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Studium und Lehre

Aktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen

Alle Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Christliche Religionsphilosophie im Sommersemester 2022 werden als Präsenzveranstaltungen durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig  von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltungen bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert.

Um an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen, beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Geben Sie bitte möglichst frühzeitig über das Campus Management HISinOne einen Belegwunsch ab. Sie werden dann zugelassen und zu Beginn der ersten Semesterwoche per E-Mail über das Zugangspasswort zum jeweiligen ILIAS-Kurs informiert. Falls Sie nach dem 25. April 2022 noch einen Belegwunsch in HISinOne abgeben, werden Sie ebenfalls baldmöglichst über das Passwort informiert.

  • In den ILIAS-Kursen finden Sie alle Informationen zum genauen Ablauf der Lehrveranstaltungen und die relevanten Lernmaterialien.

  • Falls eine Lehrveranstaltung mangels Nachfrage nicht stattfinden kann, wird dies umgehend bekanntgegeben und Sie werden bei einem von Ihnen abgegebenen Belegwunsch ebenfalls benachrichtigt.

Etwaige Änderungen zu den Terminen und Räumen und die Modalitäten und Inhalte von Prüfungs- und Studienleistungen werden auf der Internetseite des Lehrstuhls für Christliche Religionsphilosophie und in den ILIAS-Kursen bekanntgegeben. Bei den Prüfungsleistungen werden die in den Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern vorgesehenen Formate (Hausarbeit in den Modulen 15 und 23, mündliche Prüfung in den Modulen 5, 6, 7, 12, 14 und 19) beibehalten. Ob Ihre mündliche Prüfung als Online- oder Präsenzprüfung durchgeführt wird, hängt von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung ab; Näheres klären Sie bitte rechtzeitig vor der Prüfung mit dem Prüfungsamt.

Vorlesungen

Vorlesung (M 5):
Einführung in die Philosophie I/II

Die beiden folgenden Veranstaltungen des Philosophischen Seminars im Sommersemester 2022 können als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegt werden:

  • Vorlesung: Was ist Existenzphilosophie? (Jaspers, Arendt, Camus, Sartre, Heidegger)
    Dozent: Prof. Dr. Philipp Schwab
    Termine: Di., 18–20 Uhr c. t., HS 1199 (begleitendes Tutorat: Do., 16–18 Uhr c. t., HS 1199)

  • Vorlesung: Geschichte des Mittelplatonismus
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón
    Termine: Mo., 18–20 Uhr c. t., HS 01 007 (Hermann-Herder-Str. 6)

Die folgende Veranstaltung des Lehrstuhls für Dogmatik mit Quellenkunde der Theologie des Mittelalters im Sommersemester 2022 kann ebenfalls als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegt werden:

  • Vorlesung: Wissen und Glauben. Zum Verhältnis von Philosophie und Religion bei Hume, Kant und Hegel
    Dozent: Prof. Dr. Karl-Heinz Ruhstorfer
    Termine: Mo., 10–12 Uhr c. t., HS 1236

Ebenso können die folgenden Veranstaltungen des Philosophischen Seminars aus den vergangenen Semestern als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« angerechnet werden:

  • Vorlesung: Die Ethik der Stoiker (WS 2021/22)
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón

  • Vorlesung: Grundlagen der system(@)tischen Philosophie (WS 2021/22)
    Dozent: apl. Prof. Dr. Fausto Fraisopi

  • Vorlesung: Die komplexe Welt (SS 2021)

    Dozent: PD Dr. Fausto Fraisopi

  • Vorlesung: Vollzug und Möglichkeit: eine Frage der Metaphysik (SS 2021)
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón

 

Vorlesung (M 19):
Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft? Zum Verhältnis zwischen dem christlichen (Offenbarungs-)Glauben und der natürlichen Vernunfterkenntnis des Menschen

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozent: Prof. Dr. Dr. Markus Enders

Termine: Do., 10–12 Uhr c. t., HS 3043

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 19 muss zusätzlich zur Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?« das parallel dazu angebotene Seminar (M 15/19/23) »Zum Verständnis des religiösen Glaubens aus (religions-)philosophischer Sicht« und eine philosophische Modul-19-Veranstaltung des Wintersemesters (»Prinzipien philosophischer Erklärungsmodelle«) belegt werden; eine dieser beiden Lehrveranstaltungen kann durch das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2: Das Verständnis des Lebens und seiner Stufen in der Philosophie des Frühen, Hohen und Späten Mittelalters« ersetzt werden. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Wintersemester 2021/22 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 1: Leben als das Prinzip der Selbstbewegung – zum Verständnis des Lebens in der Philosophie der Antike und in der christlichen Bibel« besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 2) als verpflichtendes religionsphilosophisches Modul-19-Seminar des Sommersemesters besuchen.

