsunterricht als Chance begreifen, religiöse Sprachfähigkeit angesichts postmoderner Pluralität auszubilden, kann eine ökumenisch profilierte Didaktik gelingen. Dabei wurde auch klar, dass es hierfür den Dialog braucht; zum einen, um kognitive Strukturen zu bilden und diskursive Klärungen vorzunehmen, zum anderen aber auch um Vertrauen zu schaffen und Vorbehalte aus dem Weg zu räumen.
 
 

Die persönlichen Begegnungen fernab des Vortragpodiums und der intensive Austausch während der einzelnen Phasen konnten ein solches Vertrauen schaffen und haben den Wunsch nach einer Fortsetzung dieses ökumenischen Symposions nochmals deutlich verstärkt.

 

 

Think Tank "Religiöse Bildung in der Schule im Horizont wachsender Konfessionslosigkeit" vom 6. - 7. Oktober in Eichstätt

Konfessionslosigkeit ist nicht mehr nur ein Thema in ostdeutschen Bundesländern, sondern wird auch zum markanten religionssoziologischen Signum in westdeutschen Großstädten. Der Think Tank soll in vielfältiger Weise ausloten, was es für religiöse Bildung bedeutet, wenn immer mehr nicht getaufte Schüler:innen die Schule besuchen, wie Religions- und Ethikunterricht weiterentwickelt werden müssen, welche Rückwirkungen dies sowohl auf die inhaltliche als auch organisatorische Ausgestaltung des Religionsunterrichts hat.

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Der Think Tank findet vom 6. - 7. Oktober 2021 in Eichstätt statt.

Informationen für Referent:innen und Teilnehmende finden sich auf dem Flyer.

 

 

Initiator:innen

  • Prof. Dr. Ulrich Kropač (KU Eichstätt-Ingolstadt)
  • Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (ALU Freiburg)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagung „Ökumenisch sensibler Religionsunterricht im Horizont der Orthodoxie“

Die Tagung, die ursprünglich am 10.-12.12.2020 in Würzburg stattgefunden hätte, wird nun auf den 20.09.-22.09.2021 in Würzburg verschoben. Informationen für Referent:innen und Teilnehmende finden sich im aktualisierten Flyer (s.u.).

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In dieser Konferenz steht die in Deutschland lange Zeit vernachlässigte Perspektive des orthodoxen Christentum s besonders im Fokus. Dabei sollen konzeptionelle und strukturelle Schritte in Richtung einer trikonfessionellen Ausweitung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts angedacht und diskutiert werden. Vor dem Hintergrund einer stetig wachsende Zahl orthodoxer Schülerinnen und Schüler, die am evangelischen und katholischen Religionsunterricht teilnehmen, soll über eine konfessionssensible religiöse Bildung nachgedacht werden, die orthodoxen Sichtweisen konstruktiv und kompetent Rechnung trägt.

Dr. Yauheniya Danilovich (Münster), Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf (Freiburg), Prof. Dr. Henrik Simojoki (Berlin) und Assist. Prof. Dr. Dr. Athanasios Stogiannidis (GRC) leiten die Tagung, auf der der wissenschaftliche Austausch zwischen evangelischer, katholischer und orthodoxer Religionspädagogik intensiviert werden soll.

 

Den aktualisierten Flyer finden Sie hier. 

 

 

 

 

 

 

 

 Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente 30 und 31

 

31_Vom_geschenk_der_dankbarkeit.jpgBohl, Cornelius, Vom Geschenk der Dankbarkeit (= Franziskanische Akzente 31), Würzburg 2021.

Wer möchte das nicht: jung sein, schön und reich!? Genau das haben Menschen mit der Dankbarkeit verbunden: Dankbarkeit macht jung (D. Steindl-Rast). In der Dankbarkeit wird der Mensch schön (D. von Hildebrand). Dankbarkeit macht das Leben reich (D. Bonhoeffer). Aber was ist das überhaupt, Dankbarkeit? Wie erfahre ich sie?

