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Jahrestagung 2021 der Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V.

Jahrestagung 2021 der Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V.
in Kooperation mit der Heidelberger Forschungsstelle der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe der Heidelberger und der Göttinger Akademien der Wissenschaften und dem Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg


Philosophischer Glaube
und christlicher Offenbarungsglaube


Das Konzept des philosophischen Glaubens
angesichts der christlichen Offenbarung bei Karl Jaspers
und dessen Rezeption und Replik im christlichen Denken
insbesondere bei Bernhard Welte

Diese Jahrestagung 2021 der Bernhard-Welte-Gesellschaft e.V. fand am 8.und 9. Oktober 2021 in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg in Kooperation sowohl mit der Heidelberger Forschungsstelle der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe der Heidelberger und der Göttinger Akademien der Wissenschaften als auch mit dem Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und in partieller Kooperation mit der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg statt. Die Vorträge der Tagung erscheinen in überarbeiterter Form als Beiträge im Jahrgang 2022 der Schriftenreihe der Bernhard-Welte-Gesellschaft.

Karl Jaspers in den 1960er Jahren,
© Karl-Jaspers-Stiftung

Thema der TagungBernhard Welte Anfang der 1960er Jahre

In dieser Tagung sollte eine für unsere zwar säkulare, aber religions- bzw. transzendenzoffene Gesellschaft attraktive Alternative zum christlichen Offenbarungsglauben vorgestellt werden, nämlich das Konzept des sog. philosophischen Glaubens angesichts der christlichen Offenbarung bei dem zu seiner Zeit sehr bekannten Existenzphilosophen und Metaphysiker Karl Jaspers (1883–1969). Zugleich sollten auf dieser Tagung sowohl die positive Bedeutsamkeit als auch der Herausforderungscharakter des philosophischen Glaubens für den christlichen Offenbarungsglauben insbesondere im Anschluss an den Freiburger Religionsphilosophen Bernhard Welte (1906–1983) aufgezeigt werden, der sich mit dem Konzept des philosophischen Glaubens bei Karl Jaspers ausführlich auseinandergesetzt hat. Dabei sollten einerseits die Rekonstruktion von Jaspers’ Argumenten für die objektive Unmöglichkeit der christlich geglaubten Offenbarung der Transzendenz und andererseits die von Bernhard Welte entwickelten sowie die über sein Denken hinausgehenden möglichen Gegenargumente, die für die reale Möglichkeit und den möglichen Mehrwert einer inkarnatorischen Offenbarung von Transzendenz sprechen, im Mittelpunkt der Ausführungen und Überlegungen dieser Tagung stehen.

Ein ausführlicher Tagungsbericht findet sich in Athene. Magazin der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (2/2021).

Bernhard Welte Anfang der 1960er Jahre, Ausschnitt,
© Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V.

 Tagungsvorträge

  • Dr. Bernd Weidmann (Heidelberg): „Philosophischer Glaube nach Karl Jaspers. Plädoyer für ein offenes Konzept“
  • Prof. i. R. Dr. Joachim Ringleben (Göttingen): „Sprache und Transzendenz. Ein theologischer Ansatz zur Kritik des philosophischen Glaubens bei Karl Jaspers“
  • Dr. Laura Bonvicini (Trient/Italien): „‚Katholizität und Vernunft‘: Zu Bernhard Weltes kritischer Rezeption des existenziellen Transzendierens und des philosophischen Glaubens bei Karl Jaspers“
  • Dr. Josef Zöhrer (Freiburg i. Br.): „Weite der Vernunft. Anfragen an die Offenbarungskritik von Karl Jaspers aus der Sicht des christlichen Offenbarungsverständnisses“

Tagungsleitung

  • Prof. Dr. Dr. Markus Enders (BWG)
  • Dr. Dominic Kaegi (KJG)
  • Siegfried Rombach M. A. (BWG)

Mitwirkende

  • Prof. Dr. Stephanie Bohlen (BWG)
  • Dr. Johannes Elberskirch (BWG)
  • Dr. Dirk Fonfara (KJG)
  • Tolga Ratzsch M. A. (KJG)
  • Dipl.-Theol. Frank Schlesinger (BWG)
  • Apl. Prof. i. R. Dr. Ludwig Wenzler (BWG)