Kommentar:

Die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Wahrheitsanspruch des christlichen Offenbarungsglaubens und den Möglichkeiten und Grenzen der natürlichen Vernunfterkenntnis des Menschen ist im abendländisch-christlichen Kulturraum fast so alt wie der christliche Offenbarungsglaube selbst. Denn diese Frage wird bereits durch den Umstand gestellt, dass der christliche Offenbarungsglaube mit einem absoluten und universalen Geltungsanspruch auf objektive Wahrheit und Normativität insbesondere seiner zentralen Glaubensinhalte der Inkarnation, der Christologie und der Trinitätslehre auftritt, der für das autonome Erkenntnisvermögen der menschlichen Vernunft eine Herausforderung darstellt und von ihm daher in der abendländischen Geschichte des Christentums auch wiederholt einer rationalen Legitimitätsprüfung unterzogen worden ist. Die wichtigsten rationalen Gründe, die in der Geschichte dieser Verhältnisbestimmung für und gegen den Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens genannt worden sind, sollen in dieser Vorlesung vorgestellt und beurteilt werden.

Literatur:

  • Wolfgang Klausnitzer, Glaube und Wissen. Lehrbuch der Fundamentaltheologie für Studierende und Religionslehrer, Regensburg 1999.
  • Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., Gott und die Vernunft: Aufruf zum Dialog der Kulturen, Augsburg 2007.
  • Peter Koslowski (Hrsg.), Die Vernunft des Glaubens und der Glaube der Vernunft: die Enzyklika Fides et Ratio in der Debatte zwischen Philosophie und Theologie, Paderborn 2007.
  • Klaus Müller, Vernunft und Glaube – eine Zwischenbilanz zu laufenden Debatten, Münster 2005.
  • Klaus Müller, Glauben – Fragen – Denken, Bd. I: Basisthemen in der Begegnung von Philosophie und Theologie, Münster 2006.
  • Christoph Dohmen (Hrsg.), Die »Regensburger Vorlesung« Papst Benedikts XVI. im Dialog der Wissenschaften, Regensburg 2007.
  • Hanns-Gregor Nissing (Hrsg.), Vernunft und Glaube. Perspektiven gegenwärtiger Philosophie (Wortmeldungen, Bd. 10), München 2008.
  • Anselm Günthör, Glaube und Vernunft – Gegensätze oder Verbündete auf dem Weg zu Gott?, Kißlegg 2009.
  • Klaus Müller, In der Endlosschleife von Vernunft und Glaube: einmal mehr Athen versus Jerusalem (via Jena und Oxford) (Pontes, Bd. 50), Berlin/Münster 2012.

 

Seminare

Seminar (M 0):
»Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?« (Ps 8,5). Alttestamentliche und philosophische Anthropologie im Dialog (mit einer Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten)

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Mag. theol. Philipp Graf
  • Dipl.-Theol. Frank Schlesinger

Termine: Mi., 14–16 Uhr c. t., HS 1139

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Kommentar:

Was macht den Menschen aus? Was ist sein Wesen? Gibt es überhaupt den Menschen?
Auf diese Fragen geben das Alte Testament und die Philosophiegeschichte in ihren je eigenen Perspektiven unterschiedliche Antworten, die wir in diesem Seminar anhand ausgewählter Texte kennenlernen und miteinander ins Gespräch bringen wollen. Dadurch soll das Seminar eine Grundlage für das weitere Theologiestudium schaffen, in dem auch die Frage nach dem Menschen als Gegenpol der Frage nach Gott im Mittelpunkt steht. Im Speziellen ist für die Exegese der Mensch als Produzent und Leser der biblischen Texte und damit als Adressat, Überbringer und Interpret der Offenbarung unerlässlicher Bezugspunkt; für die Religionsphilosophie wiederum ist die philosophische Bestimmung des Menschen für die Abgrenzung ihres Material- und Formalobjekts notwendig, da sie als Disziplin explizit die Erscheinungsformen menschlicher Religiosität philosophisch untersucht und somit von einer begrifflichen Klärung des Menschen nicht absehen kann.
Zugleich soll das Seminar in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens einführen (Erstellen von Referaten, Seminarkultur, Literaturrecherche, Erstellen einer Hausarbeit, Zitieren, Literaturangaben etc.).

