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Studium und Lehre

Aktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen

Wegen eines Forschungssemesters bietet Herr Professor Markus Enders im WS 2020/2021 keine Veranstaltungen an.
Jedoch werden alle modularen Pflichtveranstaltungen in Philosophie /Christliche Religionsphilosophie für die entsprechenden Studiengänge in Theologie von anderen Lehrpersonen abgehalten.

Einige Lehrveranstaltungen werden weiterhin aufgrund der Maßnahmen zur Pandemieeindämmung als digitale Fernlehre im Zeitraum vom 2. November 2020 bis zum 13. Februar 2021 durchgeführt. Die Lehrveranstaltungen für Studienanfänger*innen und die Tagung werden nach Möglichkeit als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Genauere Informationen entnehmen Sie den jeweiligen Veranstaltungsbeschreibungen. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Wintersemester auch Änderungen bezüglich des Modus eintreten; es wird aber sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltungen bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können.

Um an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen, beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Geben Sie bitte möglichst bald über das Campus Management HISinOne wie gewohnt einen Belegwunsch ab. Sie werden dann zugelassen und zu Beginn der nächsten Woche per E-Mail über das Zugangspasswort zum jeweiligen ILIAS-Kurs informiert. Falls Sie nach dem 2. November noch einen Belegwunsch in HISinOne abgeben, werden Sie ebenfalls baldmöglichst über das Passwort informiert.

  • In den ILIAS-Kursen finden Sie alle Informationen zum genauen Ablauf der Lehrveranstaltungen und zusätzliche Lernmaterialien.

  • Falls eine Lehrveranstaltung mangels Nachfrage nicht stattfinden kann, wird dies umgehend bekanntgegeben und Sie werden bei einem Belegwunsch ebenfalls benachrichtigt.

Etwaige Änderungen zu den Terminen und Räumen und den Modalitäten von Studienleistungen werden auf ILIAS zeitnah bekanntgegeben. Bei den Prüfungsleistungen werden die in den Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern vorgesehenen Formate (Hausarbeit bei Seminaren, mündliche Prüfung in Modul 5) beibehalten; ob Ihre mündliche Prüfung als Online- oder Präsenzprüfung durchgeführt wird, klären Sie bitte vorher mit dem Prüfungsamt.

Vorlesungen

Vorlesung mit kolloquialen Elementen (M 14):
Philosophie der Religionen

Prof. Dr. Richard Schenk

Fr., 10 Uhr c. t. bis 12 Uhr, digitale Lehrveranstaltung

Beschreibung

Gehört die Überprüfung der überkommenen Fragestellung samt ihrer Kategorien, Quellen und Erwartungen zu den grundlegenden Aufgaben allen philosophischen und theologischen Denkens, so ist diese Arbeit selten so wenig routiniert als beim Thema der Interrelationalität der Religionen. Die Traktaten- und Schulenbildung, die bei anderen Themen zur Genese und Gliederung heutiger Systematik beitrug, fehlte hier weitgehend. Diese Lehrveranstaltung sucht im Zusammenhang des Moduls 14 philosophische Überlegungen aus Geschichte und Gegenwart, die zu einer besser gelingenden Theologie interreligiöser Beziehungen beitragen könnten. Hilfreich sind dabei die in der jüngeren Pluralismusdiskussion identifizierten Kategorien Exklusivismus, Inklusivismus, Pluralismus und Apophasis.

Literatur

  • E. Troeltsch, Die Absolutheit des Christentums und die Religionsgeschichte (1902).
  • G. Hoffmann, Die Lehre von der Fides implicita (1903/1909).
  • R. Schaeffler, Philosophische Einübung in die Theologie (2004).
  • R. Brague, Europa – seine Kultur, seine Barbarei. Exzentrische Identität und römische Sekundarität (2012).
  • J. Hick/P. F. Knitter (Hrsg.), The Myth of Christian Uniqueness (1987).
  • R. Schenk, In universum mundum. Das Zeugnis des Evangeliums im Zeitalter pluralistischer Religionstheorien, in: W. Schreer/G. Steins (Hrsg.), Auf neue Art Kirche sein (1999), 507–523.