Wer ihr nachspürt, dem kann aufgehen, dass echte Dankbarkeit immer schon eine religiöse Erfahrung ist, auch wenn „Gott“ dabei nicht ausdrücklich vorkommt. Dabei ist Dankbarkeit nicht nur eine Sache für Kopf und Herz: Dankbarkeit prägt das Handeln. Sie kann eingeübt werden und wachsen. Sie ist die Quelle von Fest und Feier.

Zu solcher Dankbarkeit lädt gerade die franziskanische Spiritualität ein. Franz von Assisi war ein froher Mensch. Nicht, weil sein Leben unbeschwert war, sondern weil er sich ein dankbares Herz bewahrt hat.

 

 

 

 

 

 

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Bederna, Katrin, Alles wird gut? Franziskanische Inspirationen zur Klimakrise (= Franziskanische Akzente 30), Würzburg 2021.

Obwohl ihnen seit 800 Jahren Franz von Assisi ein Vorbild sein könnte, stehen die Christinnen und Christen mit aller Welt heute vor einem ökologischen Desaster. Die ökologische Krise lässt sich nicht allein technisch und ökonomisch beheben. Sie ist auch eine spirituelle Krise. „Klimaschutz“ und „Artenschutz“ heißt, Tiere und Erde vor den Menschen zu schützen – sich zurückzunehmen, damit gutes Leben für alle möglich wird.

Entlang der Schlüsselfragen Kleidung und Ernährung, Wohnen und Energie, Mobilität und Besitz, Tierbeziehung und Naturbeziehung sucht das Buch im Gespräch mit verschiedenen Stimmen der franziskanischen Traditionen nach Inspiration und Motivation für eine Transformation des Lebensstils, die politisch wird.

 

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.

 

 

 

 

 

"Zukunftsfähiger Religionsunterricht muss den Religionsplural und die Säkularität berücksichtigen."

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf veröffentlicht einen Artikel zum multireligiösen Religionsunterricht in der neuen Ausgabe der Herder Korrespondenz Spezial, die unter dem Titel "Das Lieblingsfach. Warum der Religionsunterricht unterschätzt wird" den Chancen und Herausforderungen des Religionsunterrichts heute nachgeht.

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Rund vier Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen in Deutschland den Religionsunterricht. Aber was das Fach eigentlich soll und leisten kann, ist umstritten. Religionspädagogen erklären, es ginge keinesfalls um Glaubensvermittlung. In der Kirche hingegen setzen manche darauf, der Unterricht könne den notwendigen Erstkontakt mit Glauben und Christentum leisten, der in den Familien zunehmend fehle. Früher musste auswendig gelernt werden, heute wird nur bei Gummibärchen über Gefühle geplaudert: Vorurteile und Vorwürfe prägen beim Thema »Reli« die Debatte. Was muss sich wirklich ändern? Wie soll sich das Fach auf eine multireligiöse Gesellschaft einstellen? Welche Chancen stecken im Religionsunterricht? Diesen Fragen gehen namhafte Autoren im neuen Themenheft der »Herder Korrespondenz« nach.

 

Prof. Dr. Mirjam Schambeck sfs Artikel beleuchtet besonders das Konzept des multireligiösen Religionsunterrichts unter der Titel "Königsweg oder Sackgasse? Von Zerrbilder in der Diskussion über den multireligiösen Religionsunterricht".

 

Das Heft erscheint am 27.04.2021.

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Vorbestellung finden Sie hier.

 

 

Neuerscheinungen in der Reihe Franziskanische Akzente: Band 28 und 29

 

 

Sahm, Stephan, An der Seite des Lebens. Ethische Herausforderungen in Palliativmedizin und pflege (= Franziskanische Akzente 29), Würzburg 2021.