Literatur:

Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben und digital zur Verfügung gestellt.

 

Interdisziplinäres Seminar (M 15/19/23):
Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie.
Teil 2: Das Verständnis des Lebens und seiner Stufen in der Philosophie des Frühen, Hohen und Späten Mittelalters

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders
  • Prof. Dr. Frédéric Seyler

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 28.4.2022, 17–18 Uhr c. t., HS 1234
  • 1. Blocktermin: Fr., 20.5.2022, 15–20 Uhr s. t., HS 1236
  • 2. Blocktermin: Sa., 21.5.2022, 10–19 Uhr s. t., HS 1236

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Dieses Seminar ersetzt entweder die philosophische Vorlesung des Wintersemesters in Modul 19 oder das verpflichtende religionsphilosophische Modul-19-Seminar des Sommersemesters parallel zur Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?«. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Wintersemester 2021/22 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 1: Leben als das Prinzip der Selbstbewegung – zum Verständnis des Lebens in der Philosophie der Antike und in der christlichen Bibel« besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 2) als verpflichtendes religionsphilosophisches Modul-19-Seminar des Sommersemesters besuchen.

Kommentar:

In diesem Seminar soll die im Wintersemester 2021/22 begonnene Begriffs- und Ideengeschichte des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie fortgesetzt werden, und zwar bei dem bedeutendsten karolingischen Philosophen und Theologen Johannes Scottus Eriugena (815–877), bei Anselm von Canterbury, im »Liber de Causis« (einer von Gerhard von Cremona [† 1187] angefertigten lateinischen Übersetzung einer ursprünglich arabischen philosophischen Schrift aus dem 9. Jahrhundert, die vor allem neuplatonische Philosophie insb. aus der »Elementatio theologica« des Neuplatonikers Proklos [411–485] enthält und eine enorme Verbreitung und Kommentierung im Hohen und Späten Mittelalter erfahren hat), bei Thomas von Aquin (mit seiner definitorischen Begriffsbestimmung des Lebens und seiner präzisen Unterscheidung von vier Stufen des Lebens) und bei Meister Eckhart, der die Gottheit als die Quelle und die trinitarische Selbsterkenntnis Gottes als die Aktualität des Lebens versteht, der die Selbstursprünglichkeit und Selbstzwecklichkeit des Lebens lehrt und die Gottes- bzw. Sohnesgeburt der menschlichen Seele als deren Rückkehr zum (göttlichen) Leben deutet.

Literatur:

  • Zu Johannes Scottus Eriugena: Johannes Scottus Eriugena, De div. nat. II,36, in: Iohannis Scotti Eriugenae Periphyseon (De Divisione Naturae). Liber Secundus, ed. by I. P. Sheldon-Williams with the collaboration of Ludwig Bieler, Dublin 1983, S. 206 f.; Johannes Scottus Eriugena, De div. nat. III,36–37, in: Iohannis Scotti Eriugenae Periphyseon (De Divisione Naturae). Liber Tertius, ed. by I. P. Sheldon-Williams with the collaboration of Ludwig Bieler, Dublin 1981, S. 276–286.
  • Zu Anselm von Canterbury: Anselm von Canterbury, Proslogion 12, in: S. Anselmi Cantuariensis Archiepiscopi Opera Omnia, Volumen Primum, ad Fidem Codicum Recensuit Fransiccus Salesius Schmitt O.S.B., Stuttgart-Bad Cannstatt 1968, 110,5–8.
  • Zum »Liber de causis«: Alexander Fidora/Andreas Niederberger, Von Bagdad nach Toledo. Das »Buch der Ursachen« und seine Rezeption im Mittelalter, Mainz 2001 (lateinischer Text und deutsche Übersetzung).
  • Zu Thomas von Aquin: Thomas von Aquin, Summa theologica I, q. 18; Summa contra Gentiles, Buch IV, Kap. 11, 82–86.
  • Zu Meister Eckhart: Amanda Viana de Sousa, Das Lebensverständnis Meister Eckharts (Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 2018), online abrufbar unter: https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:151319/datastreams/FILE1/content.

