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Lehrauftrag "Gender Studies und Feministische Theologie"

In jedem Wintersemester bereitet die Kommission für Gleichstellung und Vielfalt ein Lehrangebot vor, das sich Themen der feministischen Theologie widmet oder die Bedeutung von Gender für einzelne theologische Fragestellungen problematisiert.

Im Wintersemester 2017/18 nimmt Dr. Dina El Omari von der WWU Münster den Lehrauftrag der Kommission für Gleichstellung und Vielfalt wahr. " Ausprägungen und Entwicklungen der feministischen Koranhermeneutik - Ein Abriss von den Anfängen des 20. Jahrhundert bis heute" lautet der Titel des angebotenen Blockseminars.

Die feministische Koranexegese findet ihre Anfänge bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zwar innerhalb verschiedener islamisch feministischer Diskurse. Diese islamisch feministischen Diskurse sind keineswegs homogen und auch wenn sie sich im islamischen Kulturkreis entwickelt haben, finden nicht in all diesen Diskursen theologische Argumente in gleicher Intensität Eingang, manche sind zum Beispiel vordergründlich politisch motiviert. Daher existieren heute mehrere feministische Diskurse, in denen sowohl politische als auch theologische Argumente eine Rolle spielen, diese reichen von säkular bis stark konservativ. Das Seminar soll die unterschiedlichen Entwicklungen innerhalb dieser Diskurse aufzeigen und zwar mit dem Fokus auf die feministischen Zugänge zum Koran.

Der Erwerb von ECTS-Punkten und die Belegung als Hauptseminar ist in allen drei Instituten der Fakultät möglich.

Lehrauftrag KGV 2017/18

 

Neben dem Seminar hält Dr. El Omari am 12. Januar 2018 um 18.00 Uhr c.t. in HS 1009 auch noch einen Gastvortrag zum Thema "Feministische Zugänge zum Koran - Kritisch betrachtet". Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Fragen steht Ihnen Dr. Eva-Maria Spiegelhalter gerne zur Verfügung.

 

Vergangene Lehraufträge

Im Wintersemester 2016/17 nahm Prof. Dr. Elke Pahud de Mortanges den Lehrauftrag der Kommission für Gleichstellung und Vielfalt wahr. "„Your sex takes me to paradise“. Die Inszenierung des Geschlechts und der Geschlechter in den Text- und Bilderwelten der christlichen Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte" lautete der Titel des angebotenen Blockseminars.

 

Mit dem „sex“ ist das so eine Sache. Den einen trägt es in paradiesische Höhen (Bruno Mars); der andere wird seiner grausam beraubt und gerät in theologische Kalamitäten (Abaelard). Egal wie, jeder steckt unausweichlich in seiner Haut, hat (nur) den einen Körper, ist ein Leib. Doch, was für ein Geschlecht hat dieser Leib; was macht dieses aus? Und vor allem – woher wissen wir das? Bei uns selber. Und bei anderen. „Blöde Frage“ mag da einer sagen. „Das sieht man doch, ob einer Mann oder Frau ist.“ Doch, woran sieht man das? Woher weiss man das? An der genitalen Anatomie? An der kulturellen Inszenierung? Am sexuellen Begehren? Und überhaupt – gibt es neben Mann und Frau kein Drittes, kein Anderes? Im Rahmen dieses Seminars wollen wir uns in die Text- und Bilderwelten der christlichen Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte begeben und schauen, wie diese Fragen dort beantwortet und welche moralischen Wertungen und Imperative daraus abgeleitet werden. Bei dieser Spurensuche werden wir auch auf Text- und Bilderwelten stossen, die man – angesichts der unbestrittenen sexual- und leibfeindlichen Elemente der christlichen Tradition – nicht erwarten würde und die programmatische „Subtexte“ enthalten, welche die seit dem 18. Jahrhundert dominierende, exklusiv binäre Kodierung „weiblich“/“männlich“ obsolet erscheinen lassen.

Der Erwerb von ECTS-Punkten und die Belegung als Hauptseminar war in allen drei Instituten der Fakultät möglich.

Plakat Lehrauftrag

 

 Neben dem Seminar bot Prof. Dr. Pahud de Mortanges auch noch einen Gastvortrag an. Am Freitag, den 25. November 2016 referierte sie zum Thema "BodyPerformance. Der Körper Christi und sein Geschlecht".

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