Uni-Logo

Vorlesungen

Vorlesung (Modul 5):
Einführung in die Philosophie II

Eine der beiden folgenden Veranstaltungen des Philosophischen Seminars können Studierende der Bachelor- und Magisterstudiengänge Katholische Theologie als philosophische Vorlesung in Modul 5 im Sommersemester 2021 belegen:

Vorlesung: Die komplexe Welt

Dozent: PD Dr. Fausto Fraisopi
Termine: Mo., 14–16 Uhr c. t.

Vorlesung: Vollzug und Möglichkeit: eine Frage der Metaphysik
Dozent: PD Dr. Jorge Uscatescu Barrón
Termine: Di., 18–20 Uhr c. t.

 

Vorlesung (Modul 6):
Philosophische Anthropologie

Digitale Lehrveranstaltung (Vorlesungsaufzeichnungen in ILIAS über Panopto)

Dozent: Prof. Dr. Richard Schenk

Termine: Fr., 10–12 Uhr c. t.

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung wird diese Vorlesung als digitale Lehrveranstaltung durchgeführt. Jede Sitzung wird aufgezeichnet und in ILIAS über Panopto als Audio-Datei veröffentlicht. Zusätzlich werden ein begleitendes Vorlesungsskript zum Herunterladen und Ausdrucken und Literatur zur Vor- und Nachbereitung der Sitzungen bereitgestellt und es besteht über die Panopto-Kommentarfunktion die Möglichkeit zu Rückfragen. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.
Zu dieser Vorlesung wird das begleitende Kolloquium (Modul 6) "Philosophische Anthropologie" angeboten, das der Wiederholung und Vertiefung der Vorlesungsinhalte sowie der Klärung etwaiger Rückfragen dient. Zudem soll Raum geboten werden für die vorlesungsbegleitende Lektüre und Besprechung ausgewählter Texte zu bestimmten Themenbereichen der philosophischen Anthropologie (Texte von Immanuel Kant, Max Scheler, Helmuth Plessner, Arnold Gehlen, Josef Pieper, Wolfhart Pannenberg u. a.).
Im Rahmen des Kolloquiums kann die Studienleistung zur Vorlesung "Philosophische Anthropologie" in Modul 6 in Form eines mündlichen Referats (12 Minuten inkl. eines Thesenpapiers/Handouts) erbracht werden. Eine Themenliste für mögliche Referate wird auf ILIAS zur Buchung eingestellt.

Kommentar

Als Bestandteil des Moduls 6 fragt diese Vorlesung nach der theologischen Tragweite der „philosophischen Anthropologie“ im breiten und im engeren Sinn: Den breiteren Sinn hat I. Kant († 1804) in seiner Logik gegliedert: „1) Was kann ich wissen? 2) Was soll ich tun? 3) Was darf ich hoffen? 4) Was ist der Mensch? […] Im Grunde könnte man aber alles dieses zur Anthropologie rechnen, weil sich die drei ersten Fragen auf die letzte beziehen.“ Den engeren Sinn wird an der von M. Scheler († 1928) ausgehenden Schule der „Philosophischen Anthropologie“ deutlich, die einen geeigneten Ansatz bietet für die Untersuchung der Frage in Geschichte und Gegenwart hinsichtlich der „Grandeur et misère de l’homme" (B. Pascal, † 1662).

Literatur

  • Zur Einführung in die "Philosophische Anthropologie" im engeren Sinn wird empfohlen: W. Pannenberg, Anthropologie in theologischer Perspektive, Göttingen 1983, insb. S. 32–39.
  • Zur Präfiguration der Gedanken: T. Schneider, Die Einheit des Menschen: Die anthropologische Formel „anima forma corporis" im sogenannten Korrektorienstreit und bei Petrus Johannis Olivi. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Konzils von Vienne, Münster 1973.
  • Zur Refiguration: A. MacIntyre, Die Anerkennung der Abhängigkeit. Über menschliche Tugenden, Hamburg 2001.

 

Vorlesung mit kolloquialen Elementen (Modul 12):
Der Mensch als verantwortliches Subjekt – eine Einführung in Grundlagen und Grundbegriffe der Ethik

Digitale Lehrveranstaltung (synchrone Übertragung über das System der Katholischen Hochschule)

Dozentin: Prof. Dr. Stephanie Bohlen

Termine: Do., 8–10 Uhr c. t.

Die Veranstaltung wird angeboten in Kooperation mit der KH Freiburg, Studiengang „Angewandte Theologie und Religionspädagogik“. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung wird diese Vorlesung als
digitale Lehrveranstaltung durchgeführt. Sie findet online statt als synchrone Übertragung im Videokonferenzsystem der KH Freiburg. Studierende der Universität erhalten Zugang zur Veranstaltung nach der
Anmeldung.