Die Diskussion um die Sterbehilfe lässt die Gesellschaft nicht los. Viele sind verunsichert im Blick auf die ethische Beurteilung medizinischer Handlungen am Lebensende.
Stephan Sahm ist als Palliativmediziner mit dem medizinischen Alltag vertraut und reflektiert ihn als Professor für Ethik in der Medizin. Auf diesem Hintergrund erläutert und begründet er seine Position und nennt klare Unterscheidungen: Die Herbeiführung des Todes, das Töten, ist kein Ziel der Medizin.
Die Sterbenden begleiten zählt zu den humanen Pflichten – in der Sprache der Religion: zu den Werken der Barmherzigkeit. Doch die bedarf der Klugheit, wenn es darum geht, ihre Position im gesellschaftlichen Streit zu formulieren. Es gilt, der Barmherzigkeit und der Achtung des Lebens in der säkularen Welt Gehör zu verschaffen, und mehr noch: sie im Alltag zu leben.

 

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Lauscher, Georg, Lebenskrisen und ihre Botschaften. Von Anfängen und Übergängen (= Franziskanische Akzente 28), Würzburg 2021.

In Lebenskrisen geht etwas „in die Brüche“. Aber Brucherfahrungen sind nie von vornherein gut oder schlecht. Je nachdem, wie ich mit ihnen umgehe, können sie zur Katastrophe oder zu einem Aufbruch führen. Auch eine lebendige Spiritualität ist nicht ohne Brüche zu haben, weil Brüche zum Leben gehören – zum Wachsen in seelische Tiefen hinein wie in soziale, ja universale Weite hinaus. Ein krisengereifter Glaube birgt ungeahnte kreative Kräfte zur Lebensgestaltung im Persönlichen wie im Politischen, wirkt sich aus im Kontakt mit den Schwächen anderer und mit den Schwachen in der Gesellschaft. Georg Lauscher geht den Bruchstellen des Lebens entlang, spürt die verborgenen, nicht leicht zu entschlüsselnden Botschaften der Erfahrung von Verlust oder Scheitern auf und deutet sie aus der franziskanischen Spiritualität, um sie für ein lebendiges Leben fruchtbar zu machen.

 

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Wir trauern um Herrn Prof. Dr. Werner Tzscheetzsch 

Als Nachfolgerin von Herrn Prof. Dr. Werner Tzscheetzsch möchten alle Mitarbeiter*innen des Lehrstuhls und ich seiner Familie unser aufrichtiges Mitgefühl und tiefempfundenes Beileid aussprechen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. In stiller Anteilnahme Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Nachruf auf Prof. Dr. Werner Tzscheetzsch

(30. Januar 1950 in Freiburg i. Br. – 03. April 2021 in Freiburg i. Br)

Werner Tzscheetzsch studierte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg Katholische Theologie und Erziehungswissenschaft und schloss beide Fächer mit dem Diplom ab. Nach seiner Tätigkeit von 1978 bis 1982 als Bildungsreferent beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Freiburg arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. später als Akademischer Rat bei Prof. Dr. Günter Biemer am Lehrstuhl für Pädagogik und Katechetik der Albert-Ludwigs-Universität.
1995 erfolgte der Ruf zum Professor für Pädagogik und Katechetik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, wo Tzscheetzsch bis 2009 lehrte. Am 19. Januar 2009 entzog ihm der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch auf dessen eigenen Wunsch die kirchliche Lehrbefugnis, nachdem Werner Tzscheetzsch dem Erzbischof mitgeteilt hatte, dass er „den kirchlichen Erwartungen an einen Hochschullehrer der katholischen Theologie“ nicht mehr entsprechen könne und wolle. Danach hatte er bis zu seiner Emeritierung die zum Wintersemester 2009/10 eigens für ihn eingerichtete Professur für Schul- und Sozialpädagogik am Institut für Pädagogik derselben Universität inne.
Sein Forschungsinteresse galt vor allem dem Religionsunterricht und der Jugendarbeit. Hier ist im Besonderen auf die Mitherausgabe des vierbändigen „Handbuch kirchlicher Jugendarbeit“ unter der Leitung von Günter Biemer, das bis heute das umfangreichste Werk zur Jugendarbeit in der katholischen Kirche in Deutschland darstellt, hinzuweisen.
Professor Dr. Werner Tzscheetzsch hat sich unter anderem durch seine zukunftsweisenden Impulse während seiner Zeit als Vorstand in der AKRK (1998 – 2002) verdient gemacht. Darüber hinaus hat er durch sein wissenschaftliches Arbeiten, seine Lehre und sein öffentliches Engagement zu einem kritisch-emanzipatorischen Charakter der Religionspädagogik beigetragen.
Das derzeitige Team des Lehrstuhls für Religionspädagogik gedenkt seiner in ehrender Erinnerung.
Requiescat in pace

 

Die Traueranzeige der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg finden Sie hier.

