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Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V.

Mitglieder der Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V.

Bild Welte

 

Ziel der Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V.:

Die Gesellschaft möchte zu der Kenntnis des Werkes des Freiburger  Religionsphilosophen  und Theologen Bernhard Welte (1906-1983) beitragen und Forschungen zu seiner Bedeutung fördern.  Dazu veranstaltet sie jährlich eine Tagung zum Werk Weltes und zu Fragen, die sich heute daraus ergeben. Sie ist Inhaberin der literarischen Rechte an dem Nachlass Weltes, der sich im Archiv der Universität Freiburg befindet und betreut eine Bibliographie zum Leben und Werk Weltes. Die Mitglieder der Gesellschaft erhalten im Rahmen des der Gesellschaft Möglichen eine Jahresgabe mit Texten aus dem Werk Weltes oder Forschungsbeiträgen.

 

Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats:

 

Mitgliedschaft und Spenden:

Mitglied der Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V. kann jede natürliche oder juristische Person werden.

Der Jahresbeitrag beträgt 25,00 €, für Rentner und für Studierende 10,00 € und ist steuerlich abzugsfähig. Die Zusendung der Bescheinigung über die steuerliche Abzugsfähigkeit erfolgt zu Beginn jeden Jahres für das vorangegangene Jahr. Der Beitrag kann durch einen "Beitrag auf Lebenszeit" abgelöst werden.

Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V. / 

IBAN: DE 77 6809 0000 0012 2576 00 / BIC: GENODE61FR1 / Volksbank Freiburg eG

Bitte senden Sie das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Beitrittsformular sowie das SEPA-Lastschriftmandat an die im Formular genannte Adresse.

 

 

Leben und Werk Bernhard Weltes

Kurzbiographie

  • 31.03.1906 geboren in Meßkirch
  • 1912-18 Volksschule und Realschule, Meßkirch
  • 1918 Gymnasium, Konstanz
  • 1924 Studium der Kath. Theologie in Freiburg und München
  • 1929 Priesterweihe
  • 1929 Kooperator am Freiburger Münster
  • 1934-1948 Sekretär von Erzbischof Dr. Conrad Gröber
  • 1938 Dr. theol., Freiburg i.Br. bei Engelbert Krebs (Die postbaptismale Salbung)
  • 1946 Habilitation, Freiburg i.Br. (Der philosophische Glaube bei Karl Jaspers...)
  • 1952 Professor für Grenzfragen, Freiburg i.Br.
  • 1954 Umwandlung der Professor zum Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie
  • 1955/56 Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Br.
  • 1966 Päpstlicher Hausprälat
  • 1973 Dr. h.c. der Universität Cordoba (Argentinien)
  • 1973 Emeritierung
  • 1976 Ehrenbürger der Stadt Meßkirch
  • 1978 Großes Bundesverdienstkreuz
  • 1983 gestorben in Freiburg i.Br.


Ausgangspunkt von Bernhard Weltes Religionsphilosophie ist die in der Moderne aufgebrochene Spannung zwischen den Bedingungen und Strukturen einer säkularisierten Welt und den Inhalten religiöser Erfahrung. Ziel ist die Aufdeckung der Ursprünglichkeit der Phänomene menschlichen Daseins. Dieses entwirft sich als endliches Dasein auf unendlichen Sinn. Welte entdeckt in der endlich-unendlichen Verfaßtheit des Menschen ein ursprüngliches Vorverständnis christlichen Heils. Mit den Mitteln der Phänomenologie versucht er, moderne Lebenssituation und christlichen Glauben zu vermitteln. Daraus ergibt sich zugleich die Notwendigkeit der Öffnung der Theologie für die moderne Philosophie. Bernhard Welte führt, angeregt vor allem durch Martin Heidegger, die traditionelle, von neuscholastischem Denken geprägte Theologie in den Raum des nachmetaphysischen Denkens. Weltes Grunderfahrung ist die Geschichtlichkeit menschlichen Daseins und die Einsicht in die Wandelbarkeit von Denken und Sprache. Es geht ihm um die übersetzende Bewahrung überlieferter, epochal geprägter Theologie und Glaubensverkündigung in der Freilegung der Phänomene, deren Sprache sie sind. Vor allem am Beispiel und im Zusammenhang christologischer Fragestellungen hat er das Wesen von Überlieferung als epochales Gespräch und die Methoden einer geschichtlichen Hermeneutik für die Theologie herausgearbeitet. Zu den Denkern, die neben Heidegger für das Verständnis seines Werks besonders wichtig sind, gehören Augustinus, Thomas von Aquin, Meister Eckhart, Hegel, Kierkegaard und Nietzsche. Als Präfekt (1957 - 1973) der Universitätskirche suchte Bernhard Welte durch seine Predigten und Gottesdienste Dozenten und Studierenden neue Zugänge zu christlichem Glauben zu vermitteln. Im Anschluss an mehrere Gastvortragsreisen gründete er das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland zur Beförderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen lateinamerikanischen und deutschen Universitäten in der philosophischen und theologischen Forschung.

Schriften der Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V.