Kommentar

Ethische Entscheidungen begründen wir im Ausgang von der Idee der Menschenwürde. Wir berufen uns auf das Recht auf Selbstbestimmung, die Pflicht zur Achtung der anderen und auf die Verantwortung des Menschen. Wir nehmen damit Bezug auf unsere Vorstellungen vom Menschen. Die Veranstaltung will dazu einladen, diese Vorstellungen als Grundlage ethischen Argumentierens zu betrachten. Im Anschluss daran führt sie ein in die philosophische Ethik als jene Disziplin, die sich der Aufgabe stellt, moralische Standpunkte zu reflektieren. Sie vermittelt ein Verständnis der Grundbegriffe der Moralphilosophie und Ethik und erläutert im Durchgang durch die Geschichte der Philosophischen Ethik unterschiedliche Konzepte der normativen Ethik. Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung der Fähigkeit, moralische Urteile in Bezug auf grundlegende Menschenbilder, Wertoptionen und Argumentationsmuster reflektieren zu können.
Die Veranstaltung ist als Vorlesung mit Übungsanteilen angelegt, um Studierenden die Möglichkeit zur eigenständigen moralischen Argumentation und ethischen Reflexion im Ausgang von aktuellen Fallbeispielen zu geben.

Literatur

Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.

 

Vorlesung (Modul 19):
Glaube und Vernunft oder Glaube oder Vernunft? Zum Verhältnis zwischen dem christlichen (Offenbarungs-)Glauben und der natürlichen Vernunfterkenntniserkenntnis des Menschen

Digitale Lehrveranstaltung (Vorlesungsaufzeichnungen in ILIAS über Panopto)

Dozent: Prof. Dr. Dr. Markus Enders

Termine: Do., 10–12 Uhr c. t.

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung wird diese Vorlesung als digitale Lehrveranstaltung durchgeführt. Jede Sitzung wird aufgezeichnet und in ILIAS über Panopto als Audio-Datei mit synchronisierten Präsentationsfolien veröffentlicht. Zusätzlich werden die Präsentationsfolien zum Herunterladen und Ausdrucken und Literatur zur Vor- und Nachbereitung der Sitzungen bereitgestellt und es besteht über die Panopto-Kommentarfunktion die Möglichkeit zu Rückfragen. Zu Beginn der ersten Semesterwoche werden die Teilnehmenden per E-Mail über das Zugangspasswort zum ILIAS-Kurs informiert.
Zur erfolgreichen Absolvierung von Modul 19 muss zusätzlich zu dieser Vorlesung entweder das Seminar (Modul 15/19/23) "Zum Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft im religionsphilosophischen Denken Bernhard Weltes" oder das Blockseminar/Interdisziplinäre Seminar (Modul 15/19/23) "Vernunft, Glaube und Erfahrung – Quellen und Wege der menschlichen Gotteserkenntnis nach Edith Stein" belegt werden.

Kommentar

Die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Wahrheitsanspruch des christlichen Offenbarungsglaubens und den Möglichkeiten und Grenzen der natürlichen Vernunfterkenntnis des Menschen ist im abendländisch-christlichen Kulturraum fast so alt wie der christliche Offenbarungsglaube selbst. Denn diese Frage wird bereits durch den Umstand gestellt, dass der christliche Offenbarungsglaube mit einem absoluten und universalen Geltungsanspruch auf objektive Wahrheit und Normativität insbesondere seiner zentralen Glaubensinhalte der Inkarnation, der Christologie und der Trinitätslehre auftritt, der für das autonome Erkenntnisvermögen der menschlichen Vernunft eine Herausforderung darstellt und von ihm daher in der abendländischen Geschichte des Christentums auch wiederholt einer rationalen Legitimitätsprüfung unterzogen worden ist. Die wichtigsten rationalen Gründe, die in der Geschichte dieser Verhältnisbestimmung für und gegen den Wahrheitsanspruch des christlichen Glaubens genannt worden sind, sollen in dieser Vorlesung vorgestellt und beurteilt werden.

Literatur

  • R. Swinburne, Faith and Reason, Oxford 1983.
  • F. v. Kutschera, Vernunft und Glaube, Berlin 1991.
  • J. P. Kenny, Faith and reason, New York 1983.
  • W. Klausnitzer, Glaube und Wissen. Lehrbuch der Fundamentaltheologie für Studierende und Religionslehrer, Regensburg 1999.
  • A. Plantinga, Warranted Christian belief, New York 2000.
  • T. Schärtl, Wahrheit und Gewißheit – zur Eigenart religiösen Glaubens, Regensburg 2004.
  • K. Müller, Vernunft und Glaube – eine Zwischenbilanz zu laufenden Debatten, Münster 2005.
  • K. Müller, Glauben – Fragen – Denken, Bd. I: Basisthemen in der Begegnung von Philosophie und Theologie, Münster 2006.
  • C. Dohmen (Hg.), Die „Regensburger Vorlesung“ Papst Benedikts XVI. im Dialog der Wissenschaften, Regensburg 2007.
  • J. Ratzinger/Benedikt XVI., Gott und die Vernunft: Aufruf zum Dialog der Kulturen, Augsburg 2007.
  • P. Koslowski (Hg.), Die Vernunft des Glaubens und der Glaube der Vernunft: die Enzyklika Fides et Ratio in der Debatte zwischen Philosophie und Theologie, Paderborn 2007.
  • H.-G. Nissing (Hg.), Vernunft und Glaube. Perspektiven gegenwärtiger Philosophie (Wortmeldungen, Bd. 10), München 2008.
  • A. Günthör, Glaube und Vernunft – Gegensätze oder Verbündete auf dem Weg zu Gott?, Kißlegg 2009.
  • K. Müller, In der Endlosschleife von Vernunft und Glaube: einmal mehr Athen versus Jerusalem (via Jena und Oxford) (Pontes, Bd. 50), Berlin/Münster 2012.

 

Personal tools