 

 

 „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“– 44. Symposium der Didaktik-Sektion der AKRK im Online-Format

Am 22. und 23.01.2021 trafen sich rund 90 Religionspädagogen*innen und Interessierte aus allen Teilen Deutschlands online zum digitalen, 44. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik. Im Mittelpunkt der Tagung stand das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Herausforderung für religionspädagogisches Forschen und Handeln“.

Angestoßen durch drei Hauptvorträge (Flyer) wurde auf dem Symposium der Didaktik-Sektion der AKRK ausgehend von der Bedeutung und Gestalt einer theologisch fundierten Nachhaltigkeitsethik das transformatorische Potenzial der Konzeption von BNE sowie religionspädagogische Konkretionen für religiöse Bildung erörtert und reflektiert:

• Prof. Dr. Markus Vogt (LMU München) referierte über systematisch-theologische Fundierungen von BNE.
• Prof. Dr. Marco Rieckmann (Uni Vechta) stellte die bildungstheoretischen Fundierungen von BNE dar.
• Prof. Dr. Katrin Bederna (PH Ludwigsburg) stellte einen Entwurf einer didaktischen Matrix von religiöser Bildung im Kontext von BNE vor.

In einer abschließenden Workshopeinheit, gestaltet durch Prof. Dr. Claudia Gärtner (TU Dortmund), Prof. Dr. Ralf Gaus (KSH Müchen/Campus Benediktbeuern), Dr. Annika Krahn (Uni zu Köln) & Dr. Alexander Schimmel (Uni Mainz), konnten die Teilnehmer*innen das Thema schließlich noch einmal bereichsspezifisch vertiefen.

 

Beiträge aus dem Jahr 2022

Lehre im Sommersemester 2022

Übung: Von der Idee zur Seminar- /Unterrichtsstunde

Die meisten Studierenden (aber auch nicht wenige Berufserfahrene) stehen immer wieder vor der gleichen Herausforderung: Sie haben ein Thema oder schon eine gute Idee und sollen darüber eine Seminarsitzung oder (später an der Schule) eine Religionsunterrichtsstunde halten, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen, haben noch keine oder zu viele Materialien, unter denen Sie sich nicht entscheiden können, welche die passendsten sind.

Um zu lernen, wie man diese Herausforderungen angehen kann, ist diese Übung genau das Richtige! Sie soll Ihnen dabei helfen, wie sie schon während des Studiums, im Praxissemester und später im Referendariat ohne rauchende Köpfe von einer Idee zu einer Seminar- / Unterrichtsstunde zu kommen.

Start der Veranstaltung: 16. Mai 2022
 
Zeitraum: Montags von 14.00 Uhr – 16.00 Uhr c.t.
 
Ort: KG I / Raum 1336-38

 

Sie finden die Veranstaltung hier.

 

Diese Übung wird begleitend zu allen religionspädagogischen Veranstaltungen als Vertiefung sehr empfohlen. Sie dient der vertieften Auseinandersetzung, wie theologische Themen kompetenzorientiert und didaktisch angemessen in ein Unterrichts- bzw. Seminarsetting umgesetzt werden können.

 

Gastvortrag: Geschlechterkonzeptionen und gendersensible Koranhermeneutik im Islam (PH Freiburg)

 
Frau Prof. Dr. Fahimah Ulfat, Universität Tübingen, Institut für islamisch-religionspädagogische Forschung (IIRF), zeigt, wie sich Gender auf die Lektüre der heiligen Schriften im Islam auswirkt.
 