 

Interdisziplinäres Seminar (M 15/19/23):
Zum Verständnis des religiösen Glaubens aus (religions-)philosophischer Sicht

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders
  • Dr. Dr. Boris Wandruszka

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 28.4.2022, 18–19 Uhr c. t., HS 1139
  • 1. Blocktermin: Fr., 1.7.2022, 15–20 Uhr s. t., HS 1236
  • 2. Blocktermin: Sa., 2.7.2022, 10–19 Uhr s. t., HS 1236

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Dieses Seminar ist das verpflichtende religionsphilosophische Modul-19-Seminar des Sommersemesters parallel zur Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?«. Es kann auch durch das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2: Das Verständnis des Lebens und seiner Stufen in der Philosophie des Frühen, Hohen und Späten Mittelalters« ersetzt werden. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Wintersemester 2021/22 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 1: Leben als das Prinzip der Selbstbewegung – zum Verständnis des Lebens in der Philosophie der Antike und in der christlichen Bibel« besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 2) als verpflichtendes religionsphilosophisches Modul-19-Seminar des Sommersemesters besuchen.

Kommentar:

Fraglos ist der Glaube eine zentrale Kategorie des religiösen, insbesondere des christlichen Lebens. Im Rahmen dieses Seminars soll die spezifische Eigenart des religiösen, insbesondere des christlichen Glaubens (in Abhebung vom nicht-religiösen Glauben) herausgearbeitet werden, und zwar seine innere Struktur (das „Glaubensdreieck“) und sein Verhältnis zu den anderen personalen Akten von Erkennen und Wissen, Hoffen, Lieben, Wollen, Entscheiden und Handeln des Menschen. Dabei versuchen wir, rational begründete Antworten auf die folgenden Fragen zum Glauben zu finden: Um welchen existenziellen Akt und um welchen habituellen Modus der menschlichen Existenz handelt es sich bei dem Glauben? Wie entsteht der Glaube im Menschen, wie vollzieht er sich? Welche psychischen Vermögen des Menschen tragen und bestimmen den Glaubensakt? Worauf ist der religiöse Glaube des Menschen bezogen bzw. gerichtet?

Der religiöse Glaube besitzt eine existenzielle Vollzugs- bzw. Aktseite (fides qua) und eine kognitive Inhalts- bzw. Gehaltsseite (fides quae). Durch eine meist lange und beständige Einübung des existenziellen Aktcharakters des religiösen Glaubens wird dieser zu einem verdienstlichen Habitus bzw. einer Tugend, die zugleich auch den Charakter eines Gnadengeschenks besitzt (als göttliche Tugend). In diesem Seminar soll vor allem der Aktcharakter des religiösen Glaubens untersucht werden.

Literatur:

  • Augustinus, Im Glauben liegt Erkenntnis, Gütersloh 2001.
  • Béla von Brandenstein, Der Mensch und seine Stellung im All, Einsiedeln/Köln 1948, 584–593 (Der Mensch vor Gott).
  • Béla von Brandenstein, Leben und Tod. Grundfragen der Existenz, Bonn 1948.
  • Béla von Brandenstein, Vom Werdegang des Geistes in der Seele, Saarbücken 1954.
  • Béla von Brandenstein, Der Mensch vor Gott, München 1984.
  • Kurt Flasch, Warum ich kein Christ bin, München 2013.
  • Kurt Flasch, Christentum und Aufklärung. Voltaire gegen Pascal, Frankfurt a. M. 2020.
  • Volker Gerhardt, Glauben und Wissen. Ein notwendiger Zusammenhang, Stuttgart 2016.
  • Jürgen Habermas, Glauben und Wissen, Frankfurt a. M. 2001.
  • Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Religion I und II, Bd. 16 und 17, Frankfurt a. M. 1986.
  • Johannes Hessen, Die Werte des Heiligen, Regensburg 1938 (III.1. Akte, b. Glaube).
  • Johannes Hessen, Lehrbuch der Philosophie, 2. Band: Wertlehre, München 1948 (3. Teil: Religionsphilosophie).
  • Johannes Hessen, Ethik. Grundzüge einer personalistischen Wertethik, Leiden 1954.
  • Johannes Hessen, Religionsphilosophie, Bd. 1 und 2, München 1955.
  • Dietrich von Hildebrand, Zeitliches im Lichte des Ewigen. Gesammelte Abhandlungen und Vorträge, Regensburg 1932.
  • Karl Jaspers, Der philosophische Glaube, Frankfurt a. M. 1958.
  • Immanuel Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, Werke, Bd. IV, Darmstadt 2011, 645–879.
  • Franz von Kutschera, Vernunft und Glaube, Berlin 1991.
  • Karl Löwith, Wissen, Glaube und Skepsis, Göttingen 1962.
  • Josef Pieper, Über den Glauben, München 1962.
  • Josef Pieper, Scholastik, München 1978.
  • Alvin Platinga, Gewährleisteter christlicher Glaube, Berlin 2015.
  • Karl Popper, Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf, Hamburg 1973.
  • Bertrand Russell, Warum ich kann Christ bin. Über Religion, Moral und Humanität, Hamburg 1986.
  • Max Scheler, Vom Ewigen im Menschen, 5. Aufl., Bern/München 1968, S. 240–328 (II. Die Wesensphänomenologie der Religion, 6. der religiöse Akt).
  • Heinrich Schmidinger, »Christliche Philosophie. Eine Übersicht«, in: Information Philosophie (1995), Heft 5, 20–30.
  • Markus Schulze, Glaube und Heil. Thomas von Aquin für heute, Freiburg i. B. 2020.
  • Max Seckler, Glaubenswissenschaft und Glaube, Bern 2013.
  • Georg Siegmund, Der Glaube des Urmenschen, Bern 1962.
  • Gerd Theißen, Argumente für einen kritischen Glauben, oder: Was hält der Religionskritik stand?, München 1978.
  • Claude Tresmontant, Die Vernunft des Glaubens. Die Herausforderung der Metaphysik durch die kirchliche Lehrverkündigung, Düsseldorf 1964.
  • Günter Waldmann, Christliches Glauben und christliche Glaubenslosigkeit. Philosophische Untersuchungen zum Phänomen des christlichen Glaubensvorganges und zu seiner Bedeutung für die Situation der Gegenwart, Tübingen 1968.
  • Bernhard Welte, Religionsphilosophie, Freiburg i. B. 1978, 167–181 (Der Glaube).

 

Kolloquien

Kolloquium (M 5):
Einführung in die Religionsphilosophie

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozent: Dipl.-Theol. Frank Schlesinger

Termine: Do., 12–13 Uhr c. t., HS 1139

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Kommentar:

Dieses einstündige Kolloquium ist eine freiwillige, ergänzende Veranstaltung zur Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« und dient der Wiederholung und Vertiefung der Vorlesungsinhalte sowie der Klärung etwaiger Rückfragen insbesondere zur Prüfungsvorbereitung. Zudem soll Raum geboten werden für die ergänzende Lektüre und Besprechung ausgewählter Texte zu bestimmten Themenbereichen der Religionsphilosophie.

Literatur:

Die Literatur orientiert sich am Inhalt der Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie«; sie wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben und digital zur Verfügung gestellt.

 

Magistrandinnen-/Magistranden-, Doktorandinnen-/Doktoranden- und Forschungskolloquium

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozent: Prof. Dr. Dr. Markus Enders

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 5.5.2022, 18–19 Uhr c. t., HS 1139
  • 1. Blocktermin: Fr., 8.7.2022, 15–20 Uhr s. t., HS 1236
  • 2. Blocktermin: Sa., 9.7.2022, 10–19 Uhr s. t., HS 1236

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert.

Kommentar:

Die Magistrandinnen/Magistranden und die Doktorandinnen/Doktoranden von Prof. Enders sowie die Gastforscher/-innen am Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie sind eingeladen und gebeten, an diesem Kolloquium teilzunehmen, bei dem sie die Gelegenheit haben, ihr jeweiliges Projekt bzw. Teile oder Aspekte desselben vor- und zur gemeinsamen Diskussion zu stellen.

