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Vorlesungen

Vorlesung (M 5):
Einführung in die Philosophie I/II

Die beiden folgenden Veranstaltungen des Philosophischen Seminars im Sommersemester 2022 können als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegt werden:

  • Vorlesung: Was ist Existenzphilosophie? (Jaspers, Arendt, Camus, Sartre, Heidegger)
    Dozent: Prof. Dr. Philipp Schwab
    Termine: Di., 18–20 Uhr c. t., HS 1199 (begleitendes Tutorat: Do., 16–18 Uhr c. t., HS 1199)

  • Vorlesung: Geschichte des Mittelplatonismus
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón
    Termine: Mo., 18–20 Uhr c. t., HS 01 007 (Hermann-Herder-Str. 6)

Die folgende Veranstaltung des Lehrstuhls für Dogmatik mit Quellenkunde der Theologie des Mittelalters im Sommersemester 2022 kann ebenfalls als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« belegt werden:

  • Vorlesung: Wissen und Glauben. Zum Verhältnis von Philosophie und Religion bei Hume, Kant und Hegel
    Dozent: Prof. Dr. Karl-Heinz Ruhstorfer
    Termine: Mo., 10–12 Uhr c. t., HS 1236

Ebenso können die folgenden Veranstaltungen des Philosophischen Seminars aus den vergangenen Semestern als Vorlesung (M 5) »Einführung in die Philosophie I/II« angerechnet werden:

  • Vorlesung: Die Ethik der Stoiker (WS 2021/22)
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón

  • Vorlesung: Grundlagen der system(@)tischen Philosophie (WS 2021/22)
    Dozent: apl. Prof. Dr. Fausto Fraisopi

  • Vorlesung: Die komplexe Welt (SS 2021)

    Dozent: PD Dr. Fausto Fraisopi

  • Vorlesung: Vollzug und Möglichkeit: eine Frage der Metaphysik (SS 2021)
    Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón

 

Vorlesung (M 19):
Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft? Zum Verhältnis zwischen dem christlichen (Offenbarungs-)Glauben und der natürlichen Vernunfterkenntnis des Menschen

Präsenz-Lehrveranstaltung

Dozent: Prof. Dr. Dr. Markus Enders

Termine: Do., 10–12 Uhr c. t., HS 3043

Diese Lehrveranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, sofern die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung dies zulassen. Wenn Teilnehmende aus Infektionsschutzgründen an Präsenzsitzungen nicht teilnehmen können, muss dies von den Teilnehmenden rechtzeitig den Dozenten per E-Mail mitgeteilt werden. Die betreffenden Sitzungen werden dann entweder digital abgehalten oder es wird individuell vereinbart, wie der verpasste Stoff nachgearbeitet werden kann. Gegebenenfalls werden zu einem späteren Zeitpunkt im Semester – abhängig von den aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung – auch Änderungen bezüglich des Durchführungsmodus eintreten; es wird somit immer sichergestellt, dass Studierende die Lehrveranstaltung bei Bedarf vollständig digital bzw. im Fernstudium absolvieren können. Alle Teilnehmenden werden dann per E-Mail über den endgültigen Durchführungsmodus informiert. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.

Zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 19 muss zusätzlich zur Vorlesung (M 19) »Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft?« das parallel dazu angebotene Seminar (M 15/19/23) »Zum Verständnis des religiösen Glaubens aus (religions-)philosophischer Sicht« und eine philosophische Modul-19-Veranstaltung des Wintersemesters (»Prinzipien philosophischer Erklärungsmodelle«) belegt werden; eine dieser beiden Lehrveranstaltungen kann durch das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 2: Das Verständnis des Lebens und seiner Stufen in der Philosophie des Frühen, Hohen und Späten Mittelalters« ersetzt werden. Diejenigen Studierenden, die im vergangenen Wintersemester 2021/22 bereits das Seminar (M 15/19/23) »Was ist das Leben? Der Begriff des Lebens im Spiegel der abendländischen Philosophie. Teil 1: Leben als das Prinzip der Selbstbewegung – zum Verständnis des Lebens in der Philosophie der Antike und in der christlichen Bibel« besucht haben, müssen das Fortsetzungsseminar (Teil 2) als verpflichtendes religionsphilosophisches Modul-19-Seminar des Sommersemesters besuchen.

Kommentar:

Die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Wahrheitsanspruch des christlichen Offenbarungsglaubens und den Möglichkeiten und Grenzen der natürlichen Vernunfterkenntnis des Menschen ist im abendländisch-christlichen Kulturraum fast so alt wie der christliche Offenbarungsglaube selbst. Denn diese Frage wird bereits durch den Umstand gestellt, dass der christliche Offenbarungsglaube mit einem absoluten und universalen Geltungsanspruch auf objektive Wahrheit und Normativität insbesondere seiner zentralen Glaubensinhalte der Inkarnation, der Christologie und der Trinitätslehre auftritt, der für das autonome Erkenntnisvermögen der menschlichen Vernunft eine Herausforderung darstellt und von ihm daher in der abendländischen Geschichte des Christentums auch wiederholt einer rationalen Legitimitätsprüfung unterzogen worden ist. Die wichtigsten rationalen Gründe, die in der Geschichte dieser Verhältnisbestimmung für und gegen den Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens genannt worden sind, sollen in dieser Vorlesung vorgestellt und beurteilt werden.

Literatur:

  • Wolfgang Klausnitzer, Glaube und Wissen. Lehrbuch der Fundamentaltheologie für Studierende und Religionslehrer, Regensburg 1999.
  • Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., Gott und die Vernunft: Aufruf zum Dialog der Kulturen, Augsburg 2007.
  • Peter Koslowski (Hrsg.), Die Vernunft des Glaubens und der Glaube der Vernunft: die Enzyklika Fides et Ratio in der Debatte zwischen Philosophie und Theologie, Paderborn 2007.
  • Klaus Müller, Vernunft und Glaube – eine Zwischenbilanz zu laufenden Debatten, Münster 2005.
  • Klaus Müller, Glauben – Fragen – Denken, Bd. I: Basisthemen in der Begegnung von Philosophie und Theologie, Münster 2006.
  • Christoph Dohmen (Hrsg.), Die »Regensburger Vorlesung« Papst Benedikts XVI. im Dialog der Wissenschaften, Regensburg 2007.
  • Hanns-Gregor Nissing (Hrsg.), Vernunft und Glaube. Perspektiven gegenwärtiger Philosophie (Wortmeldungen, Bd. 10), München 2008.
  • Anselm Günthör, Glaube und Vernunft – Gegensätze oder Verbündete auf dem Weg zu Gott?, Kißlegg 2009.
  • Klaus Müller, In der Endlosschleife von Vernunft und Glaube: einmal mehr Athen versus Jerusalem (via Jena und Oxford) (Pontes, Bd. 50), Berlin/Münster 2012.

 

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