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Seminare

Seminar (M 0):
Gibt es Wahrheit – und wenn ja, wie viele? Wahrheit in den sog. monotheistischen Weltreligionen aus religionsphilosophischer und religionspädagogischer Perspektive.
Mit einer Einführung in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Dipl.-Theol. Frank Schlesinger
  • Tobias Balle

Termine: Do., 14–16 Uhr c. t., R 1336–38

Kommentar:

Wahrheit spielt eine zentrale Rolle in den Religionen – aber auch für die Religiosität von Kindern und Jugendlichen? Und gibt es überhaupt – angesichts der Pluralität der Religionen und Weltdeutungen – die eine Wahrheit?
In diesem Seminar soll diesen Fragen nach einer kurzen, selektiven Einführung in philosophische Wahrheitsbegriffe nachgegangen werden. Dabei wird die Relevanz von Wahrheitsansprüchen in den sog. monotheistischen Weltreligionen und die Bedeutung für den interreligiösen Dialog thematisiert und mit der Relevanz von religiösen Wahrheitsansprüchen bei Kindern und Jugendlichen in Beziehung gebracht. Hierfür wird auch die Rolle von Wahrheit im (inter‑)religiösen Lernen und der Sinn bzw. die Problematik des Begriffs der Weltreligion behandelt.
Zugleich soll das Seminar in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens einführen (Erstellen von Referaten, Seminarkultur, Arbeit mit Literatur, Erstellen einer Hausarbeit, Zitieren, Literaturangaben etc.).

Literatur:

Die Literatur wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben und digital zur Verfügung gestellt.

 

Seminar (M 0):
Einführung in die Theologie als Wissenschaft

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Dipl.-Theol. Frank Schlesinger
  • Tobias Balle

Termine: Di., 14–16 Uhr c. t., R 1336–38

Kommentar:

Was ist Theologie? Ist Theologie eine Wissenschaft? Was unterscheidet die Theologie von anderen Wissenschaften wie z. B. der Philosophie oder der Religionswissenschaft? Um was geht es im Theologiestudium? Diese und weitere Fragen sollen in der Einführungsveranstaltung »Einführung in die Theologie als Wissenschaft« erörtert und gemeinsam erarbeitet werden. Im Blick stehen dabei besonders auch die unterschiedlichen Disziplinen der Theologie, ihre Verhältnisbestimmung untereinander und ihre spezifischen Gegenstandsbereiche und Arbeitsweisen.

 

Interdisziplinäres Seminar (M 15/19/23):
Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie.
Teil 3: Das Verständnis des Lebens in der Philosophie der Neuzeit: Von Descartes und Leibniz bis zum Deutschen Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel) und zur Philosophie der Romantik (Schlegel, Novalis)

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders
  • Prof. Dr. Frédéric Seyler

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 20.10.2022, 18–19 Uhr c. t., HS 1228
  • 1. Blocktermin: Fr., 9.12.2022, 15–20 Uhr s. t., HS 1108
  • 2. Blocktermin: Sa., 10.12.2022, 10–19 Uhr s. t., HS 1108

Dieses Seminar ersetzt die philosophische Vorlesung des Wintersemesters in Modul 19. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Sommersemester 2022 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2« als religionsphilosophisches Seminar parallel zur Vorlesung in Modul 19 besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 3) als philosophische Lehrveranstaltung des Wintersemesters in Modul 19 besuchen.

Kommentar:

In diesem Seminar soll die im Wintersemester 2021/22 begonnene und im Sommersemester 2022 fortgeführte Begriffs- und Ideengeschichte des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie fortgesetzt werden, und zwar in der frühen Neuzeit (bei Descartes, Leibniz, Herder, Goethe, Jacobi und Kant) sowie im Deutschen Idealismus (bei Fichte, Schelling und Hegel) und in der Philosophie der Romantik (bei Schlegel und Novalis).
Spielt der Begriff des Lebens in der frühneuzeitlichen Philosophie nur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle, so erfährt er im Denken des Deutschen Idealismus eine spekulative Aufwertung, und zwar vor allem in Gestalt eines absoluten Lebens beim späten Fichte und des Prozesses der Selbstbewegung des Geistes bei Hegel. In der Philosophie der Romantik wird das Leben als ein unaufhörliches Werden (Schlegel) bzw. als unbegreifliche Verbindung von Sein und Nicht-Sein (Novalis) verstanden.