Literatur zur Geschichte

  • Jeremy Cohen, Living Letters if the Law: Ideas of the Jew in Medieval Christianity (Berkeley, UC Press 1999).
  • Petrus Abaelardus, Dialogus inter Philosophum, Iudaeum et Christianum.
  • R. Schenk, Robert Grosseteste und die Hypothese einer königlichen Konversionspolitik. Überlegungen zur Frage nach dem praktischen Kontext mittelalterlicher Religionstheorien, in: F. Niewöhner and F. Rädle (Hrsg.), Konversion im Mittelalter und in der Frühneuzeit, Hildesheim, Olms (1999), 25–42.
  • Robert Kilwardby, Quaestiones in librum quartum Sententiarum (ed. R. Schenk, München, Bayerische Akademie der Wissenschaften 1993).
  • R. Schenk, Christ, Christianity, and Non-Christian Religions. Their Relationship in the Thought of Robert Kilwardby, in: K. Emery, Jr. and J. Wawrykow (Hrsg.), Christ among the Medieval Dominicans: Representations of Christ in the Texts and Images of the Order of Preachers (University of Notre Dame 1988), 344–363.
  • R. Schenk, Die Deutung vorchristlicher Riten im Frühwerk des Albertus Magnus (Lectio Alberti 15) Münster, Aschendorff 2014.
  • Thomas von Aquin, Religion, Opfer, Gebet, Gelübde (Sth II-II 80-100, A. F. Utz); Ramon Lull, Das Buch vom Heiden und den drei Weisen, hrsg. Theodor Pindl. Reclam, Stuttgart.
  • Nikolaus von Kues, Vom Frieden zwischen den Religionen.
  • Ludwig Hagemanns, Der Kur'an in Verständnis und Kritik bei Nikolaus von Kues. Ein Beitrag zur Erhellung islamisch-christlicher Geschichte (Frankfurter Theologische Studien 21) Frankfurt, J. Knecht 1976).
  • R. Schenk, "Selbstsein und Alterität. Die religionstheologische Verortung cusanischer Spiritualität", in: Erwin Möde (ed.), Spiritualität: Neue Ansätze im Licht der Philosophie und Theologie des Nikolaus von Kues (Regensburg, Pustet 2017), 57–65.
  • G.E. Lessing, Nathan der Weise.

 

Vorlesung (M 5):
Einführung in die Religionsphilosophie

Prof. Dr. Karl-Heinz Ruhstorfer

Mi., 14 Uhr c. t. bis 16 Uhr, digitale Lehrveranstaltung

Beschreibung

Die Vorlesung bietet eine Einführung in die Philosophie und die Philosophie der Religion der klassischen Neuzeit von Leibniz zu Hegel. Dabei werden auch die religionsrelevanten Philosophien von Hume, Kant, Fichte, Schelling und anderen vorgestellt.

Die Veranstaltung findet online in Zoom statt. Vor jeder Sitzung wird ein Vorlesungsmanuskript bereitgestellt, das dann während des Vorlesungstermins besprochen und diskutiert wird.

(Nach einer allgemeinen Einführung in das grundlegende Selbstverständnis und die wichtigsten Methoden der Philosophie und der Religionsphilosophie als einer akademischen Disziplin soll zunächst ein kurzer Überblick über die Begriffsgeschichte von „religio“ bis zum Ende des 18. Jhs. gegeben werden. Daran schließt sich eine systematische Erörterung der Schwierigkeiten und Notwendigkeit einer zumindest für alle theistischen Religionen verallgemeinerungsfähigen Definition von „Religion“ sowie ein kurzer Überblick über die wichtigsten Definitionsparadigmen von „Religion“ in der Religionswissenschaft und -philosophie vom 19. Jh. bis zur Gegenwart an, der mit einem eigenen Definitionsvorschlag abgeschlossen wird. Anschließend sollen wichtige Positionen religionsphilosophischen Denkens im 19. Jh. vorgestellt werden: Die reine Vernunft-Religion Immanuel Kants, das romantische Religions-Verständnis Friedrich Schleiermachers (mit einem Exkurs zu dessen Wirkungsgeschichte bei Rudolph Otto) und Friedrich Schlegels, dann das idealistische Religionsverständnis Fichtes und Hegels (einschließlich seines Religionsbegriffs und seines Entwurfs einer absoluten Religion aus seinen späten Vorlesungen über die Philosophie der Religion von 1821–1831). Des Weiteren sollen die maßgeblichen Vertreter der Religionskritik des 19. Jhs. vorgestellt und kritisch beurteilt werden, und zwar die religionskritischen Positionen von Ludwig Feuerbach, Karl Marx und Friedrich Nietzsche. Im letzten Teil dieser Vorlesung soll möglichst noch ein kursorischer Überblick über einige Strömungen der Religionsphilosophie des 20. Jhs vermittelt werden.)