Die Kategorie Gender ist als wichtige Analysekategorie in fast allen Wissenschaftsdisziplinen rezipiert worden, so auch in den christlichen Theologien. Auch die islamische Theologie hat diese Kategorie ansatzweise aufgenommen. Was das bedeutet und wie sich Gender auf die Lektüre der heiligen Schriften im Islam auswirkt, zeigt Prof. Ulfat am Beispiel der Koranhermeneutik.
 
Der Vortrag findet am 23.5.2022, 18.15 Uhr in der PH Raum KA 101 statt.
 
 

 

 

17. Arbeitsforum für Religionspädagogik vom 4. – 6. Mai 2022

 

Unter dem Titel „Systemrelevant oder längst bedeutungslos? Perspektiven religiöser Bildung in Krisenzeiten“ findet das 17. Arbeitsforum für Religionspädagogik als digitale Tagung statt.

 

Die Frage nach der Bedeutung von Religion in der Krise stellt sich mehrfach: Haben Religionen, hat namentlich das Christentum in Krisenzeiten eine tragfähige, weil Hoffnung spendende Botschaft – und wie sähe diese aus? Wer kann sie sagen – und wer will sie hören? Oder zeigt sich, dass die Krise die Religion längst selbst erfasst hat? Antworten auf diese Fragen bestimmen auch Gestalt und Ziel religiöser Bildung in der Schule. Ist sie - und wenn ja, in welcher Weise - „systemrelevant“? Muss sie es (wieder) werden? Welche Ressourcen bieten religiöse Traditionen im Umgang mit Krisen und wie lassen sich diese mobilisieren – oder sind diese Ressourcen erschöpft?

 

Herausgefordert durch multiple Krisenerfahrungen sucht das 17. Arbeitsforum für Religionspädagogik in vier Vorträgen und sechs Workshops nach Wegen, die Chancen für den Religionsunterricht auftun.

Die Referent*innen sind u.a.

  • Prof. Dr. Claudia Gärtner
  • Prof. Dr. Dr. Michael Ebertz
  • Prof. Dr. Karlheinz Ruhstorfer
  • Matthias Drobinski

 

Die Tagung wird von der Konferenz der Leiter*innen der Schulabteilungen (Koleischa), der Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik und Katechetik (AKRK) und dem Deutschen Katechetenverein (dkv) veranstaltet. Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf ist an der Vorbereitung und Moderation der Veranstaltung maßgeblich beteiligt.

Das komplette Programm ist hier abrufbar.

Bild: John Schnobrich über unsplash.com
 

Katholische Zustimmung zum zukunftsweisenden "Religionsunterricht für alle" in Hamburg


Das Erzbistum Hamburg hat nach einer Modellprojektphase dem „Religionsunterricht für alle“ zugestimmt. Wegbereitend dafür waren die wissenschaftlich begleitenden Symposien u. a. unter Beteiligung von Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf.
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Nach einem gut zweijährigen Modellprojekt an staatlichen Schulen in Hamburg hat nun das Erzbistum Hamburg dem Einstieg in den „Religionsunterricht für alle“ (RUfa) in der Hansestadt zugestimmt. Erzbischof Dr. Stefan Heße begründete diese Entscheidung wie folgt: „Wir stehen in der Verantwortung für die religiöse Bildung der Schülerinnen und Schüler an den staatlichen Schulen. Es ist daher unser Ziel, zukünftig fester Bestandteil dieses weiterentwickelten „Religionsunterricht für alle“ zu werden und das katholische Christentum darin authentisch abzubilden“.

Beteiligt am RUfa sind die Evangelische Nordkirche, mehrere muslimische Religionsgemeinschaften, die alevitische und die jüdische Gemeinde und nun auch das Erzbistum Hamburg. Der Religionsunterricht wird ab dem Schuljahr 2022/23 für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig ihres religiösen Bekenntnisses angeboten werden. Diese Form des Religionsunterrichts ist besonders an die multireligiöse Gesellschaft in Hamburg angepasst und ist doch zukunftsweisend für die Weiterentwicklung des Religionsunterrichts in konfessionell-kooperativen, interreligiösen und säkularen Settings. Inhaltlich werden die verschiedenen Religionen thematisiert und authentisch unterrichtet. Ebenso werden ethisches Lernen und Religionskritik zum Unterrichtsgegenstand.