ISSN 1436-5863

Heft 1, Freiburg i.Br. 1998
  • Die Bedeutung des Philosophischen Denkens Bernhard Weltes für den modernen Menschen, Marian Jaworski
  • "Das Herz ist die Ursprünglichkeit unseres geistigen Selbstseins." Bernhard Weltes Hinweise auf anthropologische Grundstrukturen, Elke Kirsten
  • Heideggers Überwindung/Verwindung der Onto-theologie und die religiöse Erfahrung, Pietro de Vitiis

Heft 2, Gedichte, Freiburg i.Br. 2001

Heft 3, Akademische Gottesdienste im WS 1952/53, Freiburg i.Br. 2002
  • 22. Sonntag nach Pfingsten (9.11.1952) Bruderschaft des Glaubens und des Mahles. Röm 1,1-14
  • 23. Sonntag nach Pfingsten (16.11.1952) Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben. Röm 1,13-17
  • 25. Sonntag nach Pfingsten (23.11.1952) Aller Menschen Ungerechtigkeit vor Gott. Röm 1,18-26; 2,1-3.9-13; 39-12.19
  • 1. Adventssonntag (30.11.1952) Gesetzlichkeit als Hindernis des Evangeliums. Röm 3,19-24; 27-31
  • 2. Adventssonntag (7.12.1952) Jesus, Bote und Aufgang der Gerechtigkeit Gottes. Röm 3,21-26
  • 3. Adventssonntag (14.12.1952) Abraham. die Freiheit des Glaubens. Röm 4,1-25
  • Fest der Hl. Familie (11.1.1953) Was der Tod Jesu bedeutet. Röm 5,1-12; 15.17
  • 2. Sonntag nach Erscheinung (18.1.1953) Gemeinschaft mit Jesus. Röm 6,1-14
  • 3. Sonntag nach Erscheinung (25.1.1953) Der Geist des Herrn. Röm 8, 1-14
  • Sonntag Septuagesima (1.2.1953) Geist der Kindschaft, nicht der Knechtschaft. Röm 8,15-18
  • Sonntag Sexagesima (8.2.1953) Der Stand der Geduld. Röm 8,18-27
  • Sonntag Quinquagesima (15.2.1953) Die Unbesieglichkeit des Gnadenwerkes Gottes. Röm 8,28-39 

Heft 4, Freiheit des Geistes und christlicher Glaube. Vorlesung für Hörer aller Fakultäten im Sommersemester 1956, Bernhard Welte, Freiburg i.Br. 2004.

Heft 5, Freiburg i.Br. 2012
  • Das Licht des Nichts. Die post-metaphysische Theologie bei Bernhard Welte, Sandro Gorgone
  • Bernhard Welte als Fundamentaltheologe. Die Bedeutung des philosophischen Werkes von Bernhard Welte für die Theologie, Peter Hünermann

Heft 6, Freiburg i.Br. 2013
  • Allenthalben beschädigtes Leben - und der Schrei der Frommen nach Rettung aus den Abgründen der Endlichkeit verhallt ungehört? Joseph Wohlmuth
  • Für dich liebe ich das Universum - Der ontologische, chronologische und kosmologisch-religiöse Sinn der Liebe, ausgehend vom Denken Bernhard Weltes, Angel Garrido-Maturano
  • Angesichts der Gott-Mensch-Figur - Der phänomenologische Ansatz Emmanuel Levinas’, Francesco Paolo Ciglia

Heft 7, Freiburg i.Br. 2014
  • Dank an Bernhard Casper. Laudatio anlässlich der Jahrestagung der Bernhard-Welte-Gesellchaft am 29. November 2013, Ludwig Wenzler
  • Die Wiedergewinnung des Sterbens im Zeitalter seiner technischen Beherrschbarkeit, Hermann Brandenburg
  • Die Würde des Menschen und die himmlische Gottesschau. Gedanken zum Zusammenhang von Geschichte und Ewigkeit, Markus Schulze
  • Bernhard Weltes religionsphilosophisches Verständnis des menschlichen Todes, Markus Welte
  • Vertrauen auf Heil - Überlegungen zur Endlichkeit menschlichen Daseins angesichts der Fresken römischer Katakomben, Bernhard Casper 
 
Heft 8 entspricht:
  • Markus Enders (Hg.), Meister Eckhart und Bernhard Welte. Meister Eckhart als Inspirationsquelle für Bernhard Welte und für die Gegenwart, Berlin: Lit 2015 [Heinrich-Suese-Forum 4/2015].
 
Heft 9, Freiburg i.Br. 2016
  • Die Gemeinschaft der Kirche für heute und morgen.Soziologische und ekklesiologische Grundlagen einer zeitgemäßen Sozialgestalt des Christentums als Kirche im Ausgang von Bernhard Welte, Johannes Elberskirch
  • Hoffnung auf Vollendung. Die Brücke vom Miteinander zur Gemeinde, Johannes Elberskirch
  • Umrisse einer Sozialgestalt des Christlichen in den Umbrüchen der Gegenwart. Überlegungen im Ausgang von Bernhard Welte und im Rückgang auf das Zweite Vatikanische Konzil, Martin Kirschner
  • Zur gegenwärtigen und zukünftigen Sozialgestalt der Kirche aus pastoraltheologischer Sicht im Nachgang zu Bernhard Welte, Michaela C. Hastetter

Hingewiesen sei auch auf:
  • Heinrich-Seuse-Forum Band 4, Markus Enders (Hg.): Meister Eckhart und Bernhard Welte. Meister Eckhart als Inspirationsquelle für Bernhard Welte und für die Gegenwart. Berlin 2015
  • Abgeschiedenheit - der Weg ins dunkle Licht der Gottheit. Zu Bernhard Weltes Deutung der Metaphysik und Mystik Meister Eckharts, Markus Enders
  • Die Rezeption Meister Eckharts im Protestantismus, Udo Kern
  • Meister Eckhart als spirituelles Vorbild und als theologische Herausforderung, Dietmar Mieth
  • Selbstentäußerung und Selbstverleugnung bei Meister Eckhart unter besonderer Berücksichtigung seines lateinischen Schriftwerks, Martina Roesner

 

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