Literatur

  • Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie, Band 2, Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen, Frankfurt 2019.
Zur Einführung in die Religionsphilosophie
  • W. Weischedel, Der Gott der Philosophen. Grundlegung einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus, München 1975, Bd. 1: Wesen, Aufstieg und Verfall der Philosophischen Theologie, § 5: Philosophieren als radikales Fragen, insb. 4.: Das radikale Fragen als Wurzel der Metaphysik;
  • J. Halfwassen, Metaphysik als Denken des Ganzen und des Einen im antiken Platonismus und im deutschen Idealismus, in: H. Gebhardt/H. Kiesel (Hgg.), „Weltbilder“, Heidelberg 2004, 263–283;
  • L. Honnefelder/G. Krieger (Hg.): Philosophische Propädeutik, Band 1: Sprache und Erkenntnis, Paderborn / München / Wien / Zürich 1994, 13–52;
  • Die Deutschen Bischöfe (Hg.): Das Studium der Philosophie im Theologiestudium, Bonn 1983;
  • R. Schaeffler: Art. Philosophie, in: Sacramentum mundi, Bd. 3 (1969), Spp. 1164–1194.
  • Richard Schaeffler, Religionsphilosophie, Freiburg 2002, 3. Aufl.;
  • Friedo Ricken, Religionsphilosophie, Stuttgart 2003;
  • W. Oelmüller/R. Dölle-Oelmüller, Grundkurs Religionsphilosophie, München 1997.
Zum Religionsbegriff und seiner Geschichte
  • Ernst Feil: Religio. Die Geschichte eines neuzeitlichen Grundbegriffs vom Frühchristentum bis zur Reformation (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte, Bd. 36), Göttingen 1986;
  • ders., Art. Religion im Historischen Wörterbuch der Philosophie, Bd. 8, Basel 1992, Spp. 632–727;
  • ders., Religio, 2. Band, Die Geschichte eines neuzeitlichen Grundbegriffs zwischen Reformation und Rationalismus (ca. 1540–1620) (Forsch. zur Kirchen- und Dogmengeschichte, Bd. 70), Göttingen 1997;
  • ders., Religio 3. Band, Die Geschichte eines neuzeitlichen Grundbegriffs im 17. und frühen 18. Jh. (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte, Bd. 79), Göttingen 2001;
  • ders., Religio 4. Band: Die Geschichte eines neuzeitlichen Grundbegriffs im 18. und frühen 19. Jh. (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte, Bd. 91), Göttingen 2007;
  • M. Enders: Endlichkeit und Einheit. Zum Verständnis von Religion im Anschluss an Hermann Schrödters Begriff von Religion, in: Tobias Müller/Thomas M. Schmidt/ (Hg.), Was ist Religion? Beiträge zur aktuellen Debatte um den Religionsbegriff, Paderborn/München/Wien/Zürich 2013, 125–155.
Zur Religionsphilosophie Kants
  • W. Weischedel, Der Gott der Philosophen. Grundlegung einer Philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus, München 1975, Bd. 1, Erster Teil, 5. Kapitel, S. 191–213;
  • R. Wimmer, Kants kritische Religionsphilosophie (Kantstudien, Ergänzungshefte 124), Berlin 1990.

 

Zusätzlich zu dieser Vorlesung müssen Theologiestudierende (je nach Prüfungsordnung) auch eine Philosophie-Vorlesung des Philosophischen Seminars im WS 2020/2021 belegen. Zur Auswahl steht hierfür die Vorlesung von PD Fausto Fraisopi „Die Idee einer ersten Philosophie“ (Mo 14–16 Uhr) oder die Vorlesung von PD Dr. Jorge Uscatescu Barron „Das Gute als metaphysisches Problem im Ausgang von Aristoteles“ (Di 18-20 Uhr).

 

Seminare

Seminar (M 0):
Was ist der Mensch? Einführung in die philosophische Anthropologie mit einer Einführung in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens

Dipl.-Theol. Frank Schlesinger, Siegfried Rombach M. A.