Literatur:

Primärliteratur:
Einzelne ausgewählte Textstellen zum Begriff des Lebens bei Descartes, Leibniz, Goethe, Jacobi, Kant; größere zusammenhängende Textpassagen zum Verständnis des Lebens bei Fichte (u. a. aus »Die Anweisung zum seligen Leben«, »Über das Wesen des Gelehrten«, »Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters«), Schelling (u. a. aus »Über das Wesen der menschlichen Freiheit«), Hegel (aus »Enzyklopädie der Wissenschaften«, »Die Phänomenologie des Geistes«, »Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie«, »Frühe Studien und Entwürfe«), Schlegel (aus »Das Gespräch über die Poesie«, »Transcendentalphilosophie«, »Philosophie des Lebens«) und Novalis (u. a. aus »Philosophische Studien 1795/96«, »Briefe«, »Fragmente und Studien 1799/1800«).

Sekundärliteratur:
  • R. Piepmeier, Art. »Leben, IV. Frühe Neuzeit bis vor Kant«, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 5, Basel 1980, Sp. 62–71.
  • U. Dierse/K. Rothe, Art. »Leben, V. 18. Jh. bis Gegenwart«, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 5, Basel 1980, Sp. 71–97.
  • W. H. Schrader, Empirisches und absolutes Ich. Zur Geschichte des Begriffs Leben in der Philosophie J. G. Fichtes, Stuttgart/Bad Cannstatt 1972.
  • F. Seyler, Fichtes »Anweisung zum seligen Leben«. Ein Kommentar zur Religionslehre von 1806 (Seele, Existenz und Leben, Bd. 24), Freiburg i. Br./München 2014.
  • M. Elsässer, Friedrich Schlegels Kritik am Ding, mit einem Geleitwort hrsg. von Werner Beierwaltes, Hamburg 1994.

 

Interdisziplinäres Seminar (M 15/19/23):
Der Begriff Gottes im philosophischen Denken nach Bernhard Welte

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders
  • Siegfried Rombach M. A.

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 10.11.2022, 18–19 Uhr c. t., HS 01 016 (Werthmannstraße 4)
  • 1. Blocktermin (Tagung): Sa., 19.11.2022, 9.30–16.45 Uhr s. t., Aula (KG I)
  • 2. Blocktermin: Sa., 3.12.2022, 10–18 Uhr s. t., HS 1222

Dieses Seminar ersetzt die philosophische Vorlesung des Wintersemesters in Modul 19. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Sommersemester 2022 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2« als religionsphilosophisches Seminar parallel zur Vorlesung in Modul 19 besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 3) als philosophische Lehrveranstaltung des Wintersemesters in Modul 19 besuchen.

Kommentar:

Dieses Seminar beschäftigt sich mit den im 2. Band der Schriftenreihe »Bernhard Welte Inedita« edierten, von Bernhard Welte (1906–1983), dem Erstinhaber des Lehrstuhls für Christliche Religionsphilosophie an der Universität Freiburg, gehaltenen Vorlesungen über den Begriff Gottes im philosophischen Denken, deren Thema im Zentrum seines religionsphilosophischen Denkens steht. Dabei verbindet Welte in seiner eigenen philosophischen Gotteslehre die von der klassischen Metaphysik begründeten Eigenschaften Gottes wie etwa die (aktuale) Unendlichkeit, das Grund- bzw. Ursprung-Sein für die Wirklichkeit im Ganzen sowie die Eigenschaft des absolut vollkommenen Seins mit anderen Eigenschaften Gottes, die der phänomenologischen Religionswissenschaft und Religionsphilosophie sowie der christlichen Theologie entnommen sind, wie etwa die der Heiligkeit sowie mit weiteren Eigenschaften Gottes, die von der Wertphilosophie und der dialogischen Philosophie hervorgehoben worden sind, wie etwa die Personalität Gottes und seine höchste Lebendigkeit, Werthaftigkeit und Würde. Von ungleich größerer Bedeutung als die affirmativen Eigenschaften Gottes aber sind für Welte dessen negativ-theologische Eigenschaften, weil sie die unendliche Erhabenheit Gottes über alles menschenmögliche Begreifen, d. h. seine Unbegreifbarkeit und Unaussagbarkeit, mit anderen Worten: seinen absoluten Geheimnischarakter für uns Menschen zum Ausdruck bringen. Weil Welte diesen negativ-theologischen Begriff Gottes als das unendliche Geheimnis für uns Menschen favorisiert, nimmt seine Bestimmung des diesem Geheimnis gemäßen menschlichen Gott-Denkens die Züge eines nahezu mystischen Wissens von einer persönlichen Begegnung des Menschen mit Gott an: Der Mensch müsse still werden, sich in ein andächtiges Schweigen sammeln und seinen Geist empfangsbereit öffnen in Richtung auf dieses Geheimnis, das er nur in der Haltung eines lassenden und hingegebenen Denkens berühren könne. Erst aus dieser persönlichen Erfahrung des Menschen mit Gott entspringen nach Welte die ursprünglich religiösen Gottesnamen wie etwa der Heilige oder der »Ich-bin-(für-Euch-)da« (vgl. Ex 3,14). Erst aus diesen religiösen Gottesnamen gehen, so Welte, durch begriffliche Abstraktionen in einer gleichsam zweiten Sprache die all-gemeingültigen Begriffe Gottes im philosophischen Denken wie etwa das vollkommene Sein (selbst) oder das absolut Einfache hervor. Diese führten dann durch Entfaltung ihres begrifflichen Gehalts zu weiteren begrifflichen Eigenschaften Gottes wie Macht, Gegenwart, Unendlichkeit, Vollkommenheit, Geist und Person in einer gleichsam dritten, einer reinen Begriffssprache, die nur dann ihrem Gegenstand angemessen bleibe, wenn sie auch die negativ-theologische Bedeutungsdimension dieser affirmativen Eigenschaften Gottes im Bewusstsein halte. Denn nur solange diese begrifflichen Bestimmungen der positiven Wesenseigenschaften Gottes auf ihren transzendenten Bedeutungsgehalt hin transparent blieben, seien sie der Transzendenz ihres Gegenstands angemessen und könnten somit gültig und richtig sein. Die Vollzugsform des transzendieren-den Charakters dieses begrifflichen Gott-Denkens ist nach Welte daher die Beschauung bzw. Meditation und Sammlung.
Dieses interdisziplinäre Seminar findet statt in Verbindung mit der Tagung der Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V. und des Lehrstuhls für Christliche Religionsphilosophie am 19.11.2022 in der Aula der Universität Freiburg über das Thema »Das unendliche Geheimnis. Bernhard Welte über die (Un-)Begreifbarkeit Gottes«, deren Besuch daher ein integraler Bestandteil dieses Seminars ist. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Seminar ist der Besuch dieser Tagung kostenfrei.

Literatur:

Bernhard Welte: Zum Begriff Gottes im philosophischen Denken (Bernhard Welte Inedita, Bd. 2), herausgegeben von Angela Fürderer, Freiburg i. Br./Basel/Wien 2020.