Wegbereiter für die Entscheidung des Erzbistums war die wissenschaftliche Begleitevaluation. Prof. Dr. Mirjam Schambeck war zuletzt im Januar 2022 an einem Symposium beteiligt und formulierte aus der Perspektive der katholischen Religionspädagogik zukunftsrelevante Thesen für einen Religionsunterricht, der religiöse Pluralität und Säkularität als bestimmende Signatur heutigen Weltverstehens ernst nimmt.
 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

#outinchurch - Ein starkes Zeichen für eine Kirche ohne Angst

 

Mit unzähligen anderen Katholik:innen solidarisieren sich auch einige Professor:innen der Theologischen Fakultät OutInChurch_Logo_a-Kopie-e1642263774412.jpgFreiburg, darunter Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf, mit Menschen, die sich als queer verstehen.

Mit ihrer Unterschrift drücken sie ihr Bedauern aus über die Repressalien, die vor allem das kirchliche Arbeitsrecht diesen Menschen auferlegen, aber auch ihren Respekt vor dem Mut, mit dem die Initiator:innen Gesicht zeigen.

 

 

 

Foto: https://outinchurch.de/

Hier geht es zum signierten Statement der Professor:innen der Theologischen Fakultät Freiburg.

 

45. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik: Religionsunterricht anders denken

 

Am 21.01.-22.01. fand erneut im digitalen Raum das 45. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik zum Thema „Religionsunterricht anders denken“ statt.

 

Anhand profilierter Vorträge unter anderem von Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf zum Thema „Sind sie wirklich so verschieden? marvin-meyer-SYTO3xs06fU-unsplash.jpgKontexte, Spezifika und Ziele aktueller Formate eines religionsplural-bewussten Religionsunterrichts“ konnten die Tagungsteilnehmer:innen in einen produktiven Austausch über unterschiedliche Formen des Religionsunterrichtes für die Zukunft kommen. Die Diskussionen kreisten dabei um ganz unterschiedliche Fragen: Wie kann sich ein religionskundlicher RU auch bildungstheoretisch verantwortet begründen? Kann er dabei der Eigenlogik von Religion in ihrer subjektiven und objektiven Gestalt gerecht werden? Und wie sehr vermag ein konfessioneller RU dies noch zu leisten angesichts einer Pluralität von Religionen, religiösen Stilen und Religiositäten? Der abschließende Modelle-Slam zu zukunfsträchtigen RU-Modellen, beispielsweise der Rufa 2.0, zeigten nochmals die unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten für einen pluralitätssensiblen RU sowie die sich daraus ergebenden Herausforderungen und Chancen, die ein solches Weiterdenken zu Tage bringen. Es lohnt sich also, im Gespräch zu bleiben!
Foto: Marvin Meyer über unsplash.com

 Foto: Marvin Meyer über unsplash.com

 

Symposium zum Modellversuch „Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht für alle“

 

Am 13. Januar fand das Symposium II zum Modellversuch „Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht für alle“ – Auswertung und Entscheidungsvorbereitung" pandemiebedingt digital statt.


Der Religionsunterricht in Hamburg (Rufa 2.0) steht kurz davor, sich ganz neu auszurichten. Das Erzbistum Hamburg, das zuvor in der Verantwortung und Durchführung des RU nicht beteiligt gewesen ist, prüft seit 2019 in einem Entwicklungsprojekt, ob und wie sich die katholische Perspektive im Horizont einer konfessionellen Kooperation einbringen lässt. Das diesjährige Symposium hat nun unterschiedliche Vertreter:innen der Religionsgemeinschaften, der Lehrer:innen, der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Wissenschaft zusammengebracht, um einen facettenreichen Austausch zu ermöglichen. Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf formulierte dabei aus der Perspektive der katholischen Religionspädagogik zukunftsrelevante Thesen für einen Religionsunterricht, der religiöse Pluralität und Säkularität als bestimmende Signatur heutigen Weltverstehens ernst nimmt.