Literatur:

Der Reader mit den (Primär-)Texten zur Vorbereitung und den Thesenpapieren zu den Vorträgen wird rechtzeitig vor dem ersten Blocktermin per E-Mail verschickt.

Informationen zu Prüfungs- und Studienleistungen

Prüfungs- und Studienleistung in Modul 5

Zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 5 müssen Studierende der Bachelor- und Magisterstudiengänge Katholische Theologie zusätzlich zur Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« die beiden Vorlesungen (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegen.

Studierende des Polyvalenten Zwei-Hautfächer-Bachelorstudiengangs Katholische Theologie müssen zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 5 zusätzlich zur Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« eine der beiden Vorlesungen (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegen. Studierende des Polyvalenten Zwei-Hautfächer-Bachelorstudiengangs Katholische Theologie (PO 2021) können zudem auch das Seminar (M 5) »Einführung in die Philosophie II« belegen, falls dieses angeboten wird; im Rahmen dieses Seminars ist dann zusätzlich eine Studienleistung (Referat von ca. 12 Minuten) zu erbringen.

Für die mündliche Modulprüfung (15 Minuten) in Modul 5 wurden folgende Prüfungsinhalte festgelegt:

  • Für Studierende der Magisterstudiengänge Katholische Theologie und des Bachelorstudiengangs Katholische Theologie (Hauptfach): die Inhalte der Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« und jeweils drei Schwerpunktthemen aus den beiden gewählten Vorlesungen (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II«
  • Für Studierende des Polyvalenten Zwei-Hautfächer-Bachelorstudiengangs Katholische Theologie (PO 2018): die Inhalte der Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« und drei Schwerpunktthemen aus der gewählten Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II«
  • Für Studierende des Polyvalenten Zwei-Hautfächer-Bachelorstudiengangs Katholische Theologie (PO 2021): die Inhalte der Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« und drei Schwerpunktthemen aus der gewählten Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I« oder dem gewählten Seminar (M 5) »Einführung in die Philosophie II«

Bitte tragen Sie die Wahl Ihrer Schwerpunktthemen rechtzeitig in den Buchungspools im ILIAS-Kurs der Vorlesung (M 5) »Einführung in die Religionsphilosophie« ein und melden Sie die Prüfungsleistung rechtzeitig beim Prüfungsamt an.

 

Prüfungs- oder Studienleistung in Modul 19

Zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 19 muss zusätzlich zur Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?« das parallel dazu angebotene religionsphilosophische Modul-19-Seminar des Sommersemesters und eine philosophische Modul-19-Veranstaltung des Wintersemesters (»Prinzipien philosophischer Erklärungsmodelle«) belegt werden; letztere kann ggf. durch eine ausgewiesene Modul-19-Veranstaltung des Sommersemesters ersetzt werden.

Für die mündliche Modulprüfung im Modulteil »Philosophie/Religionsphilosophie« in Modul 19 wurden folgende Prüfungsinhalte festgelegt: die Inhalte der Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?« und jeweils zwei Schwerpunktthemen aus dem religionsphilosophischen Modul-19-Seminar des Sommersemesters und der philosophischen Modul-19-Veranstaltung des Wintersemesters.

Als Studienleistung im Modulteil »Philosophie/Religionsphilosophie« für die Studierenden, die ihre Prüfung in Modul 19 im Modulteil »Fundamentaltheologie« ablegen, wurde Folgendes festgelegt: Übernahme eines Referats mit Handout zu einem Thema aus den Themenlisten für Referate der ausgewiesenen Modul-19-Seminare oder ersatzweise – bei Vergabe aller Referate – ein schriftlicher Essay zu einem mit dem verantwortlichen Dozenten abgesprochenen Aspekt des jeweiligen Seminarthemas im Umfang von 12.000–14.000 Zeichen.

Bitte tragen Sie die Wahl Ihrer Schwerpunktthemen für die Prüfung bzw. die Wahl Ihres Themas für die Studienleistung rechtzeitig in den Buchungspools in ILIAS ein und melden Sie die Prüfungs- bzw. Studienleistung rechtzeitig beim Prüfungsamt an.

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