 

Interdisziplinäres Seminar (M 15/19/23):
Transzendente Erfahrungen im Umkreis des menschlichen Todes – Phänomenologie und Deutung

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozenten:

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders
  • Dr. Dr. Heiner Schwenke

Termine:

  • Vorbesprechung: Do., 20.10.2022, 17–18 Uhr c. t., HS 1228
  • 1. Blocktermin: Fr., 11.11.2022, 15–20 Uhr s. t., HS 1224
  • 2. Blocktermin: Sa., 12.11.2022, 10–19 Uhr s. t., HS 1224

Dieses Seminar ersetzt die philosophische Vorlesung des Wintersemesters in Modul 19. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Sommersemester 2022 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2« als religionsphilosophisches Seminar parallel zur Vorlesung in Modul 19 besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 3) als philosophische Lehrveranstaltung des Wintersemesters in Modul 19 besuchen.

Kommentar:

Viele Menschen machen Nahtoderfahrungen oder andere transzendente Erfahrungen im Umfeld des Todes. Diese Erfahrungen können tiefe, zumeist wohltätige Wirkungen haben und zu nachhaltigen Veränderungen der Lebenseinstellung und Weltanschauung führen. Gleichzeitig stellen sie hohe Anforderungen an das Urteils-vermögen, weil sie sich nicht ohne Weiteres in das gewohnte Weltbild und in gängige Denkschemata einfügen lassen. Im Seminar sollen neben Nahtoderfahrungen auch Sterbebettvisionen einschließlich des Phänomens der terminalen Geistesklarheit, Erlebnisse einer Begegnung mit Verstorbenen (nachtodliche Begegnungen) und Erfahrungen früherer Leben behandelt werden. Die Teilnehmenden sollen die Phänomenologie dieser Erfahrungsformen anhand von Erlebnisberichten kennenlernen, die Frage nach der realen Möglichkeit der objektiven Realität des Gehalts solcher Erfahrungen anhand geeigneter Urteilskriterien zu beantworten suchen und ihre mögliche Bedeutung für ein angemessenes Verständnis des Menschen erörtern. Ferner sollen auch die relevanten Aspekte für den Umgang mit Menschen, die von solchen Erfahrungen berichten, sowie mit Menschen im Koma und mit Sterbenden besprochen werden. Inhaltliche Berührungspunkte mit spezifisch theologischen Fragestellungen ergeben sich unter anderem hinsichtlich entweder einer Bestätigung oder einer Herausforderung der christlich geglaubten Auferstehung Jesu Christi und durch diese auch aller Menschen zum Jüngsten Gericht durch Nahtoderfahrungen und nachtodliche Begegnungen.

Literatur:

  • Dale C. Allison, Jr.: The Resurrection of Jesus: Apologetics, Polemics, History, London 2021, S. 209–261 (Kap. 9 und 10).
  • Walter F. Barrett: Death-Bed Visions, London 1926.
  • Janice Miner Holden/Bruce Greyson/Debbie James: The Handbook of Near-Death Experiences: Thirty Years of Investigation, Santa Barbara 2009.
  • Michael Nahm: Wenn die Dunkelheit ein Ende findet: Terminale Geistesklarheit und andere Phänomene in Todesnähe, Amerang 2012.
  • Karlis Osis/Erlendur Haraldsson: At the Hour of Death, New York 1977; dt. Ausg.: Der Tod – ein neuer Anfang: Visionen und Erfahrungen an der Schwelle des Seins, Freiburg i. Br. 1989.
  • Kenneth Ring/Evelyn Elsaesser-Valarino: Lessons from the Light: What We Can Learn from the Near-Death Experience, 2. Aufl., Needham 2006; dt. Ausg.: Was wir aus Nahtoderfahrungen für das Leben gewinnen: der Lebensrückblick als ultimatives Lerninstrument, Goch 2009.
  • Heiner Schwenke: Transzendente Begegnungen: Phänomenologie und Metakritik, Basel 2014.
  • Heiner Schwenke: Die Leben der Anderen: Reinkarnation als Fehldeutung von Erfahrungen früherer Leben, Freiburg i. Br. 2020.

Weitere Literatur wird in der Einführungsveranstaltung bekanntgegeben und teilweise digital zur Verfügung gestellt.

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