Hier geht es zur Dokumentation

 

 

 

 

 

 

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (100 %) (m/w/d) ab Anfang Mai 2022

 

An der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg ist am Lehrstuhl für Religionspädagogik ab Anfang Mai 2022 eine Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (100 %) (m/w/d) (TV-LE 13) als Vertretung für Mutterschutz inkl. einer Verlängerung des Vertrags aufgrund von Elternzeit zu besetzen. clem-onojeghuo-fY8Jr4iuPQM-unsplash.jpg

 

Wir bieten eine abwechslungsreiche und qualifizierte Lehr- und Forschungstätigkeit in einem kommunikativen Team mit einem positiven Arbeitsklima; ein forschungsintensives und interdisziplinäres Umfeld, auch im internationalen Bereich, Möglichkeit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation im Fachgebiet Religionspädagogik (Promotion bzw. Habilitation), Möglichkeit zur weiteren wissenschaftlichen Qualifikation in religionspädagogisch relevanten Fragestellungen und Methoden.

Aufgabenschwerpunkte und Voraussetzungen können Sie der ausführlichen Stellenausschreibung entnehmen.

 

 

 
Bitte bewerben Sie sich mit aussagekräftigen Unterlagen und Belegen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse, evtl. Publikationsverzeichnis) bis spätestens zum 15. Februar 2022 in elektronischer Form bei:


Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf
Lehrstuhl für Religionspädagogik
Theologische Fakultät
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Platz der Universität 3
79085 Freiburg i. Br.
mirjam.schambeck@theol.uni-freiburg.de


Für nähere Informationen steht Ihnen gerne Frau Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf zur Verfügung.

Foto: Clem Onojeghuo über unsplash.com

 

Terminänderung: Interuniversitäres Oberseminar in Würzburg wird auf den 15. - 16. Juli verschoben

 

Pandemiebedingt kann das interuniversitäre Oberseminar in Himmelspforten (Würzburg) leider nicht wie geplant am 14. und 15. Januar stattfinden, sondern wird vorerst auf den 15. - 16. Juli verschoben (der Termin wird Anfang des Sommersemesters noch einmal bekannt gegeben).

An der Veranstaltung nehmen das Oberseminar des Lehrstuhls für Religionspädagogik der Universität Freiburg (Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf) und die Seminare der KU Eichstätt (Prof. Dr. Ulrich Kropač) und der Universität Bamberg (Prof. Dr. Konstantin Lindner) teil. Die bereits angekündigten Beiträge bleiben vorläufig Teil des Programms:
 

Folgende Qualifikations- bzw. Forschungsprojekte werden vorgestellt:
 
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  • Religiös und weltanschaulich heterogene Lerngruppen im Religionsunterricht. Einblicke in eine qualitativ-empirische Studie mit Lehrkräften, Carolin Kremer, Uni Bamberg
  • Dissertationsprojekt: Die Methode der narrativen Landkarte am Beispiel einer empirischen Studie zu Faktoren des religiösen Aneignungsprozesses bei Ministrant:innen und erste Auswertungsergebnisse im Hinblick auf den Religionsunterricht, Martina Reiner, Uni Freiburg
  • Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts an der Berufsschule (StReBe): Ein Bottom-up Zugang zur Erforschung und Entwicklung von Organisationspraktiken des konfessionellen Religionsunterrichts, StRin Laura Pflaum, Uni Bamberg

 

Foto: unsplash.com

Link zum Programm

 

Ankündigung: 45. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik am 21. und 22. Januar 2022

 

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Am 21. und 22. Januar 2022 findet das 45. Symposium der AKRK-Sektion Didaktik unter dem Titel "Religionsunterricht anders denken" statt.
Prof. Dr. Mirjam Schambeck hält ihren Vortrag am Freitagnachmittag von 15.15–16.30 Uhr. Sie referiert zum Thema: "Sind sie wirklich so verschieden? Kontexte, Spezifika und Ziele aktueller Formate eines religionsplural-bewussten Religionsunterrichts"
 
 

 

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