Neuerscheinung:sbwg2022-umschlag.jpg
Markus Enders (Hrsg.), Philosophischer Glaube und christlicher Offenbarungsglaube. Das Konzept des philosophischen Glaubens bei Karl Jaspers und dessen Rezeption und Replik im christlichen Denken insbesondere bei Bernhard Welte (Schriftenreihe der Bernhard-Welte-Gesellschaft, Jahrgang 2022), Nordhausen 2022 (ISBN 978-3-95948-561-6)

In diesem Jahrgang der Schriftenreihe der Bernhard-Welte-Gesellschaft soll eine für unsere zwar säkulare, aber religions- bzw. transzendenzoffene Gesellschaft attraktive Alternative zum christlichen Offenbarungsglauben vorgestellt werden, nämlich das Konzept des philosophischen Glaubens bei dem Existenzphilosophen und Metaphysiker Karl Jaspers (1883⁠ ⁠–⁠ ⁠1969). Zudem sollen sowohl die positive Bedeutsamkeit als auch der Herausforderungscharakter des philosophischen Glaubens für den christlichen Offenbarungsglauben im Anschluss an den Freiburger Religionsphilosophen Bernhard Welte (1906⁠ ⁠–⁠ ⁠1983) aufgezeigt werden, der sich mit dem Konzept des philosophischen Glaubens bei Jaspers ausführlich auseinandergesetzt hat. Dabei sollen einerseits die Rekonstruktion von Jaspers’ Argumenten für die objektive Unmöglichkeit der christlich geglaubten Offenbarung der Transzendenz und andererseits die von Welte entwickelten sowie die über sein Denken hinausgehenden möglichen Gegenargumente, die für die reale Möglichkeit und den möglichen Mehrwert einer inkarnatorischen Offenbarung von Transzendenz sprechen, Berücksichtigung finden.

Zusätzlich enthält dieser Jahrgang zwei neu edierte Texte Weltes zu Jaspers und seinem Denken und die Einträge für den Erscheinungszeitraum 2021 der fortlaufenden Bernhard-Welte-Bibliografie.

Das Erscheinen dieser Publikation wurde finanziell unterstützt von der Forschungsstelle der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

  • Markus Enders, „Vorwort des Herausgebers“, S. 7–14.
  • Bernd Weidmann, „Philosophischer Glaube nach Karl Jaspers. Plädoyer für ein offenes Konzept“, S. 15–42.
  • Markus Enders, „Bernhard Welte zu Karl Jaspers’ Konzept des philosophischen Glaubens. Zur Rezeption von und zur Replik auf Karl Jaspers’ Konzept des philosophischen Glaubens in der christli⁠chen Religionsphilosophie Bernhard Weltes“, S. 43–77.
  • Laura Bonvicini, „‚Katholizität und Vernunft‘. Zu Bernhard Weltes kritischer Rezeption des existenziellen Transzendierens und des philosophischen Glaubens bei Karl Jaspers“, S. 79–98.
  • Joachim Ringleben, „Sprache und Transzendenz. Ein theologischer Ansatz zur Kritik des ‚philosophischen Glaubens‘ bei Karl Jaspers“, S. 99–133.
  • Josef Zöhrer, „Weite der Vernunft. Anfragen an die Offenbarungskritik von Karl Jaspers aus der Sicht des christlichen Offenbarungsverständnisses“, S. 135–159.
  • Bernhard Welte, „Karl Jaspers. Lexikonartikel“ (1954), S. 161 f.
  • Bernhard Welte, „Rezension zu Claus Uwe Hommel, Chiffer und Dogma“ (1971), S. 163–167.
  • Frank Schlesinger, „Bernhard-Welte-Bibliografie. Erscheinungszeitraum 2021 und Nachträge“, S. 169–175.

Dieser Jahrgang ist in gedruckter Form und als E-Book über den Verlag Traugott Bautz GmbH erhältlich.

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