Mi., 14 Uhr c. t. bis 16 Uhr, Präsenz-Lehrveranstaltung in KG I, Raum 1228

Beschreibung

Auch wenn sich die Philosophische Anthropologie als philosophisches Fragen nach dem Wesen des Menschen erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als eigene Fachrichtung etablierte, wurden doch ihr Gegenstand und ihre spezifischen Fragestellungen, mit denen sie sich befasst, bereits in früheren Abschnitten der Philosophiegeschichte behandelt. Gerade für die Religionsphilosophie ist eine philosophische Bestimmung des Menschen für die Abgrenzung ihres Material- und Formalobjekts notwendig, da sie als Disziplin explizit die Erscheinungsformen menschlicher Religiosität philosophisch untersucht und somit von einer begrifflichen Klärung des Menschen nicht absehen kann.

Dieses Seminar soll darum eine Einführung in die philosophische Frage nach dem Wesen des Menschen und in grundlegende Ansätze in der Philosophischen Anthropologie anhand ausgewählter Texte geben und damit eine Grundlage in begrifflicher und historischer Hinsicht für das weitere Theologiestudium schaffen. Zugleich soll das Seminar in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens einführen (Erstellen von Referaten, Seminarkultur, Literaturrecherche, Erstellen einer Hausarbeit, Zitieren, Literaturangaben).

Die Teilnahme am Seminar umfasst neben der regelmäßigen Teilnahme und aktiven Mitgestaltung der Seminarsitzungen die Übernahme eines Referates (ggf. in Gruppenarbeit) und die Bearbeitung der begleitenden methodischen Übungen; die Prüfungsleistung besteht in der Abfassung einer wissenschaftlichen Hausarbeit. Das Seminar wird als PRÄSENZ-Lehrveranstaltung angeboten.

  

Interdisziplinäres Blockseminar (M 19/EPG 2):
Das Phänomen des Bösen in der Philosophie

Dipl.-Theol. Frank Schlesinger, Siegfried Rombach M. A.

Blocksitzungen:

  • Vorbesprechung: Mo 2.11.2020, 14:15–15 Uhr
  • 1. Blocktermin: Fr 13.11.2020, 14–18:00 Uhr s.t.
  • 2. Blocktermin: Sa 21.11.2020, 9–16:30 Uhr s.t. Tagung im Haus zur Lieben Hand (als Präsenzveranstaltung)
  • 3. Blocktermin: Fr 4.12.2020, 14–18 Uhr s.t.

Maximale Teilnehmeranzahl: 10 Personen

Beschreibung

Die Tagung kann nur als Präsenzveranstaltung besucht werden. Die anderen Sitzungen werden als Videokonferenzen abgehalten. Gegebenenfalls wird in einen ergänzenden Präsenzmodus gewechselt.

Das Seminar ist als Blockseminar in Kombination mit der Teilnahme an der wissenschaftlichen Tagung »Die Macht des Bösen. Wie wirkt sie, was ist sie, woher kommt sie und wie kann sie überwunden werden?« konzipiert und ersetzt die philosophische Vorlesung des Wintersemesters in Modul 19.

Die Teilnahme am Seminar umfasst neben dem Besuch und der aktiven Mitgestaltung der Vorbereitungssitzung sowie des ersten und dritten Blocktermins die Übernahme eines Referats (ggf. in Gruppenarbeit) und den Besuch der Tagung (2. Blocktermin).

In der Vorbereitungssitzung in der ersten Semesterwoche werden nach einer kurzen inhaltlichen Einführung in das Thema des Seminars die Referatsthemen verteilt und organisatorische Fragen geklärt. Die Studierenden haben dann Zeit, ihre Referate für den ersten bzw. dritten Blocktermin zu erarbeiten; die nötige Primär- und Sekundärliteratur wird über ILIAS zur Verfügung gestellt. Die Referate des ersten Blocktermins sollen thematisch auf den Besuch der Tagung vorbereiten und das begriffliche Instrumentarium liefern. Nach dem Besuch der Tagung werden im dritten Blocktermin in Referaten noch ergänzende Positionen behandelt und die Ergebnisse aus dem ganzen Seminar werden gebündelt und reflektiert.

 

Alternativ dazu können Theologie-Studierende auch die Philosophie-Vorlesung des Philosophischen Seminars als M 19-Veranstaltung im WS 2020/2021 belegen:

JProf. Dr. Philipp Schwab (Philosophisches Seminar):
Einführung in die Philosophie Hegels – „Phänomenologie des Geistes“ und „Enzyklopädie“
Di 18–20 Uhr c.t., ab 3.11.2020 bis 9.2.2021

Kolloquien

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